Kabarett Radau — "Ich bin der Finck — leicht gedrosselt"

Freitag, 28. und Samstag, 29.

Februar 2020

20 Uhr

Werner Finck – Kabarettist unterm Hakenkreuz

Werner Finck war Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller. Er mach­te poli­ti­sches Kabarett, als ande­re längst nur noch „Kabarett“ mach­ten. In den Jahren 1929 bis 1935 war er der Conférencier und spä­ter Leiter der berühm­ten Berliner Katakombe, bis die­se auf Anordnung Goebbels geschlos­sen wird. Nach Gefängnis und Internierung im KZ Esterwegen trat er bis 1939 in zahl­rei­chen Berliner Kabaretts auf und ließ sich den Mund nicht ver­bie­ten. Das führt schließ­lich auf Anordnung Goebbels zum Ausschluss aus der Reichskulturkammer und zum Auftrittsverbot. Finck über­lebt als Soldat Krieg und Gewaltherrschaft, da vie­le Vorgesetzte ihn schüt­zen. Der Theaterkritiker Friedrich Luft schrieb über Werner Finck:

„Er hat­te kein Programm, auf eine Ideologie war er nie ein­ge­schwo­ren. Aber sein Witz und sei­ne Lust am Widerspruch und am Widerstand zuck­ten, sobald er das Gefühl hat­te, man wol­le sei­ne Freiheit beschnei­den.

Hineinhören in das Kabarett Radau kön­nen Sie auf sei­ner Homepage.

15,00 €

Paderborner Literaturtage — Ohrenspitzer: "Der Unsichtbare — ein Live-Hörspiel nach H.G. Wells"

Freitag

6.

Samstag

7.

März 2020

20 Uhr

„Er ist voll­kom­men wahn­sin­nig! Er ist der ver­kör­per­te Egoismus ohne eine Spur mensch­li­chen Fühlens. Er denkt an nichts als sei­nen eige­nen Vorteil. Er wird mor­den, wenn wir ihn nicht dar­an hin­dern kön­nen. Er wird eine Panik ver­brei­ten. Nichts kann ihn auf­hal­ten.“

Dr. Kemp in H.G. Wells „Der Unsichtbare“

Mit der Ankunft eines selt­sam ver­mumm­ten Mannes in einem Gasthaus in der eng­li­schen Provinz beginnt H. G. Wells eine schau­ri­ge Erzählung über die wun­der­sa­me und gleich­sam erschre­cken­de Verlockung des Unsichtbar-Seins. Im Zentrum der Geschichte steht Griffin, ein jun­ger Wissenschaftler, dem es gelun­gen ist, sich unsicht­bar zu machen. Zunächst von dem Zauber der neu­en Möglichkeiten ange­trie­ben, geht sei­ne Reise durch England ein­her mit einer Reise durch mora­li­sche Abgründe. Vom Dumme-Jungen-Streich zur Herrschaftsphantasie zeigt Wells schon im aus­ge­hen­den 19. Jahrhundert die Bandbreite mög­li­cher Entwicklungen wis­sen­schaft­li­cher Verheißungen.

Wer die Ohrenspitzer Paderborn in Bram Stokers „Dracula“, Jules Vernes´ „In 80 Tagen um die Welt“ oder „Die Schatzinsel“ von R. L. Stevenson gese­hen und gehört hat, weiß, dass die­ses Live-Hörspiel ein beson­de­res Erlebnis ist und den „Unsichtbaren“ erschre­ckend leben­dig und die unheim­li­che Geräuschewelt sicht­bar machen wird.

Es knis­tern, pfei­fen, klim­pern, hau­chen, fau­chen, lachen und lesen für Sie: Antje Tarampouskas, Emilia Tarampouskas, Timo Wiesemann, Stefan Bunte und Tobias Zenker.

Kommen und lau­schen Sie!

10,00 €

Paderborner Literaturtage — Werner Pfeil "Schwurstein"

Mittwoch

11.

