26. Oktober 2020 — Fee Badenius „Solo"

Am Freitagabend gas­tier­te Fee Badenius beim Amalthea-Theater, die­ses Mal in der Aula des Theodorianums. Seit zehn Jahren steht sie mitt­ler­wei­le auf der Bühne und begeis­tert das Publikum mit (qua­si) auto­bio­gra­phi­schen Geschichten.

Das Westfälische Volksblatt stellt in sei­ner Ausgabe vom 27. Oktober fest: "Nicht nur das Publikum, son­dern vor allem sie selbst freu­te sich, auf­tre­ten zu dür­fen… Umso glück­li­cher sei sie dar­über, dass sie im Theodorianum auf­tre­ten durf­te."

10. Oktober 2020 — Erwin Grosche „Wie aus heiterem Himmel – Gedankenblitze und poetische Niederschläge"

Erwin Grosche ver­spricht zu Beginn „Ein Bollwerk lite­ra­ri­scher Bonmots, aber so fein mit Selbstironie und Schabernack und Alltag gewürzt, dass es ein­fach Freude macht, Erwin Grosche beim Fantasieren bei­zu­ste­hen" und hält sein Versprechen. Die Neue Westfälische meint dazu: "Seine Gedankenwelt ver­webt die Alltäglichkeit des klei­nen Mannes mit phi­lo­so­phi­schen Geistesblitzen und hin­ter­lässt eine Aneinanderreihung ver­ba­ler Satz-Attacken, die auf den Zuhörer nie­der­pras­seln."

Selbstredend, dass Erwin Grosche auch die­ses Mal wie­der die begehr­te Amalthea Ziege ver­lie­hen wur­de.

Umständebegingt waren wir für den heu­ti­gen Tag in die Aula des Theodorianums umge­zo­gen, wo 50 Zuschauer den ent­spann­ten Abend genie­ßen konn­ten. Ein herz­li­ches Dankeschön an das Theodorianum für das Zurvergügungstellen der Aula.

26. September 2020 — Über die Legenden des Ost-Rocks

Ein Mix von Vortrag, Bildern und Livemusik im Weyenhof in Wasungen (Thüringen)

„Zwischen Liebe und Zorn“ – die­ser Song der Klaus-Renft-Combo war Namenspate für eine „Ost-Rock-Hommage“ die der Musiker, Kulturmanager und pro­mo­vier­te Musikwissenschaftler Dr. Lothar Jahn am Samstag einem coro­nabe­dingt limi­tier­ten Kreis von Weyenhofzuschauern dar­bot – eine Mischung von Vortrag und Musik. Außer den Veranstaltern vom Theaterverein Amalthea e.V. Paderborn waren 30 vor­an­ge­mel­de­te Gäste gekom­men: Abstandregeln, getrenn­te Aus-und Eingänge, Zwischenlüftung – es geht lei­der nicht anders heut­zu­ta­ge.

Lothar Jahn am 26.9.2020 im Weyenhof in Wasungen "Über die Legenden des Ost-Rocks"Erstmals wur­de das Programm, das schon an vie­len Orten Deutschlands gezeigt wur­de, auf dem Boden der ehe­ma­li­gen DDR prä­sen­tiert. Zur Verstärkung hat­te sich Jahn sei­ne Frau Dagmar mit­ge­bracht, mit der er eini­ge Klassiker des Ostrocks live dar­bot. Klaus Sindern vom Vorstand des Amalthea-Theaters: „Die bei­den schie­nen vor dem Auftritt etwas auf­ge­regt — sie wuss­ten wohl nicht, ob sie den rich­ti­gen Ton fürs Ostpublikum fin­den wür­den.“ Die Besorgnis erwies sich als unbe­grün­det, von Anfang an sprang der Funke über. Das Publikum wur­de mit­ge­nom­men auf eine lan­ge Reise. Sie begann in der dunk­len Zeit, als Walther Ulbricht das „Yeahyeahyeah“ als „Dreck, der von Westen kommt“ ver­damm­te und Beatbands wie die Butlers ver­bie­ten ließ. Das Aufblühen der DDR-Rockszene folg­te dann in den Siebziger Jahren mit einer Lockerung der Kulturpolitik, als Bands wie die Puhdys, City und Karat aus Berlin und der musi­ka­lisch noch anspruchs­vol­le­re „Sachsendreiher“ aus Stern Combo Meißen, Electra und Lift sei­ne Glanzlichter setz­te. Mit vie­len Details prä­sen­tier­te Jahn das Werk der Bands anhand von Originalmusik, Fotos und Videos. Dabei wur­de deut­lich, wie­viel Freiheitssehnsucht und Hoffnung in den oft sehr melan­cho­li­schen Liedern vol­ler Poesie steck­te, bei der zwi­schen den Zeilen unbe­que­me Wahrheiten deut­lich aus­ge­spro­chen wur­den.

