Nachruf

Unverschwurbelt und unver­blümt, schnod­de­rig , ehr­lich und stets sach­kun­dig: Wir Amaltheaner hat­ten schon lan­ge Ulla Meyers Theaterkritiken geschätzt, bevor sie vor eini­gen Jahren sel­ber in unser Team kam. Von da an wur­de sie uns immer wich­ti­ger, denn sie brach­te neue Perspektiven in unse­re oft bin­nen­sicht­ge­trüb­ten Theaterplanungen. Wenn es um künf­ti­ge Programmgestaltung ging, kämpf­te sie mit offe­nem Visier gegen alles, was zwar erfolg­ver­spre­chend, aber flach war: „Scheiß bleibt Scheiß!“ Und so sah sie ja auch ihren Beruf als freie Journalistin, was die all­ge­mei­ne Zeitungslandschaft angeht – gegen das Erfolgversprechend-Flache war sie ein Fan fach­kom­pe­ten­ter Kulturredaktionen. Das sind wir eben­falls, selbst wenn wir mal einen gna­den­lo­sen Verriss ern­ten.

Danke, Ulla!

ABGESAGT

Das Team des Amalthea-Theaters hat sich schwe­ren Herzens dazu ent­schlos­sen, den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts wegen der Corona-Warnungen zu fol­gen und alle Veranstaltungen bis April Mai ein­schließ­lich abzu­sa­gen.

Falls Sie bereits Karten beim Paderborner Ticket Center gekauft haben, kön­nen Sie sie dort zurück­ge­ben.

Wir bemü­hen uns die Veranstaltungen zu einem spä­te­ren Zeitpunkt nach­zu­ho­len.

Aktualisierungen fin­den Sie hier auf unse­rer Homepage. Sie kön­nen aber auch unse­ren Newsletter abon­nie­ren um zeit­nah über anste­hen­de Veranstaltungen infor­miert zu wer­den.

Wir freu­en uns Sie bei unse­ren Veranstaltungen nach der Sommerpause wie­der zu sehen.

Rainer Hustedt und Glenn Pedro Buchholtz — ODALA VIDA — Die schönsten Gedichte Pablo Nerudas

Freitag

11.

September 2020

20 Uhr

„Ode an das Leben“ Die schöns­ten Gedichte des chi­le­ni­schen Lyrikers Pablo Neruda
Gesprochen und gespielt von Rainer Hustedt (Stadttheater Gießen) und musi­ka­lisch unter­stützt von

Glenn Pedro Buchholtz

Das Leben des Nobelpreisträgers Pablo Neruda ist geprägt von der Suche nach Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Sein poe­ti­sches Werk ist Ausdruck für die Bedürfnisse und Wünsche des klei­nen Mannes. Neben den berühm­ten Liebesgedichten wird es an die­sem Morgen auch humor­vol­le Momente geben, und da Neruda nicht nur die Liebe, son­dern auch gutes Essen und guten Wein moch­te, gibt es auch davon eine Kleinigkeit zum Probieren.

Der Nobelpreisträger Pablo Neruda wur­de am 12. Juli 1904 in Chile gebo­ren, war Professor, Diplomat, Konsul, kom­mu­nis­ti­scher Senator in Chile, starb kurz nach dem Militärputsch gegen die Allende-Regierung am 29.9.1973 in Santiago de Chile.

In einer thea­tra­len Live- Performance wird Rainer Hustedt Gedichte des chi­le­ni­schen Dichters spre­chen, der in Chile gebo­re­ne Glenn Pedro Buchholtz wird musi­ka­lisch unter­stüt­zen und das ein oder ande­re Gedicht im Original spre­chen.

Über Pablo Neruda bei Wikipedia

15,00 €

Sebastian Krämer — Soloprogramm

Donnerstag

17.

September 2020

20 Uhr

"Sebastian Krämer ist ein Hochgenuss. In einer Riege mit Morgenstern, Ringelnatz und Kreisler. Glücklich das Land, das Talente schon zu Lebzeiten erkennt.“ (Dr. Eckart von Hirschhausen)

Kennen Sie schon Sebastian Krämer, „einen der poin­tiert bis­sigs­ten Liedermacher“ (Melodie &Rhythmus), „Ausdrucksgourmet“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung), „den Giganten am Klavier“ (Mainzer Rheinzeitung) „begna­de­ten Blödler“ (Stuttgarter Zeitung), „Meister des Understatements und des Hintersinns“ (Bonner Rundschau), außer­dem dop­pel­ten Deutschen Poetry-Slammeister, Gewinner meh­re­rer bun­des­wei­ter Chansonpreise, auch des Deutschen Kleinkunstpreises für Chanson 2009, und Gründer des legen­dä­ren Clubs „Genie und Wahnsinn“ in Berlin?

Wer Krämer nicht kennt, der weiß viel­leicht gar nicht, dass das gleich­zei­tig geht: Musik, die berührt und überrascht und Texte von ein­dring­li­cher Geschliffenheit, die gan­ze Romane in weni­gen Minuten erzäh­len, eine Kleinigkeit voll Humor zum Leuchten brin­gen, oder uns in Abgründe des Schreckens oder der Sehnsucht rei­ßen. Dazu eine ein­fühl­sam fili­gra­ne Stimme, die die oft scho­nungs­lo­sen Scherze lapi­dar überspielt, um den Feinheiten nach­zu­spü­ren.

Doch doch, lachen wer­den Sie an einem Abend mit Sebastian Krämer auch. Sogar st#ndig. Aber Sie wer­den am Ende nicht der Meinung sein, dass es sich dabei um den ent­schei­den­den Ertrag han­delt.