März 2020

19.30 Uhr

DER SECHSTE SENNEKRIMI — LESUNG — EINTRITT FREI

Die Vorfreude wächst mit jedem Tag, denn im März gibt es nach mei­nen Büchern "ein Sommertag im Krieg" und der gemein­sam mit Klaus Sindern her­aus­ge­ge­be­nen Kurzgeschichtensammlung, den 6. Senne Krimi, "Schwurstein", der geheim­nis­voll, auf­wüh­lend und packend ist.

2002. Schützenfest in Hövelhof. Überfall auf einen Geldtransporter – gestoh­le­ne Millionen, ein schwer­ver­letz­ter Wachmann und ein Schwur, der zum Schweigen ver­pflich­tet. Die Polizei ist rat­los, doch noch jemand ist hin­ter der Lösung des Falls her. Das Motiv? Rätselhaft. 
Als Cold Case lan­det der Überfall auf dem Schreibtisch des Ermittlerduos Vincent Blohm und Melanie Schwarz. Eine Routine-Untersuchung wird plötz­lich brand­ak­tu­ell, als ein Mord geschieht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Zum sechs­ten Mal ermit­teln Vincent Blohm und Melanie Schwarz, pri­vat ein Paar, in einem erst nur mys­te­riö­sen, dann aber in einem Mordfall. Und wie bei den bis­her ver­öf­fent­lich­ten fünf Kriminalromanen von Werner Pfeil beginnt die Handlung, wen wundert’s noch, dort, wo der Autor gebo­ren wur­de und heu­te noch lebt: in der eigent­lich beschau­li­chen Sennegemeinde Hövelhof.

Ulrich Zehfuß — "Dünnes Eis"

Freitag

13.

März 2020

20 Uhr

Präzise Beobachtungen von den Bruchstellen des Lebens

Ob Zehfuß über die Unmöglichkeit der Liebe, über Ludwigshafen am Rhein, über den Spargelanbau oder die betäu­ben­de Wirkung all­täg­li­cher Routine singt – immer ist sein Mittel die exak­te Beobachtung, die im Zuhörer prä­zi­se Bilder ent­ste­hen las­sen. Zehfuß ver­misst die Wirklichkeit von den Fixpunkten erin­ner­ter Orte und Zustände aus, so dass der Zuhörer wie in einem Planetarium die Sternbilder der eige­nen Erfahrungen vor Augen hat. Der Albumtitel „Dünnes Eis“ spielt dar­auf an, dass es in vie­len Liedern um die Brüche geht, die im Leben zuta­ge tre­ten, das Ambivalente, das Vorläufige, das fas­zi­nie­rend Gefährliche. Es geht um den Bruch, über den Leonard Cohen in sei­nem berühm­ten Song singt: "There's a crack in ever­ything. That's how the light gets in."

Zehfuß‘ musi­ka­li­scher Ansatz dient dem Erzählen sei­ner Geschichten. Im Zentrum steht die erzäh­len­de Stimme, die, pas­send zu den Liedern, das Brüchige ris­kiert und gera­de dadurch ihre emo­tio­na­le Intensität gewinnt. Auch die von Mathias Kiefer ein­ge­rich­te­ten Arrangements sind so ange­legt, dass sie die erzähl­ten Geschichten unter­stüt­zen, eben­so zurück­hal­tend wie auf den Punkt umge­setzt von Matthias Debus, Bass, Sebastian Henzl, Keyboards und Benjamin Scheufler, Schlagzeug und Perkussion. Als wei­te­rer Gast bringt der Bremer Marco Trochelmann mit der Fujara, einer slo­wa­ki­schen Bassflöte, eine außer­ge­wöhn­li­che Note in den Gesamtklang ein.

So ent­steht mit weni­gen, bewusst ein­ge­setz­ten Mitteln im Titelstück „Dünnes Eis“ im Zuhörer das erschre­cken­de und auf­re­gen­de Gefühl, über einen gera­de zuge­fro­re­nen Waldsee zu gehen, über dün­nes Eis. Die Allgemeingültigkeit und Übertragbarkeit sei­ner Aussage gewinnt es gera­de aus der Konzentration auf eine kon­kre­te Situation.

