Nachruf

Unverschwurbelt und unver­blümt, schnod­de­rig , ehr­lich und stets sach­kun­dig: Wir Amaltheaner hat­ten schon lan­ge Ulla Meyers Theaterkritiken geschätzt, bevor sie vor eini­gen Jahren sel­ber in unser Team kam. Von da an wur­de sie uns immer wich­ti­ger, denn sie brach­te neue Perspektiven in unse­re oft bin­nen­sicht­ge­trüb­ten Theaterplanungen. Wenn es um künf­ti­ge Programmgestaltung ging, kämpf­te sie mit offe­nem Visier gegen alles, was zwar erfolg­ver­spre­chend, aber flach war: „Scheiß bleibt Scheiß!“ Und so sah sie ja auch ihren Beruf als freie Journalistin, was die all­ge­mei­ne Zeitungslandschaft angeht – gegen das Erfolgversprechend-Flache war sie ein Fan fach­kom­pe­ten­ter Kulturredaktionen. Das sind wir eben­falls, selbst wenn wir mal einen gna­den­lo­sen Verriss ern­ten.

Danke, Ulla!

Sebastian Krämer — Soloprogramm

Donnerstag

17.

September 2020

20 Uhr

Sebastian Krämer, einer der bis­sigs­ten Liedermacher deut­scher Zunge, ist auch in Paderborn längst eine fes­te Größe in der Szene der gro­ßen Kleinkunst. Das AMALTHEA-Theater gehört zu den Häusern, in denen Sebastian Krämer ger­ne spielt und singt, um sei­nem Ruf als „Meister des Understatements und des Hintersinns“ (Bonner Rundschau) ein­mal mehr gerecht zu wer­den. Sebastian Krämer, dop­pel­ter Deutscher Poetry-Slammeister, Gewinner meh­re­rer Chansonpreise, u.a. Deutscher Kleinkunstpreis 2009, Gründer des legen­dä­ren Clubs ‚Genie und Wahnsinn‘, kommt zu einer Vorpremiere sei­nes noch titel­lo­sen neu­en Programms am Donnerstag, dem 17. September 2020, nach Paderborn ins, nein, nicht ins Amalthea-Theater, son­dern wegen Corona dies­mal ins FORUM St. LIBORIUS, Grube 3, neben der GAU-Kirche. Er prä­sen­tiert Musik, die berührt und über­rascht, Texte von ein­dring­li­cher Geschliffenheit, Abgründe des Schreckens und Augenblicke größ­ter Sehnsucht. Und, last but not least, aus­gie­big lachen wer­den alle, die das Vergnügen haben, dabei sein zu kön­nen.

Die Pandemie bringt es mit sich, dass wir die Zahl der Besucher beschrän­ken und die recht­li­chen Vorschriften genau berück­sich­ti­gen müs­sen. Aus die­sem Grund wird es kei­ne Abendkasse geben. Karten gibt es aus­schließ­lich beim PaderbornerTicketCenter zum Corona-Preis von 18 Euro (zzgl. PTC-Gebühr). Es emp­fiehlt sich, eine hal­be Stunde vor Beginn des Programms (20.00 Uhr) zu kom­men, weil die Kontaktdaten aller Besucher notiert wer­den müs­sen. Eintritt mit Maske, auf den zuge­wie­se­nen Plätzen kön­nen die Masken unmit­tel­bar vor Veranstaltungsbeginn abge­nom­men wer­den.

Kostproben gefäl­lig? https://​SebastianKraemer​.de

Zum Lageplan des FORUM St. LIBORIUS, Grube 3 (neben der GAU-Kirche): https://​www​.open​street​map​.org/

18,00 €

Lothar Jahn — "Zwischen Liebe und Zorn" — Rockmusik in der DDR

Samstag

26.

September 2020

20 Uhr

ZWISCHEN LIEBE UND ZORN
Rockmusik in der DDR

Erst ver­bo­ten, dann miss­trau­isch beäugt, schließ­lich staat­lich geför­dert und kon­trol­liert wur­den die Rockbands in der DDR. Unter die­sem Druck ent­wi­ckel­ten sie aber einen ganz eige­nen Stil: Melancholische Rocksongs mit poe­ti­schen, deutsch­spra­chi­gen Texten, in deren Zentrum die Sehnsucht nach Freiheit stand. Dies bele­gen Klassiker wie „Albatros“ (Karat), „Nach Süden“ (Lift), „Perlenfischer“ (Puhdys), „Als ich wie ein Vogel war“ (Renft) und allen vor­an der Welthit „Am Fenster“ (City). Lieder wie Karats „Über sie­ben Brücken“ hiel­ten die Hoffnung wach, auch dunk­le Jahre zu über­ste­hen…

Mit Worten, Geschichten & Musik — von und mit Dr. Lothar Jahn, Musikwissenschaftler, Kulturmanager, Vortragsreisender und Musiker aus Hofgeismar, der sich in sei­nen Klangreisen mit gro­ßem Erfolg mit den musi­ka­li­schen Wegbegleitern sei­nes Lebens von den Beatles über Pink Floyd und David Bowie bis hin zu Mike Oldfield und Ougenweide aus­ein­an­der­setzt. Diesmal erfüllt er sich einen lang geheg­ten Traum: sich ganz dem Ostrock hin­zu­ge­ben.

