Coronaschutzverordnung

Stand: ab dem 24. November 2021

Für Theater gilt die 2G-Regel, das heißt, wir dür­fen nur immu­ni­sier­te Besucher will­kom­men hei­ßen (§4, 2.1). Bitten den­ken Sie an Ihren Nachweis, dass Sie ent­we­der geimpft oder gene­sen sind und an Ihren Personalausweis. Generell gilt die gesetz­li­che Regelung

Im Theater sor­gen dar­über hin­aus zwei Viren-Filter für rei­ne Luft, ein wei­te­rer steht in unse­rer Lounge. Für Frischluft sorgt ein klei­ner Ventilator.

Kabarett Radau — "Ich bin der Finck — leicht gedrosselt"

Freitag

17.

und

Samstag

18.

Dezember 2021

20 Uhr

Werner Finck – Kabarettist unterm Hakenkreuz

Werner Finck war Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller. Er mach­te poli­ti­sches Kabarett, als ande­re längst nur noch „Kabarett“ mach­ten. In den Jahren 1929 bis 1935 war er der Conférencier und spä­ter Leiter der berühm­ten Berliner Katakombe, bis die­se auf Anordnung Goebbels geschlos­sen wird. Nach Gefängnis und Internierung im KZ Esterwegen trat er bis 1939 in zahl­rei­chen Berliner Kabaretts auf und ließ sich den Mund nicht ver­bie­ten. Das führt schließ­lich auf Anordnung Goebbels zum Ausschluss aus der Reichskulturkammer und zum Auftrittsverbot. Finck über­lebt als Soldat Krieg und Gewaltherrschaft, da vie­le Vorgesetzte ihn schüt­zen. Der Theaterkritiker Friedrich Luft schrieb über Werner Finck:

„Er hat­te kein Programm, auf eine Ideologie war er nie ein­ge­schwo­ren. Aber sein Witz und sei­ne Lust am Widerspruch und am Widerstand zuck­ten, sobald er das Gefühl hat­te, man wol­le sei­ne Freiheit beschnei­den.

Hineinhören in das Kabarett Radau kön­nen Sie auf sei­ner Homepage.

18,00 €

Friedo Petig — Der Lipper an sich

Samstag

8.

Januar 2022

20 Uhr

Hinreichend bekannt ist, dass der Lipper an sich schon ein selt­sa­mer, kau­zi­ger Zeitgenosse ist.

Friedo Petig ist Lipper. Friedo Petig aus dem Kirchspiel Bega bei Dörentrup ist qua­si die Inkarnation eines Lippers. Also kennt sich der Landwirt, Schriftsteller und kau­zi­ge Philosoph mit dem „Lipper an sich“ bes­tens aus. In inzwi­schen sechs Büchern befasst sich Friedo Petig mit sich und sei­nen Landsleuten. Es sind beschau­li­che, urko­mi­sche und skur­ri­le Reime, über gro­ße und klei­ne, alte und jun­ge lip­pi­sche Menschen, geschrie­ben mit fei­ner Ironie.
Im Amalthea prä­sen­tiert Friedo Petig die urigs­ten Geschichten aus sei­nen Büchern zusam­men mit dem Musiker Sammy. Dabei schaut er sei­nen Landsleuten auf das Maul und hält ihnen den Spiegel vor, um aber immer dabei amü­sant zu blei­ben. Ein kurz­wei­li­ger und dyna­mi­scher Abend erwar­tet die Besucher.

Homepage: www​.frie​do​-petig​.de

18,00 €

Petig

Bastian Semm — "Songs to tell"

Samstag

22.

Januar 2022

20 Uhr

Bastian Semm fühlt sich seit jeher der ame­ri­ka­ni­schen Singer/Songwriter-Tradition ver­bun­den.

In sei­nen eige­nen Songs ver­bin­det er Country, Folk, Blues und Americana und taucht in sei­nen Konzerten authen­tisch und unver­fälscht in sei­ne “Storytelling Songs“ ein.