Über ihn kön­nen Sie sich bei Wikipedia infor­mie­ren und in sei­ne Musik auf sei­ner Homepage hin­ein­schnup­pern.

15,00 €

Bernd Lafrenz — "Hamlet — frei-komisch nach Shakespeare"

Samstag

21.

März 2020

20 Uhr

Was dem Goethe sein Gründgens ist dem Shakespeare sein Lafrenz – zumin­dest für den Freund der gepfleg­ten Kleinkunst. Denn statt den Theatertempel sucht Bernd Lafrenz die Intimität der Kabarettbühne für sei­ne frei­geis­ti­gen Adaptionen der Shakespeare-Klassiker. Heute steht übri­gens „Hamlet“ auf dem Spielplan.
Rache und Intrige – nor­ma­ler­wei­se ist der Stoff, aus dem Shakespeares „Hamlet“ ist, ein gefun­de­nes Fressen für die Boulevardpresse: Ein Bruder- und Vatermord, den der Sohn und Thronfolger süh­nen soll und der schließ­lich nach aller­hand Ränke und Klingenkreuzen selbst sein Leben ver­liert. Garniert ist das Ganze natür­lich noch mit Freundschaft und Liebe – die Handlung des Bühnenklassikers mit dem berühm­ten Zitat von Sein oder Nichtsein ist jedem Theaterfreund bekannt.
„Der Rest ist Schweigen“, könn­te man nun den Prinzen zitie­rend schlie­ßen, wenn die „Hamlet“-Aufführung nicht etwas ganz Besonderes wäre: Bernd Lafrenz spielt Hamlet. Und den Geist des ermor­de­ten Vaters auch. Darüber hin­aus den Mörder Claudius. Und den Freund Laertes. Und natür­lich auch die Mutter Gertrude und die gelieb­te Ophelia. Nicht zu ver­ges­sen: Regie führt er natür­lich auch.
Man könn­te mei­nen, dass Bernd Lafrenz einen Lieblingscharakter hat. Aber wenn, rückt er damit nicht her­aus. Der immo­bi­le Prinz, der sein Königreich gegen ein Pferd tau­schen möch­te, der pfif­fi­ge Hofnarr Yorick, die ver­zwei­fel­te Ophelia, der alters­schwa­che Geist – sämt­li­che Rollen gibt er mit der glei­cher Intensität und Hingabe.
Heute also „Hamlet“ – natür­lich ohne Gewähr, dass auch jedes Wort so bei Shakespeare steht! Hier ist das Spiel wich­ti­ger als Kulisse und Requisite; und viel­leicht kann Lafrenz genau des­we­gen mit vie­len ein­ge­streu­ten Pointen und frei­en Assoziationen sei­nen Helden ein Leben ein­hau­chen, des­sen Vitalität eine gro­ße Bühne fast zwangs­läu­fig schul­dig blei­ben muss.

Kostproben gibt es auf sei­ner Homepage und mehr Infos bei Wikipedia.

15,00 €

"Jürgen Rau und Richard Rossbach — Rock Tales"

Samstag

28.

März 2020

20 Uhr

Ein unter­halt­sa­mer Mix aus span­nen­den, amü­san­ten Rock‑u. Pop-Storys, Live-Hits & Multimedia. Zwei sym­pa­thi­sche Musiker mit einem Abend vol­ler Anekdoten und legen­dä­rer Melodien — auf vie­len Instrumenten.

Der eine war vie­le Jahre in hohen Positionen bei Schallplatten-Konzernen, traf gro­ße Stars. Jetzt prä­sen­tiert er sei­ne Lieblings-Geschichten aus dem Backstage-Bereich — zusam­men mit sei­nem Produzenten, per Leinwand & Livemusik. Anekdoten nach Noten!