Besonders gut kamen beim Publikum die von den bei­den Akteuren live vor­ge­tra­ge­nen Stücke an, die von Dagmar Jahn mit gro­ßer Stimme in sehr abwechs­lungs­rei­chen Interpretationen zur Gitarrenbegleitung ihres Mannes gesun­gen wur­den. Instrumentale Höhepunkte setz­te die Sängerin mit der Querflöte.

In der zwei­ten Hälfte des Programms wid­me­te sich Jahn lan­ge der Ausnahme-Band Renft, die mit unglaub­li­cher Energie und Musikalität zunächst ein Aushängeschild des DDR-Rock war, aber auf­grund ihrer kri­ti­schen Texte zu Tabuthemen wie Kriegsdienstverweigerung und die Mauer schließ­lich ver­bo­ten wur­de. Auch die Frauen, die im DDR-Rock aber nur am Mikro aktiv war, kamen zu Gehör: z.B Veronika Fischer, Nina Hagen und die groß­ar­ti­ge Powerfrau Tamara Danz mit ihrer Band Silly. Jahn stell­te die Rocktheaterproduktionen von Horst Krüger und Pankow vor und wür­dig­te den gro­ßen Songpoeten Gerhard Gundermann, der dank des erfolg­rei­chen Filmes inzwi­schen auch einem gro­ßen Publikum in ganz Deutschland bekannt ist. Schließlich ging es um den Beitrag, den die Ostbands durch ihre Musik, ihre Texte und eige­ne Aktivitäten zur „fried­li­chen Revolution“ bei­steu­er­ten. Bei all dem wur­de der gro­ße Respekt deut­lich, den die bei­den „Wessis“ der DDR-Rockszene ent­ge­gen­brach­ten. Jahn, der als Komponist und Textautor dem Ostrock schon seit den 70er Jahren ver­bun­den ist, wies dar­auf hin, dass es nach der Wende vie­le Fehlentwicklungen und Enttäuschungen gab: „Die Vision von Freiheit und Miteinander, die den Ostrock so attrak­tiv mach­ten, blei­ben ein unein­ge­lös­tes Versprechen.“

Die bei­den beschlos­sen das Programm mit einer bewe­gen­den Version von Karussells „Als ich fort­ging“, gefolgt von der mit­rei­ßen­den City-Nummer „Im Alter wei­se“. Trotz der beträcht­li­chen Länge des eben­so infor­ma­ti­ven wie emo­tio­na­len Programms erzwang lang anhal­ten­der Beifall noch eine Zugabe. Ein ein­drucks­vol­ler Abend, den die bei­den Jahns ihrem Thüringer Publikum gebo­ten haben.

17. September 2020 — Sebastian Krämer – Vorpremiere

Nach einem hal­ben Jahr Pause eröff­ne­te das Amalthea-Theater die Saison mit einer Vorpremiere von Sebastian Krämer, umstands­hal­ber im Forum St. Liborius. Die Neue Westfälische fand „Krämers Vortrag […] im bes­ten Sinn uner­war­tet.“ und dass mit „die­sen Gegensätzen schafft es Krämer, das Publikum den gan­zen Abend lang in sei­nen Bann zu zie­hen und schließ­lich, nach zwei Zugaben, zufrie­den von der Bühne zu gehen.“

26. Juni 2020 — Die Kultour-Caching-App des Kulturamts Paderborn

Das Kulturamt Paderborn hat eine net­te App ent­wi­ckeln las­sen, mit der man auf eine Schnitzeljagd durch Paderborn gehen kann und Künstler mit Hilfe eines Smartphones in Augmented Reality erle­ben kann.

Das heißt, man sieht die Künstler auf dem Smartphone vor dem reel­len Hintergrund des Ortes an dem man sich befin­det.

Mehr dazu auf der Webseite der Stadt Paderborn: https://​www​.pader​born​.de/​m​i​c​r​o​s​i​t​e​/​K​u​l​t​o​u​r​-​C​a​c​h​i​ng/.

Haben Sie schon das Amalthea-Theater ent­deckt? Einen typi­schen Abend kön­nen Sie hier erle­ben:

Das Livepainting Video stammt von Gennadi Isaak, der den Lyrischen Stadtrundgang von Erwin Grosche illus­triert hat.

22. Mai 2020 — Nachruf

Unverschwurbelt und unver­blümt, schnod­de­rig , ehr­lich und stets sach­kun­dig: Wir Amaltheaner hat­ten schon lan­ge Ulla Meyers Theaterkritiken geschätzt, bevor sie vor eini­gen Jahren sel­ber in unser Team kam. Von da an wur­de sie uns immer wich­ti­ger, denn sie brach­te neue Perspektiven in unse­re oft bin­nen­sicht­ge­trüb­ten Theaterplanungen. Wenn es um künf­ti­ge Programmgestaltung ging, kämpf­te sie mit offe­nem Visier gegen alles, was zwar erfolg­ver­spre­chend, aber flach war: „Scheiß bleibt Scheiß!“ Und so sah sie ja auch ihren Beruf als freie Journalistin, was die all­ge­mei­ne Zeitungslandschaft angeht – gegen das Erfolgversprechend-Flache war sie ein Fan fach­kom­pe­ten­ter Kulturredaktionen. Das sind wir eben­falls, selbst wenn wir mal einen gna­den­lo­sen Verriss ern­ten.