Bastian Semm (Gesang/Gitarre) stu­dier­te Schauspiel an der Leipziger Hochschule und war fest am Theater Basel enga­giert. 2009 wur­de er für sei­ne Darstellung des PEER GYNT bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel mit dem Rosenthal-Nachwuchspreis aus­ge­zeich­net. In DER MANN DER DIE WELT ASS und als John Lennon in LENNONFREE ASBIRD war er im Theater Heidelberg zu sehen. Im Sommer 2011 spiel­te er den HAMLET bei den Festspielen in Bad Hersfeld und gewann für sei­ne Darstellung den Hersfeldpreis. 2012 konn­te man ihn als Romeo in ROMEO UND JULIA bei den Luisenburg-Festspielen erle­ben.

Das kön­nen Sie natür­lich alles auch bei Wikipedia nach­le­sen oder sie stö­bern durch sei­ne Homepage.

18,00 €

Sebastian Semm

Bernd Gieseking — "Ab dafür! — Der satirische Jahresrückblick"

Samstag

5.

Februar 2022

20 Uhr

Ab dafür! Bis heu­te bedeu­tet das jähr­lich: Satire und Komik, Kommentar und Nonsens über den all­täg­li­chen Wahnsinn des ver­gan­ge­nen Jahres. Eine rasan­te Achterbahnfahrt durch Peinlichkeiten und Höhepunkte der letz­ten 12 Monate. Ein Jahresrückblick von A bis Z, über die Zeit zwi­schen Januar und Dezember, frech, schnell, sau­ber, komisch!

Das Nebeneinander der gro­ßen Ereignisse und der pri­va­ten Sicht, das Formulieren des Großen-Ganzen in wit­zi­ge Geschichten, das Überspitzen oder auch nur mal das süf­fi­san­te Zitieren machen das Programm „Ab dafür!“ ein­zig­ar­tig.

Politik, Gesellschaft und Kultur, die elek­tro­ni­schen Medien und die Tagespresse geben immer wie­der Stichworte für Sprachwitz und Komik, für gro­tes­ke Logik und ver­spiel­ten Unsinn. Gereimt, geschüt­telt und gerührt.

Seit mitt­ler­wei­le 25 Jahren prä­sen­tiert Bernd Gieseking sei­nen jähr­li­chen sati­ri­schen Rückblick „Ab dafür!“. Gieseking war einer der Ersten über­haupt in Deutschland, die die­se Form, die­se Mischung aus Chronik und Kommentar, mit schrä­gen Sichtweisen und über­ra­schen­den Pointen auf die Kabarett-Bühnen brach­te.

Mehr zu Bernd Gieseking fin­det sich auf sei­ner Internet-Präsenz und bei Wikipedia.

18,00 €

Carolin Karnuth — "Endstation: Liebe!"

Freitag

25.

Februar 2022

20 Uhr

Carolin Karnuth, Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin in Berlin, prä­sen­tiert, zusam­men mit ihrem Paderborner Pianisten und Co-Komponisten Eckhard Wiemann, einen bun­ten Soloabend über die Liebe.

Ein abwechs­lungs­rei­cher Lieblingsliedermix aus ihren drei Soloprogrammen, viel­fäl­tig in den Genres:
Neben eige­nen deutsch­spra­chi­gen Liedern des Duos, kom­men eben­so Jacques Brel, Christiane Weber und Benjamin Britten zu Wort. Angereichert mit Popsongklassikern bekann­ter Größen wie Amy Winehouse und Prince und sogar ein Voodoo — Blues Song ist mit an Bord.

Mal hei­ter, mal melan­cho­lisch führt die Vollblut-Entertainerin mit locker-tro­cke­nem, selbst­iro­ni­schem Humor, köl­scher Herzlichkeit und einem Hauch Berliner Schnauze durch einen kurz­wei­li­gen, tem­pe­ra­ment­vol­len Abend über das schöns­te der Gefühle. Begleitet wird sie dabei von ihrem Pianisten und Tastennaturtalent Eckhard Wiemann. Steigen Sie also aus und ver­wei­len Sie an der Endstation: Liebe!

Ihre Homepage ver­rät mehr.

18,00 €

Improvisationstheater

Samstag

5.

März 2022

20 Uhr

Improvisiert durch den Kosmos des Lyrischen und Komischen: Die Stegreiftheatergruppen aus Paderborn Improsant und die Improlet*innen brin­gen für Sie Szenen auf die klei­ne Bühne, die noch nie ein Mensch zuvor gese­hen hat. Untermalt mit pas­sen­den Klängen der klei­nen Band.

