Termin

Bernd Lafrenz — "Hamlet — frei-komisch nach Shakespeare"

Samstag

21.

März 2020

20 Uhr

Was dem Goethe sein Gründgens ist dem Shakespeare sein Lafrenz – zumin­dest für den Freund der gepfleg­ten Kleinkunst. Denn statt den Theatertempel sucht Bernd Lafrenz die Intimität der Kabarettbühne für sei­ne frei­geis­ti­gen Adaptionen der Shakespeare-Klassiker. Heute steht übri­gens „Hamlet“ auf dem Spielplan.
Rache und Intrige – nor­ma­ler­wei­se ist der Stoff, aus dem Shakespeares „Hamlet“ ist, ein gefun­de­nes Fressen für die Boulevardpresse: Ein Bruder- und Vatermord, den der Sohn und Thronfolger süh­nen soll und der schließ­lich nach aller­hand Ränke und Klingenkreuzen selbst sein Leben ver­liert. Garniert ist das Ganze natür­lich noch mit Freundschaft und Liebe – die Handlung des Bühnenklassikers mit dem berühm­ten Zitat von Sein oder Nichtsein ist jedem Theaterfreund bekannt.
„Der Rest ist Schweigen“, könn­te man nun den Prinzen zitie­rend schlie­ßen, wenn die „Hamlet“-Aufführung nicht etwas ganz Besonderes wäre: Bernd Lafrenz spielt Hamlet. Und den Geist des ermor­de­ten Vaters auch. Darüber hin­aus den Mörder Claudius. Und den Freund Laertes. Und natür­lich auch die Mutter Gertrude und die gelieb­te Ophelia. Nicht zu ver­ges­sen: Regie führt er natür­lich auch.
Man könn­te mei­nen, dass Bernd Lafrenz einen Lieblingscharakter hat. Aber wenn, rückt er damit nicht her­aus. Der immo­bi­le Prinz, der sein Königreich gegen ein Pferd tau­schen möch­te, der pfif­fi­ge Hofnarr Yorick, die ver­zwei­fel­te Ophelia, der alters­schwa­che Geist – sämt­li­che Rollen gibt er mit der glei­cher Intensität und Hingabe.
Heute also „Hamlet“ – natür­lich ohne Gewähr, dass auch jedes Wort so bei Shakespeare steht! Hier ist das Spiel wich­ti­ger als Kulisse und Requisite; und viel­leicht kann Lafrenz genau des­we­gen mit vie­len ein­ge­streu­ten Pointen und frei­en Assoziationen sei­nen Helden ein Leben ein­hau­chen, des­sen Vitalität eine gro­ße Bühne fast zwangs­läu­fig schul­dig blei­ben muss.

Kostproben gibt es auf sei­ner Homepage und mehr Infos bei Wikipedia.

15,00 €