Danke, Ulla!

16. Dezember 2019: Satirischer Jahresrückblick mit Bernd Gieseking

Auch im Amalthea ist der Dezember der Monat des Jahresrückblicks. Zuständig dafür war wie­der ein­mal Bernd Gieseking der uns auf sei­ner "rasant kabe­ret­tis­ti­schen Achterbahn" (Westfälisches Volksblatt vom 16.12.19) im aus­ver­kauf­ten Saal mit­nahm, beim Leeren so man­cher Flasche Wein (es war nicht die ers­te) von einem Anruf bekann­ter Persönlichkeiten unter­bro­chen wur­de und den noch viel zu unbe­kann­ten ost­west­fä­li­schen Philosophen Konfusion zitier­te.

13. Oktober 2019: Die Ruhe weg — Mit dem Bulli durchs Paderborner Land

Dieses Mal reist Tamina Kallert für den WDR durch das Paderborner Land und lässt sich von Erwin Grosche Paderborn zei­gen.

Natürlich macht Erwin wie­der einen Abstecher ins Amalthea; zu sehen ab Minute 44 in der WDR Mediathek.

14. Juli 2019: Becker der Entdecker in Paderborn

Jürgen Becker bereis­te bei sei­ner Tour „Becker der Entdecker“ mit dem WDR am 14.7.2019 Paderborn und sei­ne Umgebung.

Dabei stellt Erwin Grosche ab Minute 31:20 sei­nen zwei­ten Lieblingsort vor: Das Amalthea-Theater, das kleins­te Kleinkunsttheater in Westfalen. Hier hat er auch „das bes­te Publikum der Welt“.

Was sein ers­ter Lieblingsort ist? Wird nicht ver­ra­ten; nur so viel, es hat mit Apfelkuchen zu tun (ab Minute 15:00).

Das Video gibt es in der WDR Mediathek.

28. Mai 2019: Erwin Grosches "Wie aus heiterem Himmel"

Erwin Grosches Wie aus hei­te­rem Himmel war mal wie­der (fast) aus­ver­kauft. Das Westfälische Volksblatt fin­det es in ihrer heu­ti­gen Ausgabe "immer wie­der erstaun­lich, wie der Künstler mit weit auf­ge­ris­se­nen, stau­nen­den Augen die Situationen, die ihn im Alltag fin­den, so minu­ti­ös und abstrus ver­bal auf den Punkt brin­gen kann". Sollten Sie ihn die­ses Mal ver­passt haben, kön­nen Sie ihn am 25. und 26. Oktober noch ein­mal im Amalthea-Theater erle­ben.

Ein Tipp für Kurzentschlossene: Einfach 5 Minuten vor Veranstaltungsbeginn bei unse­rer Kasse vor­bei­schau­en. Gelegentlich wer­den reser­vier­te Karten (lei­der) nicht abge­holt, so dass man sich mit etwas Glück, trotz einer eigent­lich aus­ver­kauf­ten Veranstaltung, noch spon­tan einen schö­nen Abend gön­nen kann. Natürlich ist es uns lie­ber, wenn Sie uns kurz Bescheid geben, wenn Sie Ihre Reservierung nicht wahr neh­men kön­nen. Andere Kulturinteressierte auf der Warteliste freu­en sich dann über unse­ren Anruf, dass es doch noch klappt, und der Künstler freut sich auch über ein vol­les Haus.

Graceland am 7. Juni ist lei­der auch bereits aus­ver­kauft, eine Warteliste wur­de ein­ge­rich­tet.

Paderbörnsche Ziege für Erwin

Für Stiere aller Art ist Amalthea zu klein. Es langt gera­de mal für Ziegen, für sehr klei­ne Ziegen. Und dar­um wur­de im Amalthea zum ers­ten Mal ein eige­ner Kleinkunst-Wanderpreis ver­lie­hen: die Paderbörnsche Ziege. 2016 und in den fol­gen­den Jahren heißt der Preisträger: Erwin Grosche.

Kulturnadel für Georg Enzian

Da freut er sich, der Präsident der Anstalt für MALeri­sches Leben und THEAtra­li­sche Sendung. Und er hat allen Grund zur Freude. Denn am 12. September wird ihm im gro­ßen Sitzungssaal des Rathauses in Paderborn die Kulturnadel 2016 über­reicht. Herzlichen Glückwunsch!