Jürgen Rau arbei­te­te vie­le Jahre in ver­ant­wort­li­chen Positionen bei gro­ßen Schallplatten- Konzernen, für Megastars & Newcomer. Kein Wunder, dass er dabei viel Erzählenswertes erlebt hat. Jetzt prä­sen­tiert er sei­ne Lieblings-Anekdoten nach Noten aus dem Backstage-Bereich. Der Hamburger, ein wan­deln­des Musik-Lexikon, plau­dert aus dem Nähkästchen des Rock'n'Roll und erzählt amü­san­te Hintergrund-Geschichten von sei­nen Begegnungen mit den Größen des Musikbusiness…

…und dazu mit­ten­drin und zwi­schen­durch immer alle legen­dä­ren Welt-Hits! — Live natür­lich! Stets nahe am Original, ohne zu kopie­ren, und mit dem nöti­gen Respekt vor den gro­ßen Kompositionen und dem Anspruch an sich selbst. „the best of the best“, und vom Besten soll man ja bekannt­lich nie genug krie­gen!

Musikalisch ein­ge­rahmt wird das char­man­te Spektakel vom musi­ka­li­schen Tausendsassa und Produzenten Richard Rossbach - der stu­dier­te Multi-Instrumentalist und Studio-Inhaber ist schon fast selbst eine
leben­de Legende. Und bleibt — trotz allem — stolz auf sei­nen ers­ten Echo!

Im Zeitraffer strom­ern die Beiden lau­nig durch die Musikgeschichte: mit augen­zwin­kern­dem Humor und gro­ßer Spielfreude ent­steht bei ihren Auftritten oft eine fan­tas­ti­sche Mitsing- Atmosphäre. Natürlich kön­nen sich die Zuhörer aber auch zurück­leh­nen und genie­ßen. Rock Tales, kom­bi­niert mit Videoprojektionen und zum Teil noch nie gezeig­ten Fotos, im Wechsel mit groß­ar­ti­ger Live-Musik und ech­tem Rock'n'Pop-Feeling: die größ­ten Hits und bes­ten Songs der bes­ten Bands und Künstler. — Für Fans und Musik-inter­es­sier­te, die ein­mal hin­ter die Kulissen des Rock- und Pop-Business bli­cken möch­ten!

Der Kulturmanager und Musik-Journalist Jürgen Rau ist Autor meh­re­rer Bücher über Musik. In sei­nem beweg­ten Rock'n'Roll-Leben traf er gro­ße Legenden und arbei­te­te mit vie­len Top-Stars – von eini­gen soll hier die Rede sein. — Für die jün­ge­ren Musikfans ein tie­fer Geschichts-Unterricht in Sachen Rock- und Pop. Und die Reiferen unter uns erhal­ten Antworten auf vie­le unge­stell­te Fragen! Mindestens!

So gese­hen, ist es auch eine span­nen­de Reise durch die Rock-History! Oder wie John Lennon sag­te: “A splendid time is gua­ran­te­ed for all!“

Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen. Außer einem Konzert-Besuch!

15,00 €

Carolin Karnuth — "Endstation: Liebe!"

Samstag

4.

April 2020

20 Uhr

Endstation: Liebe!

Carolin Karnuth, Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin in Berlin, prä­sen­tiert, zusam­men mit ihrem Paderborner Pianisten und Co-Komponisten Eckhard Wiemann, einen bun­ten Soloabend über die Liebe.

Ein abwechs­lungs­rei­cher Lieblingsliedermix aus ihren drei Soloprogrammen,
viel­fäl­tig in den Genres:
Neben eige­nen deutsch­spra­chi­gen Liedern des Duos,
kom­men eben­so Jacques Brel, Christiane Weber und Benjamin Britten zu Wort. Angereichert mit Popsongklassikern bekann­ter Größen wie Amy Winehouse und Prince und sogar ein Voodoo — Blues Song ist mit an Bord.