Kostproben gefäl­lig? https://​SebastianKraemer​.de

15,00 €

Lothar Jahn — "Zwischen Liebe und Zorn" — Rockmusik in der DDR

Samstag

26.

September 2020

20 Uhr

ZWISCHEN LIEBE UND ZORN
Rockmusik in der DDR

Erst ver­bo­ten, dann miss­trau­isch beäugt, schließ­lich staat­lich geför­dert und kon­trol­liert wur­den die Rockbands in der DDR. Unter die­sem Druck ent­wi­ckel­ten sie aber einen ganz eige­nen Stil: Melancholische Rocksongs mit poe­ti­schen, deutsch­spra­chi­gen Texten, in deren Zentrum die Sehnsucht nach Freiheit stand. Dies bele­gen Klassiker wie „Albatros“ (Karat), „Nach Süden“ (Lift), „Perlenfischer“ (Puhdys), „Als ich wie ein Vogel war“ (Renft) und allen vor­an der Welthit „Am Fenster“ (City). Lieder wie Karats „Über sie­ben Brücken“ hiel­ten die Hoffnung wach, auch dunk­le Jahre zu über­ste­hen…

Mit Worten, Geschichten & Musik — von und mit Dr. Lothar Jahn, Musikwissenschaftler, Kulturmanager, Vortragsreisender und Musiker aus Hofgeismar, der sich in sei­nen Klangreisen mit gro­ßem Erfolg mit den musi­ka­li­schen Wegbegleitern sei­nes Lebens von den Beatles über Pink Floyd und David Bowie bis hin zu Mike Oldfield und Ougenweide aus­ein­an­der­setzt. Diesmal erfüllt er sich einen lang geheg­ten Traum: sich ganz dem Ostrock hin­zu­ge­ben.

15,00 €

Erwin Grosche — "Wie aus heiterem Himmel — Gedankenblitze und poetische Niederschläge"

Freitag

9.

Oktober 2020

Samstag

10.

Oktober 2020

20 Uhr

Kenner der Szene hal­ten Erwin Grosche für den unge­wöhn­lichs­ten Kabarettisten Deutschlands: „Was für ein merk­wür­di­ges klei­nes Männchen. Wie von einem ande­ren Planeten. Diese weit auf­ge­ris­se­nen Augen, die­ser leicht irre Blick, und dazu haut er auch noch auf die Trommel. Was ist das? Ein in die Jahre gekom­me­nes Grasssches Oskarchen? Oder ein Onkel von Karlson vom Dach?.
In sei­nem per­fek­ten Schneideranzug könn­te er auch ein Nachfahre eines vor­neh­men Varieté-Liliputaners sein. Oder ein spa­ni­scher Hofnarr aus einem Gemälde von Velazquez. Jetzt macht er den Mund auf. Merkwürdige Wörter pur­zeln her­aus. Vielleicht ist der son­der­ba­re klei­ne Mann ein Gesandter aus dem dada­is­ti­schen Jenseits?“
Wer Erwin Grosche auf der Bühne erlebt, reibt sich ver­wun­dert die Augen. Da sitzt ein gut geklei­de­ter Mann in den bes­ten Jahren an einem schwar­zen Kinderklavier und spricht über Gott und die Welt. Er spielt auch Akkordeon. Ein klei­nes rotes. Und sing sehr poe­ti­sche Lieder vom Glück, vom Alter und von Hausstaubmilden. Erwin Grosche kann man nicht beschrei­ben. Er ver­rückt sein Publikum und bringt es auf schie­fe Bahnen. Seine Bühnentexte nennt Grosche Stücke. Es sind raf­fi­niert kom­po­nier­te Expeditionen in eine Welt, die immer ein wenig schräg zum Alltäglichen liegt. Oft kom­men sie als Beinahelieder mit mini­mao­is­ti­scher Instrumentalbegleitung daher, manch­mal als phi­lo­so­phi­sche Betrachtungen, die zwi­schen Albernheit und Tiefsinn tau­meln. Wer ihn nicht gese­hen hat, ver­passt viel­leicht das absur­des­te Innere-Welten-Abenteuer sei­nes Kleinkunstfanlebens. Denn ob Erwin Grosche wie­der­kommt und nicht ein­fach auf einem ande­ren Planeten ver­schwin­det, ist nicht gewiss.
Mehr zu Erwin Grosche fin­det man auf sei­ner Internet-Seite und bei Wikipedia.

15,00 €

Fee Badenius — SOLO

Freitag

23.

Oktober 2020

20 Uhr

Nach 10 Jahren auf der Bühne mit Liedern und Texten ist es Zeit, Bilanz zu zie­hen.
Fee Badenius ́ ers­ter Solo-Abend ist aber kein Best-Of, kei­ne blo­ße Aneinanderreihung von bekann­ten Liedern, viel­mehr ist es ein musi­ka­li­sches Poesiealbum. Bekannte Nummern ste­hen hier gleich­wer­tig neben sel­ten gespiel­ten Raritäten, die nicht auf CD auf­ge­nom­men oder nur sel­ten live gespielt wur­den. Dazu erzählt Fee Badenius in ihrer unnach­ahm­lich sym­pa­thi­schen Art Geschichten über die Lieder hin­aus, Erlebnisse vom Tour-Alltag durch ein skur­ri­les Deutschland, vom Leben im Ruhrgebiet und von der Entstehung ihrer Musik.

Ein Abend, der lus­tig und poe­tisch, musi­ka­lisch und sprach­ver­liebt zugleich in die Gedankenwelt der Liedermacherin Fee Badenius ein­führt und an dem selbst lang­jäh­ri­ge Fans noch Neues ent­de­cken kön­nen.

Ihre Homepage: https://​www​.fee​ba​de​ni​us​.de

15,00 €