Termin

Matthias Kunz und Rhaban Straumann — "Milchmädchenrechnung"

Freitag und Samstag

24. und 25.

April 2020

20 Uhr

«Auch wenn sie sich unab­läs­sig zwi­schen Deutschland und der Schweiz bewe­gen, der Humor ist Britisch.» (Stuttgarter Nachrichten)

Die zwei alten Freunde Ruedi & Heinz geben ein wun­der­ba­res Bühnenpaar. Kürzlich sind sie umge­zo­gen, vom Daheim ins Heim. Der gries­grä­mi­ge Heinz und der unge­bro­chen lebens­fro­he Ruedi haben an Eigenständigkeit ver­lo­ren und an men­ta­ler Freiheit gewon­nen. Sie rech­nen nicht mehr mit viel und damit rech­nen sie lust­voll ab, nicht nur mit dem Dschungel des Gesundheitssystems und den eige­nen Gebrechen. Für die Schweizer Version von «Waldorf & Statler» trägt der Fachkräftemangel mit Witold einen Namen.

Lustvoll weh­ren sich Ruedi und Heinz gegen Alltagstrott und Langeweile. Plötzlich machen selt­sa­me Ahnungen zumin­dest Heinz einen Strich durch die Rechnung. Bestärkt durch das Tageshoroskop ver­folgt er einen heim­li­chen Plan. Nur wie kann er Ruedi dazu bewe­gen, sich auf das, wor­an er nicht glau­ben will, vor­zu­be­rei­ten? Ruedi lässt sich nicht beein­dru­cken. Ständig ist er mit sei­nem Rollator auf Achse. Bis sich die Abenteuerlust sogar auf Heinz über­trägt und es für die kon­ge­nia­le Schicksalsgemeinsschaft kein Halten mehr gibt. «Milchbüechlirächnig» mün­det in ein kaba­ret­tis­ti­sches, aber­wit­zi­ges Roadmovie in dem sich Raum und Zeit auf­lö­sen.

Die Ruedi & Heinz zuge­schrie­be­ne Mischung aus «Muppet Show» und «Warten auf Godot», schwar­zem Humor und Existentialität pfle­gen Strohmann-Kauz wei­ter. Ihr Spiel ist ein unver­fro­re­nes Wechseln zwi­schen Humor und Ernsthaftigkeit, lust­voll, wit­zig, intel­li­gent. Das Publikum darf pen­deln zwi­schen zu Tränen gerührt und Tränen gelacht. Das Satireduo ver­packt sein jüngs­tes Theaterkabarett in eine schö­ne Geschichte. Darin ein­ge­floch­ten wer­den gros­se Altersthemen und gros­se, alte Themen, zwi­schen­zei­li­ge Gesellschaftskritik und kri­ti­scher Zeitgeist. Ruedi und Heinz genies­sen ihre schier gren­zen­los fre­che Narrenfreiheit.

15,00 €