Mal hei­ter, mal melan­cho­lisch führt die Vollblut-Entertainerin mit locker-tro­cke­nem, selbst­iro­ni­schem Humor, köl­scher Herzlichkeit und einem Hauch Berliner Schnauze durch einen kurz­wei­li­gen, tem­pe­ra­ment­vol­len Abend über das schöns­te der Gefühle. Begleitet wird sie dabei von ihrem Pianisten und Tastennaturtalent Eckhard Wiemann. Steigen Sie also aus und ver­wei­len Sie an der Endstation: Liebe!

Ihre Homepage ver­rät mehr.

15,00 €

Matthias Kunz und Rhaban Straumann — "Milchmädchenrechnung"

Freitag und Samstag

24. und 25.

April 2020

20 Uhr

«Auch wenn sie sich unab­läs­sig zwi­schen Deutschland und der Schweiz bewe­gen, der Humor ist Britisch.» (Stuttgarter Nachrichten)

Die zwei alten Freunde Ruedi & Heinz geben ein wun­der­ba­res Bühnenpaar. Kürzlich sind sie umge­zo­gen, vom Daheim ins Heim. Der gries­grä­mi­ge Heinz und der unge­bro­chen lebens­fro­he Ruedi haben an Eigenständigkeit ver­lo­ren und an men­ta­ler Freiheit gewon­nen. Sie rech­nen nicht mehr mit viel und damit rech­nen sie lust­voll ab, nicht nur mit dem Dschungel des Gesundheitssystems und den eige­nen Gebrechen. Für die Schweizer Version von «Waldorf & Statler» trägt der Fachkräftemangel mit Witold einen Namen.

Lustvoll weh­ren sich Ruedi und Heinz gegen Alltagstrott und Langeweile. Plötzlich machen selt­sa­me Ahnungen zumin­dest Heinz einen Strich durch die Rechnung. Bestärkt durch das Tageshoroskop ver­folgt er einen heim­li­chen Plan. Nur wie kann er Ruedi dazu bewe­gen, sich auf das, wor­an er nicht glau­ben will, vor­zu­be­rei­ten? Ruedi lässt sich nicht beein­dru­cken. Ständig ist er mit sei­nem Rollator auf Achse. Bis sich die Abenteuerlust sogar auf Heinz über­trägt und es für die kon­ge­nia­le Schicksalsgemeinsschaft kein Halten mehr gibt. «Milchbüechlirächnig» mün­det in ein kaba­ret­tis­ti­sches, aber­wit­zi­ges Roadmovie in dem sich Raum und Zeit auf­lö­sen.

Die Ruedi & Heinz zuge­schrie­be­ne Mischung aus «Muppet Show» und «Warten auf Godot», schwar­zem Humor und Existentialität pfle­gen Strohmann-Kauz wei­ter. Ihr Spiel ist ein unver­fro­re­nes Wechseln zwi­schen Humor und Ernsthaftigkeit, lust­voll, wit­zig, intel­li­gent. Das Publikum darf pen­deln zwi­schen zu Tränen gerührt und Tränen gelacht. Das Satireduo ver­packt sein jüngs­tes Theaterkabarett in eine schö­ne Geschichte. Darin ein­ge­floch­ten wer­den gros­se Altersthemen und gros­se, alte Themen, zwi­schen­zei­li­ge Gesellschaftskritik und kri­ti­scher Zeitgeist. Ruedi und Heinz genies­sen ihre schier gren­zen­los fre­che Narrenfreiheit.

Nachzulesen auch auf deren Homepage.
Hineinschnuppern (auf Hochdeutsch) kann man auf Youtube.

15,00 €

Erwin Grosche und Wendelin Haverkamp — "Und ich mach dummes Zeug"

Freitag und Samstag

15. und 16.

Mai 2020

20 Uhr

Die bei­den ken­nen und mögen sich seit Jahrzehnten und haben schon oft Abende gemein­sam bestrit­ten. Ob Düsseldorf, Aachen oder Harsewinkel, es fehl­te ein­fach noch Paderborn, und so unter­schied­lich sie auf der Bühne auch manch­mal wir­ken mögen, so gut pas­sen gera­de die Unterschiede zusam­men.