Welchen bes­se­ren Ort könn­te es für so ein Vorhaben geben, als das gemüt­li­che Amalthea-Theater.

Improtheater ist Theater ohne Text und Skript. Die Darsteller*innen wis­sen nicht, was pas­siert, bis sie es selbst auf die Bühne brin­gen. Dazu brau­chen sie Ihre Vorgaben und Impulse. Kommen Sie vor­bei und spen­den Sie Ideen, Begeisterung und natür­lich auch Applaus.

Faltsch Wagoni — Zum Glück — kein Ratgeber

Freitag

11.

März 2022

20 Uhr

Gerade noch mal gut gegan­gen. Gottseidank, könn­te man sagen, aber Faltsch Wagoni sagen lie­ber: zum Glück.

Glück, das ist ein­fach eine gute Gesundheit und ein schlech­tes Gedächtnis, mein­te einst Hemingway. Nicht schlecht. Vergessen wir doch ein­fach mal, was uns gera­de die Stimmung ver­miest und las­sen uns von den sati­ri­schen Geistesblitzen à la Faltsch Wagoni beglü­cken. Erfahren wer­den wir aller­dings nicht wie wir glück­lich wer­den, son­dern, dass wir es womög­lich schon sind.

Jeder ist sei­nes Glückes Schmied, meint der Volksmund. Wenn die­ser Satz stimmt, müss­ten wir dann nicht alle ver­dammt unglück­lich sein? Denn das mit dem Schmieden ist ja so eine Sache. Anstatt mal alle Viere gera­de sein zu las­sen, schmie­den wir wie beses­sen drauf­los, obwohl das mehr scha­det als nützt. Denn in Zeiten des Zuviel braucht es zum Glück eigent­lich fast nichts. Je weni­ger, des­to leich­ter tut es sich, das Glück.

Zum Glück gehö­ren bei Faltsch Wagoni immer zwei: zwei Zahnbürsten, zwei Koffer, zwei Instrumente, zwei Stimmen, zwei Paar Hosen, zwei Köpfe, bezie­hungs­wei­se Sturköpfe, zwei musi­ka­li­sche und wort­star­ke Stunden vol­ler Fantasie. Fürs Publikum eine wun­der­ba­re Gelegenheit inne­zu­hal­ten und sich ganz dem Glück des Denkvergnügens hin­zu­ge­ben.

Pressestimmen:

Hochkomisches Amusement, wenn Mimik, Gestik, schrä­ges Instrumentarium und Dialoge zwi­schen Duett und Duell Hirnschmalz und Zwerchfell erschüt­tern. Süddeutsche Zeitung

Es war schon immer die beson­de­re Qualität die­ses ein­zig­ar­ti­gen Duos, auch aus schein­bar abwe­gi­gen Themen schil­lern­de Wortkunst zu zau­bern. Bayrischer Rundfunk

Für Kabarettzuschauer pas­siert hier eine gan­ze Menge im Kopf — zum Glück. Münchner Feuilleton

Trailer: bei Youtube

Silvana Prosperi: Gesang, Percussion
Thomas Prosperi: Gesang, Gitarre

18,00 €

Roger Stein — Alles vor dem Aber … ist egal

Freitag

25.

März 2022

20 Uhr

Mit lei­den­schaft­li­chen Liedern und Texten zeigt Roger Stein einen Abend lang,
dass alles vor dem Wort „Aber“ egal ist.
Ganz schön frech, ganz schön bös’, ganz schön schön!

Mit kraft­vol­ler Vielseitigkeit, Selbstironie und Charme, rauscht Roger Stein mul­ti-instru­men­tal und reim­ge­la­den durch sein drit­tes Soloprogramm. „Alles vor dem Aber ist egal“ steckt vol­ler Sehnsucht und Humor, ist poe­tisch und bil­der­reich zugleich.

