Termin

Nachruf

Unverschwurbelt und unver­blümt, schnod­de­rig , ehr­lich und stets sach­kun­dig: Wir Amaltheaner hat­ten schon lan­ge Ulla Meyers Theaterkritiken geschätzt, bevor sie vor eini­gen Jahren sel­ber in unser Team kam. Von da an wur­de sie uns immer wich­ti­ger, denn sie brach­te neue Perspektiven in unse­re oft bin­nen­sicht­ge­trüb­ten Theaterplanungen. Wenn es um künf­ti­ge Programmgestaltung ging, kämpf­te sie mit offe­nem Visier gegen alles, was zwar erfolg­ver­spre­chend, aber flach war: „Scheiß bleibt Scheiß!“ Und so sah sie ja auch ihren Beruf als freie Journalistin, was die all­ge­mei­ne Zeitungslandschaft angeht – gegen das Erfolgversprechend-Flache war sie ein Fan fach­kom­pe­ten­ter Kulturredaktionen. Das sind wir eben­falls, selbst wenn wir mal einen gna­den­lo­sen Verriss ern­ten.

Danke, Ulla!