Gemeinsam ist Erwin Grosche und Wendelin Haverkamp seit lan­ger Zeit die Bewunderung für ihren gro­ßen Kollegen Hanns Dieter Hüsch, dem bei­de freund­schaft­lich ver­bun­den waren. Seit lan­gem woll­ten sie ihm einen gemein­sa­men Abend wid­men, und sein 10. Todestag war Anlass für eine ech­te Paderborn-Premiere.

„Und ich mach dum­mes Zeug“, heißt nicht nur eine Liedzeile von Hüsch, son­dern ist auch Motto für das Programm, das Haverkamp und Grosche am Freitag, dem 15. Mai und am Samstag, dem 16. Mai zum zwei­ten Mal im Paderborner Amalthea Theater auf die Bretter brin­gen. Es gibt Originalstücke von Hüsch, umar­ran­giert auf Grosche und Haverkamp, es gibt Dialoge aus dem dama­li­gen Liveprogramm „Hüsch&Haverkamp“, in denen Grosche in die Rolle Hüschs schlüpft, und es gibt Werke der bei­den, die eine Wahlverwandtschaft mit Hüsch ahnen las­sen.

Mit viel Komik und Witz, mal nach­denk­lich und bis­sig, von musi­ka­lisch bis wort­ver­ses­sen, in jedem Fall aber höchst unter­halt­sam. Der Kabarettexperte emp­fiehlt: Unbedingt hin­ge­hen!

15,00 €

Stefan Waghubinger — "Jetzt hätten die guten Tage kommen können."

Freitag

22.

Mai 2020

20 Uhr

In sei­nem drit­ten Soloprogramm hat es Waghubinger ganz nach oben geschafft. Auf dem Dachboden der Garage sei­ner Eltern sucht er eine lee­re Schachtel und fin­det den, der er mal war, den, der er mal wer­den woll­te und den, der er ist.
Es wird also eng zwi­schen zer­brech­li­chen Wünschen und zer­bro­che­nen Blumentöpfen, zumal da noch die Führer der gro­ßen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auf­tau­chen.

90 Minuten glän­zen­de Unterhaltung trotz ver­staub­ter Oberflächen. Aber Vorsicht, zwi­schen den mor­schen Brettern geht es in die Tiefe.

„Es ist tief­trau­rig und zugleich zum Brüllen komisch, banal und zugleich ver­blüf­fend geist­reich, zynisch und zugleich warm­her­zig. Vor allem aber ist es eins: ver­dammt gut.” Böblinger Bote

„Federleicht und geschlif­fen Es gibt nur weni­ge Kabarettisten, die es mit Waghubingers Formulierungskunst auf­neh­men kön­nen- und es gibt nur ganz weni­ge Kollegen, bei denen geschlif­fe­nen Texte so feder­leicht durch den Saal schwe­ben.”
Allgemeine Zeitung Mainz

„Plötzlich hat man kei­nen Boden mehr unten den Füßen und dann hat man Angst ohne Grund” (aus: „Jetzt hät­ten die guten Tage kom­men kön­nen”)

Filmaufnahmen kann man sich auf sei­ner Homepage anse­hen und wer noch neu­gie­ri­ger ist schaut bei Wikipedia nach.

15,00 €

Rainer Hustedt und Glenn Pedro Buchholtz — ODALA VIDA — Die schönsten Gedichte Pablo Nerudas

Freitag

11.

September 2020

20 Uhr

„Ode an das Leben“ Die schöns­ten Gedichte des chi­le­ni­schen Lyrikers Pablo Neruda
Gesprochen und gespielt von Rainer Hustedt (Stadttheater Gießen) und musi­ka­lisch unter­stützt von

Glenn Pedro Buchholtz

Das Leben des Nobelpreisträgers Pablo Neruda ist geprägt von der Suche nach Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Sein poe­ti­sches Werk ist Ausdruck für die Bedürfnisse und Wünsche des klei­nen Mannes. Neben den berühm­ten Liebesgedichten wird es an die­sem Morgen auch humor­vol­le Momente geben, und da Neruda nicht nur die Liebe, son­dern auch gutes Essen und guten Wein moch­te, gibt es auch davon eine Kleinigkeit zum Probieren.