Roger Stein kri­ti­siert, koket­tiert und übt Gesellschaftskritik aus der Hüfte – unauf­ge­setzt und leicht, aber trotz­dem auf den Punkt. Stein ist kein vor­der­grün­di­ger Revoluzzer. Sein Schalk äußert sich nie durch gro­ße Gesten, ist jedoch immer da, wenn er zum Beispiel in dem Song „Gesichter aus gar nichts“ die neo­li­be­ra­le McKinsey-Unternehmensberater ins Visier nimmt, die Krawatten aus Gleichgültigkeit tra­gen, wäh­rend ihre Verantwortung mit Lotuseffekt ver­se­hen ist.

Mit Liedern wie „Worauf willst du war­ten“ erin­nert uns der char­man­te Entertainer dar­an, im Leben nicht die Bequemlichkeit sie­gen zu las­sen und uns in klei­nen Wartehäusern gemüt­lich ein­zu­rich­ten, son­dern dem Glück ent­ge­gen­zu­ge­hen. Und das schrägs­te „Hochzeitslied“ der Gegenwart zeigt, dass es eben auch nur die klei­nen und gro­ßen Fragen des Lebens sind, die ihn beschäf­ti­gen.

Roger Stein ist Sänger, Songwriter, Pianist und Erzähler zugleich – aber vor allem ist er Poet mit Schalk im Nacken, schafft er es doch, Schmerz und Melancholie in Wärme und Leichtigkeit zu hül­len und damit der Tragik die Kälte zu neh­men: Denn jede Tragik hat ihren eige­nen Humor.

Seine Fans schät­zen ihn als wort­ge­wand­ten Entertainer, der auch den Dialog mit dem Publikum nicht scheut und sein Gegenüber durch Schlagfertigkeit ver­blüfft. Der Wechsel von Humor und Ernsthaftigkeit kommt stets uner­war­tet, rasant und doch leicht­fü­ßig. Ein Abend voll Energie, Kraft und Romantik.

Sein Youtube-Kanal

18,00 €

Roger Stein

Jürgen Rau und Richard Rossbach — "Rock Tales"

Samstag

9.

April 2022

20 Uhr

Ein unter­halt­sa­mer Mix aus span­nen­den, amü­san­ten Rock‑u. Pop-Storys, Live-Hits & Multimedia. Zwei sym­pa­thi­sche Musiker mit einem Abend vol­ler Anekdoten und legen­dä­rer Melodien — auf vie­len Instrumenten.

Der eine war vie­le Jahre in hohen Positionen bei Schallplatten-Konzernen, traf gro­ße Stars. Jetzt prä­sen­tiert er sei­ne Lieblings-Geschichten aus dem Backstage-Bereich — zusam­men mit sei­nem Produzenten, per Leinwand & Livemusik. Anekdoten nach Noten!

Jürgen Rau arbei­te­te vie­le Jahre in ver­ant­wort­li­chen Positionen bei gro­ßen Schallplatten- Konzernen, für Megastars & Newcomer. Kein Wunder, dass er dabei viel Erzählenswertes erlebt hat. Jetzt prä­sen­tiert er sei­ne Lieblings-Anekdoten nach Noten aus dem Backstage-Bereich. Der Hamburger, ein wan­deln­des Musik-Lexikon, plau­dert aus dem Nähkästchen des Rock'n'Roll und erzählt amü­san­te Hintergrund-Geschichten von sei­nen Begegnungen mit den Größen des Musikbusiness…

…und dazu mit­ten­drin und zwi­schen­durch immer alle legen­dä­ren Welt-Hits! — Live natür­lich! Stets nahe am Original, ohne zu kopie­ren, und mit dem nöti­gen Respekt vor den gro­ßen Kompositionen und dem Anspruch an sich selbst. „the best of the best“, und vom Besten soll man ja bekannt­lich nie genug krie­gen!

Musikalisch ein­ge­rahmt wird das char­man­te Spektakel vom musi­ka­li­schen Tausendsassa und Produzenten Richard Rossbach - der stu­dier­te Multi-Instrumentalist und Studio-Inhaber ist schon fast selbst eine
leben­de Legende. Und bleibt — trotz allem — stolz auf sei­nen ers­ten Echo!

