Termin

Erwin Grosche — "Wie aus heiterem Himmel — Gedankenblitze und poetische Niederschläge"

Freitag

9.

Oktober 2020

Samstag

10.

Oktober 2020

20 Uhr

Kenner der Szene hal­ten Erwin Grosche für den unge­wöhn­lichs­ten Kabarettisten Deutschlands: „Was für ein merk­wür­di­ges klei­nes Männchen. Wie von einem ande­ren Planeten. Diese weit auf­ge­ris­se­nen Augen, die­ser leicht irre Blick, und dazu haut er auch noch auf die Trommel. Was ist das? Ein in die Jahre gekom­me­nes Grasssches Oskarchen? Oder ein Onkel von Karlson vom Dach?.
In sei­nem per­fek­ten Schneideranzug könn­te er auch ein Nachfahre eines vor­neh­men Varieté-Liliputaners sein. Oder ein spa­ni­scher Hofnarr aus einem Gemälde von Velazquez. Jetzt macht er den Mund auf. Merkwürdige Wörter pur­zeln her­aus. Vielleicht ist der son­der­ba­re klei­ne Mann ein Gesandter aus dem dada­is­ti­schen Jenseits?“
Wer Erwin Grosche auf der Bühne erlebt, reibt sich ver­wun­dert die Augen. Da sitzt ein gut geklei­de­ter Mann in den bes­ten Jahren an einem schwar­zen Kinderklavier und spricht über Gott und die Welt. Er spielt auch Akkordeon. Ein klei­nes rotes. Und sing sehr poe­ti­sche Lieder vom Glück, vom Alter und von Hausstaubmilden. Erwin Grosche kann man nicht beschrei­ben. Er ver­rückt sein Publikum und bringt es auf schie­fe Bahnen. Seine Bühnentexte nennt Grosche Stücke. Es sind raf­fi­niert kom­po­nier­te Expeditionen in eine Welt, die immer ein wenig schräg zum Alltäglichen liegt. Oft kom­men sie als Beinahelieder mit mini­mao­is­ti­scher Instrumentalbegleitung daher, manch­mal als phi­lo­so­phi­sche Betrachtungen, die zwi­schen Albernheit und Tiefsinn tau­meln. Wer ihn nicht gese­hen hat, ver­passt viel­leicht das absur­des­te Innere-Welten-Abenteuer sei­nes Kleinkunstfanlebens. Denn ob Erwin Grosche wie­der­kommt und nicht ein­fach auf einem ande­ren Planeten ver­schwin­det, ist nicht gewiss.
Mehr zu Erwin Grosche fin­det man auf sei­ner Internet-Seite und bei Wikipedia.

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