Der Nobelpreisträger Pablo Neruda wur­de am 12. Juli 1904 in Chile gebo­ren, war Professor, Diplomat, Konsul, kom­mu­nis­ti­scher Senator in Chile, starb kurz nach dem Militärputsch gegen die Allende-Regierung am 29.9.1973 in Santiago de Chile.

In einer thea­tra­len Live- Performance wird Rainer Hustedt Gedichte des chi­le­ni­schen Dichters spre­chen, der in Chile gebo­re­ne Glenn Pedro Buchholtz wird musi­ka­lisch unter­stüt­zen und das ein oder ande­re Gedicht im Original spre­chen.

15,00 €

Lothar Jahn — "Zwischen Liebe und Zorn" — Rockmusik in der DDR

Samstag

26.

September 2020

20 Uhr

ZWISCHEN LIEBE UND ZORN
Rockmusik in der DDR

Erst ver­bo­ten, dann miss­trau­isch beäugt, schließ­lich staat­lich geför­dert und kon­trol­liert wur­den die Rockbands in der DDR. Unter die­sem Druck ent­wi­ckel­ten sie aber einen ganz eige­nen Stil: Melancholische Rocksongs mit poe­ti­schen, deutsch­spra­chi­gen Texten, in deren Zentrum die Sehnsucht nach Freiheit stand. Dies bele­gen Klassiker wie „Albatros“ (Karat), „Nach Süden“ (Lift), „Perlenfischer“ (Puhdys), „Als ich wie ein Vogel war“ (Renft) und allen vor­an der Welthit „Am Fenster“ (City). Lieder wie Karats „Über sie­ben Brücken“ hiel­ten die Hoffnung wach, auch dunk­le Jahre zu über­ste­hen…

Mit Worten, Geschichten & Musik — von und mit Dr. Lothar Jahn, Musikwissenschaftler, Kulturmanager, Vortragsreisender und Musiker aus Hofgeismar, der sich in sei­nen Klangreisen mit gro­ßem Erfolg mit den musi­ka­li­schen Wegbegleitern sei­nes Lebens von den Beatles über Pink Floyd und David Bowie bis hin zu Mike Oldfield und Ougenweide aus­ein­an­der­setzt. Diesmal erfüllt er sich einen lang geheg­ten Traum: sich ganz dem Ostrock hin­zu­ge­ben.

15,00 €

Erwin Grosche — "Wie aus heiterem Himmel — Gedankenblitze und poetische Niederschläge"

Freitag

9.

Oktober 2020

Samstag

10.