Im Zeitraffer strom­ern die Beiden lau­nig durch die Musikgeschichte: mit augen­zwin­kern­dem Humor und gro­ßer Spielfreude ent­steht bei ihren Auftritten oft eine fan­tas­ti­sche Mitsing- Atmosphäre. Natürlich kön­nen sich die Zuhörer aber auch zurück­leh­nen und genie­ßen. Rock Tales, kom­bi­niert mit Videoprojektionen und zum Teil noch nie gezeig­ten Fotos, im Wechsel mit groß­ar­ti­ger Live-Musik und ech­tem Rock'n'Pop-Feeling: die größ­ten Hits und bes­ten Songs der bes­ten Bands und Künstler. — Für Fans und Musik-inter­es­sier­te, die ein­mal hin­ter die Kulissen des Rock- und Pop-Business bli­cken möch­ten!

Der Kulturmanager und Musik-Journalist Jürgen Rau ist Autor meh­re­rer Bücher über Musik. In sei­nem beweg­ten Rock'n'Roll-Leben traf er gro­ße Legenden und arbei­te­te mit vie­len Top-Stars – von eini­gen soll hier die Rede sein. — Für die jün­ge­ren Musikfans ein tie­fer Geschichts-Unterricht in Sachen Rock- und Pop. Und die Reiferen unter uns erhal­ten Antworten auf vie­le unge­stell­te Fragen! Mindestens!

So gese­hen, ist es auch eine span­nen­de Reise durch die Rock-History! Oder wie John Lennon sag­te: “A splendid time is gua­ran­te­ed for all!“

Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen. Außer einem Konzert-Besuch!

18,00 €

Bernd Lafrenz — "Hamlet — frei-komisch nach Shakespeare"

Freitag

29.

April 2022

20 Uhr

Was dem Goethe sein Gründgens ist dem Shakespeare sein Lafrenz – zumin­dest für den Freund der gepfleg­ten Kleinkunst. Denn statt den Theatertempel sucht Bernd Lafrenz die Intimität der Kabarettbühne für sei­ne frei­geis­ti­gen Adaptionen der Shakespeare-Klassiker. Heute steht übri­gens „Hamlet“ auf dem Spielplan.
Rache und Intrige – nor­ma­ler­wei­se ist der Stoff, aus dem Shakespeares „Hamlet“ ist, ein gefun­de­nes Fressen für die Boulevardpresse: Ein Bruder- und Vatermord, den der Sohn und Thronfolger süh­nen soll und der schließ­lich nach aller­hand Ränke und Klingenkreuzen selbst sein Leben ver­liert. Garniert ist das Ganze natür­lich noch mit Freundschaft und Liebe – die Handlung des Bühnenklassikers mit dem berühm­ten Zitat von Sein oder Nichtsein ist jedem Theaterfreund bekannt.
„Der Rest ist Schweigen“, könn­te man nun den Prinzen zitie­rend schlie­ßen, wenn die „Hamlet“-Aufführung nicht etwas ganz Besonderes wäre: Bernd Lafrenz spielt Hamlet. Und den Geist des ermor­de­ten Vaters auch. Darüber hin­aus den Mörder Claudius. Und den Freund Laertes. Und natür­lich auch die Mutter Gertrude und die gelieb­te Ophelia. Nicht zu ver­ges­sen: Regie führt er natür­lich auch.
Man könn­te mei­nen, dass Bernd Lafrenz einen Lieblingscharakter hat. Aber wenn, rückt er damit nicht her­aus. Der immo­bi­le Prinz, der sein Königreich gegen ein Pferd tau­schen möch­te, der pfif­fi­ge Hofnarr Yorick, die ver­zwei­fel­te Ophelia, der alters­schwa­che Geist – sämt­li­che Rollen gibt er mit der glei­cher Intensität und Hingabe.
Heute also „Hamlet“ – natür­lich ohne Gewähr, dass auch jedes Wort so bei Shakespeare steht! Hier ist das Spiel wich­ti­ger als Kulisse und Requisite; und viel­leicht kann Lafrenz genau des­we­gen mit vie­len ein­ge­streu­ten Pointen und frei­en Assoziationen sei­nen Helden ein Leben ein­hau­chen, des­sen Vitalität eine gro­ße Bühne fast zwangs­läu­fig schul­dig blei­ben muss.

Kostproben gibt es auf sei­ner Homepage und mehr Infos bei Wikipedia.