3-Ziegen-Bild
Amalthea on Tour

Das Amalthea-Team ist die­ses Mal unter­wegs und hat das Theater gleich mit ein­ge­packt. Die Rockmusik wird Ihnen des­halb prä­sen­tiert im schö­nen Wasungen in Thüringen und zwar im Weyenhof, im alten Fabriksaal in der Schulgasse 2 in 98634 Wasungen.
Openstreetmap weist Ihnen den Weg.

18,00 €

Erwin Grosche — "Wie aus heiterem Himmel — Gedankenblitze und poetische Niederschläge"

Samstag

10.

Oktober 2020

20 Uhr

Kenner der Szene hal­ten Erwin Grosche für den unge­wöhn­lichs­ten Kabarettisten Deutschlands: „Was für ein merk­wür­di­ges klei­nes Männchen. Wie von einem ande­ren Planeten. Diese weit auf­ge­ris­se­nen Augen, die­ser leicht irre Blick, und dazu haut er auch noch auf die Trommel. Was ist das? Ein in die Jahre gekom­me­nes Grasssches Oskarchen? Oder ein Onkel von Karlson vom Dach?.
In sei­nem per­fek­ten Schneideranzug könn­te er auch ein Nachfahre eines vor­neh­men Varieté-Liliputaners sein. Oder ein spa­ni­scher Hofnarr aus einem Gemälde von Velazquez. Jetzt macht er den Mund auf. Merkwürdige Wörter pur­zeln her­aus. Vielleicht ist der son­der­ba­re klei­ne Mann ein Gesandter aus dem dada­is­ti­schen Jenseits?“
Wer Erwin Grosche auf der Bühne erlebt, reibt sich ver­wun­dert die Augen. Da sitzt ein gut geklei­de­ter Mann in den bes­ten Jahren an einem schwar­zen Kinderklavier und spricht über Gott und die Welt. Er spielt auch Akkordeon. Ein klei­nes rotes. Und sing sehr poe­ti­sche Lieder vom Glück, vom Alter und von Hausstaubmilden. Erwin Grosche kann man nicht beschrei­ben. Er ver­rückt sein Publikum und bringt es auf schie­fe Bahnen. Seine Bühnentexte nennt Grosche Stücke. Es sind raf­fi­niert kom­po­nier­te Expeditionen in eine Welt, die immer ein wenig schräg zum Alltäglichen liegt. Oft kom­men sie als Beinahelieder mit mini­mao­is­ti­scher Instrumentalbegleitung daher, manch­mal als phi­lo­so­phi­sche Betrachtungen, die zwi­schen Albernheit und Tiefsinn tau­meln. Wer ihn nicht gese­hen hat, ver­passt viel­leicht das absur­des­te Innere-Welten-Abenteuer sei­nes Kleinkunstfanlebens. Denn ob Erwin Grosche wie­der­kommt und nicht ein­fach auf einem ande­ren Planeten ver­schwin­det, ist nicht gewiss.
Mehr zu Erwin Grosche fin­det man auf sei­ner Internet-Seite und bei Wikipedia.

18,00 €

Markus Kiefer — Ich bin nicht die Leander

Samstag

17.

Oktober 2020

20 Uhr

Ausgerechnet an der Raststätte Stuckenbrock trifft ein klei­ner Malocher mit sei­nem Kollegen auf die gro­ße Zarah Leander.
Bei einer Portion Pommes erteilt sie ihnen den schick­sal­haf­ten Auftrag:

„Kinder, geht hin­aus in die Welt und singt mei­ne Lieder!“

Gesagt, getan.

Eine Phantasiereise beginnt, die die Freunde vom Schrottplatz Gelsenkirchen nach Castrop Rauxel — Den Haag — Paris — New York führt.
Und noch ande­re über­ra­schen­de Kurven ent­hält.
Es ist eine skur­ri­le, schrill — absur­de Geschichte

… in die man bei Youtube hin­ein­hö­ren kann.
Über Markus Kiefer erfährt man mehr auf sei­ner Homepage.

18,00 €

Kiefer - Ich bin nicht die Leander

Fee Badenius — SOLO

Freitag

23.

Oktober 2020

20 Uhr

Nach 10 Jahren auf der Bühne mit Liedern und Texten ist es Zeit, Bilanz zu zie­hen.
Fee Badenius ́ ers­ter Solo-Abend ist aber kein Best-Of, kei­ne blo­ße Aneinanderreihung von bekann­ten Liedern, viel­mehr ist es ein musi­ka­li­sches Poesiealbum. Bekannte Nummern ste­hen hier gleich­wer­tig neben sel­ten gespiel­ten Raritäten, die nicht auf CD auf­ge­nom­men oder nur sel­ten live gespielt wur­den. Dazu erzählt Fee Badenius in ihrer unnach­ahm­lich sym­pa­thi­schen Art Geschichten über die Lieder hin­aus, Erlebnisse vom Tour-Alltag durch ein skur­ri­les Deutschland, vom Leben im Ruhrgebiet und von der Entstehung ihrer Musik.

Ein Abend, der lus­tig und poe­tisch, musi­ka­lisch und sprach­ver­liebt zugleich in die Gedankenwelt der Liedermacherin Fee Badenius ein­führt und an dem selbst lang­jäh­ri­ge Fans noch Neues ent­de­cken kön­nen.

Ihre Homepage: https://​www​.fee​ba​de​ni​us​.de

18,00 €