Oktober 2020

20 Uhr

Kenner der Szene hal­ten Erwin Grosche für den unge­wöhn­lichs­ten Kabarettisten Deutschlands: „Was für ein merk­wür­di­ges klei­nes Männchen. Wie von einem ande­ren Planeten. Diese weit auf­ge­ris­se­nen Augen, die­ser leicht irre Blick, und dazu haut er auch noch auf die Trommel. Was ist das? Ein in die Jahre gekom­me­nes Grasssches Oskarchen? Oder ein Onkel von Karlson vom Dach?.
In sei­nem per­fek­ten Schneideranzug könn­te er auch ein Nachfahre eines vor­neh­men Varieté-Liliputaners sein. Oder ein spa­ni­scher Hofnarr aus einem Gemälde von Velazquez. Jetzt macht er den Mund auf. Merkwürdige Wörter pur­zeln her­aus. Vielleicht ist der son­der­ba­re klei­ne Mann ein Gesandter aus dem dada­is­ti­schen Jenseits?“
Wer Erwin Grosche auf der Bühne erlebt, reibt sich ver­wun­dert die Augen. Da sitzt ein gut geklei­de­ter Mann in den bes­ten Jahren an einem schwar­zen Kinderklavier und spricht über Gott und die Welt. Er spielt auch Akkordeon. Ein klei­nes rotes. Und sing sehr poe­ti­sche Lieder vom Glück, vom Alter und von Hausstaubmilden. Erwin Grosche kann man nicht beschrei­ben. Er ver­rückt sein Publikum und bringt es auf schie­fe Bahnen. Seine Bühnentexte nennt Grosche Stücke. Es sind raf­fi­niert kom­po­nier­te Expeditionen in eine Welt, die immer ein wenig schräg zum Alltäglichen liegt. Oft kom­men sie als Beinahelieder mit mini­mao­is­ti­scher Instrumentalbegleitung daher, manch­mal als phi­lo­so­phi­sche Betrachtungen, die zwi­schen Albernheit und Tiefsinn tau­meln. Wer ihn nicht gese­hen hat, ver­passt viel­leicht das absur­des­te Innere-Welten-Abenteuer sei­nes Kleinkunstfanlebens. Denn ob Erwin Grosche wie­der­kommt und nicht ein­fach auf einem ande­ren Planeten ver­schwin­det, ist nicht gewiss.

15,00 €

Fee Badenius — "Feederleicht"

Freitag

23.

Oktober 2020

20 Uhr

Fee Badenius (*1986) lebt und arbei­tet im Ruhrgebiet. Sie ist Preisträgerin zahl­rei­cher Kleinkunstpreise, u.a. der Meißner Drossel, der Sulzbacher Salzmühle und des Obernburger Mühlsteins. Sie hat bereits in meh­re­ren TV-Formaten mit­ge- wirkt, dar­un­ter NUHR ab 18, Nightwash und Ladies Night. Das Video ihres Auftritts bei NUHRab 18 erreich­te bei Facebook mehr als 10 Mio. Aufrufe.

Fee Badenius ist inso­fern eine Rarität in der Kabarett-und Kleinkunstlandschaft, als sie auf die übli­chen, bewähr­ten Mittel des bei­ßen­den Spotts, der ver­ächt­li­chen Ironie, der lär­men­den Aggression ver­zich­tet. Sie ist im Gegenteil von einer so ganz und gar unan­ge­streng­ten, lie­bens­wer­ten Natürlichkeit und Zimmertemperatur, dass man sie sofort mag und sich in dem, was sie vor­trägt, bereit­wil­lig gespie­gelt fin­det. Aber Achtung: Nachdem sie mit ein paar sub­ti­len, sprach­lich erst­klas­si­gen, aber inhalt­lich eini­ger­ma­ßen harm­los-hei­te­ren Liedern das vol­le Einverständnis des Publikums gewon­nen hat, zwingt sie es eben­so mil­de, aber bestimmt, sich selbst zu betrach­ten – und schon ist jeder ideo­lo­gi­sche Widerstand zweck­los und das Wohlbefinden nach­hal­tig gestört.
Sie sieht mit dem Herzen, ohne kit­schig oder belang­los zu wer­den, erhebt sich, wo sie kri­tisch wird, nicht über ihr Pu-bli­kum und grenzt sich doch freund­lich, aber bestimmt ab, wo es nötig ist – von ihrer Freundin eben­so wie von mili­tan­ten Vegetariern und allem ideo­lo­gisch Verbohrten.

Bei Fee Badenius, und das ist sel­ten, klappt bei­des, Wort und Musik: Ihr fal­len ori­gi­nel­le, durch­aus außer­ge­wöhn­li­che Texte ein, die sie mit Tonfolgen ver­sieht, deren Abfolge man nicht schon ahnt, bevor sie tat­säch­lich erklin­gen. Wunderschön beglei­tet wer­den ihre Lieder von Johannes Still an Piano und Akkordeon, Jochen Reichert am Kontrabass und Christoph Helm an Schlagzeug und Percussion.

15,00 €