18,00 €

Erwin Grosche — "Wie aus heiterem Himmel"

Samstag

14.

20:00 Uhr

und

Sonntag

15.

Mai 2022

18:30 Uhr

- Neue Gedankenblitze und poe­ti­sche Niederschläge-

von und mit Erwin Grosche

Kenner der Szene hal­ten Erwin Grosche für den unge­wöhn­lichs­ten Kabarettisten Deutschlands: Was für ein merk­wür­di­ges klei­nes Männchen. Wie von einem ande­ren Planeten. Diese weit auf­ge­ris­se­nen Augen, die­ser leicht irre Blick, und dazu haut er auch noch auf die Trommel. Was ist das? Ein in die Jahre gekom­me­nes Grasssches Oskarchen? Oder ein Onkel von Karlson vom Dach. In sei­nem per­fek­ten Schneideranzug könn­te er auch ein Nachfahre eines vor­neh­men Varieté- Liliputaners sein. Oder ein spa­ni­scher Hofnarr aus einem Gemälde von Velazquez. Jetzt macht er den Mund auf. Merkwürdige Wörter pur­zeln her­aus. Vielleicht ist der son­der­ba­re klei­ne Mann ein Gesandter aus dem dada­is­ti­schen Jenseits? Erwin Grosche gelingt wie kei­nem zwei­ten die­se Verknüpfung all­täg­li­cher Befindlichkeiten mit hin­ter­grün­dig phi­lo­so­phi­scher Weltbetrachtung. Seine Freude an wun­der­li­chen Instrumenten und sei­ne kind­li­che Experimentierlust schei­nen unge­bro­chen.

„'Wie aus hei­te­rem Himmel' nennt Grosche sein 14. Kleinkunstprogramm. Wer ihn nicht gese­hen hat, ver­passt viel­leicht das absur­des­te Innere-Welten-Abenteuer sei­nes Kleinkunstfanlebens. Denn ob Erwin Grosche wie­der­kommt und nicht ein­fach auf einen ande­ren Planeten ver­schwin­det, ist nicht gewiss.

Und über manch einen Neuling im Publikum mag sein beson­de­rer Humor an die­sem Abend tat­säch­lich wie aus hei­te­rem Himmel her­ein­bre­chen. Es gibt sie immer wie­der bei sei­nen Auftritten: Diese Menschen, die erst mal in Schreckstarre ver­fal­len oder unwil­lig den Kopf schüt­teln, bevor sie sich dann doch ins Unvermeidliche fügen und herz­lich lachen über den wei­sen Clown dort oben auf der Bühne. Grosche steht ein­zig da in der Kleinkunst."

Mehr zu Erwin Grosche fin­det man auf sei­ner Internet-Seite, beim WDR Kultursommer und bei Wikipedia.

18,00 €

Erwin Grosche, Foto von Harald Morsch
Foto von Harald Morsch

Ulrich Zehfuß — "Dünnes Eis"

Freitag

20.

Mai 2022

20 Uhr

Als Ulrich Zehfuß 2016 nach zehn Jahren Bühnenpause mit einem neu­en Album in die Singer-Songwriter-Szene zurück­kehr­te,, emp­fing man den ele­gan­ten Musiker in sei­nen Vierzigern mit offe­nen Armen: Die Jury der Deutschen Liederbestenliste erkor „Dünnes Eis“ zum Album des Monats, das SWR-Fernsehen klopf­te die Kissen der Promi-Couch für ihn auf und wid­me­te ihm ein Porträt, wäh­rend man ihn im Deutschlandfunk begeis­tert als „einen der inter­es­san­tes­ten deut­schen Liedermacher“ beti­tel­te.

Der Erfolg kam für Ulrich Zehfuß nicht aus dem Nichts. Bereits Ende der Neunziger gehör­te er mit sei­ner Band BUNT zu den bekann­te­ren Musikern im Südwesten. Akustisch gepräg­ter Singer-Songwriter-Folk war das. Drei Mal hin­ter­ein­an­der wur­den sie ab 1991 von der Jury des Bundeswettbewerbs „Treffen jun­ge Musik-Szene“ in Berlin als bes­te Band aus­ge­zeich­net. Später wur­de er dort selbst Mitglied der Jury und gibt heu­te dort Songwriting-Seminare. Ebenfalls 1991 wur­de Zehfuß Schüler von SAGO, der Poetenschule von Christof Stählin, des Dichtersängers, der bis zu sei­nem Tod 2015 mehr als ein Dutzend Mal im Amalthea zu Gast war. Parallel ver­ding­te sich Zehfuß als Musical-Darsteller und fand sich 1995 in der Produktion „Human Pacific“ auf der Bühne des Mannheimer Rosengartens neben Xavier Naidoo wie­der,.

Nach sei­ner schöp­fe­ri­schen Pause ist Uli Zehfuss nicht nur wie­der erfolg­reich als Solomusiker unter­wegs, son­dern auch als Gastgeber sei­ner belieb­ten Liedermacher-Show „Ulis Wohnzimmer“, das im süd­west­deut­schen Raum die Kleinkunstbühnen füllt. Dort talkt und musi­ziert er mit deutsch­spra­chi­gen Musikerinnen und Musikern, denen die Schublade, in die sie gesteckt wer­den, genau­so unwich­tig ist wie ihm selbst. Gäste waren u.a. Max Prosa, Dota Kehr, Danny Dziuk, Manfred Maurenbrecher und Sebastian Krämer – eini­ge haben auch schon im Amalthea gas­tiert. In Paderborn steht er solo mit akus­ti­scher Gitarre auf der Bühne – im Gepäck sein aktu­el­les Programm „Dünnes Eis“, ange­rei­chert mit neue­ren und älte­ren Lieder, eini­gen Slam-Poetry-Gedichten und sei­nem „spe­cial guest“ Matthias Binner.

18,00 €

Petticoat und Pomade

Freitag

27.

Mai 2022

20 Uhr

Die Musik-Comedy-Show über den Rock´n´Roll über, den Schlager und das Lebensgefühl der 50er- & 60er-Jahre!

Moni Francis & Buddy Olly neh­men ihre Besucher mit auf eine Zeitreise. Auf raf­fi­nier­te Art und Weise ver­bin­den die bei­den Sänger live gesun­ge­ne fet­zi­ge Rock´n´Roll-Nummern und Schlagerperlen der 50er- & 60er-Jahre mit skur­ri­len, amü­san­ten und kurz­wei­li­gen Geschichten und Anekdoten aus der Wirtschaftswunderzeit.

Auch die ein oder ande­re Schmacht-Ballade aus die­ser Zeit fin­det den Weg zurück auf die Bühne und wird von der mehr­fach mit Preisen aus­ge­zeich­ne­ten Sängerin Moni Francis live und herz­zer­rei­ßend auf­ge­führt. Dagegen lässt Buddy Olly schon mal sei­ne Lederjacke in der Ecke ver­schwin­den, rockt auf der Bühne ab, singt den Rock´n´Roll live, wie er ursprüng­lich in den 50er-Jahren von sei­nem gro­ßen Idol Little Richard auf­ge­führt wur­de.

Live gesun­ge­ne Hits der 50er- & 60er-Jahre, lus­ti­ge und unglaub­li­che Geschichten, Tanzeinlagen, Erinnerungen, Komik. Kommen Sie mit auf eine Zeitreise in die 50er- & 60er-Jahre. Lassen Sie sich anste­cken von der Musik und dem Lebensgefühl die­ser Zeit. Denn Moni Francis & Buddy Olly spie­len die­se Wirtschaftswunder-Show nicht nur, sie leben sie!

Rock´n´Roll und Schlager sind aktu­el­ler denn je!
Ein Abend vol­ler Spaß, Erinnerungen und guter Laune!

18,00 €

Petticoat und Pomade

Sommerpause im Amalthea

Amalthea gönnt Ihnen und sich eine Sommerpause.

Die Pause nut­zen wir um uns aus­gie­big mit dem Theater zu beschäf­ti­gen und das nächs­te Jahr zu pla­nen. Lassen Sie sich über­ra­schen.

Natürlich kön­nen Sie wei­ter­hin Reservierungen per E‑Mail oder tele­fo­nisch vor­neh­men.

Nachfolgend unsere Termine für das 2. Halbjahr 2022: