Theater in Zeiten von Corona — geht das?

Wir meinen mit Sicherheit ja!

Aber eini­ges muss sich ändern, damit alles so bleibt wie es ist (Lampedusa), näm­lich gesun­der Spaß im Amalthea.

Wie es bei uns abläuft, erfah­ren Sie unter Aktuelles.

Und das Programm für die­sen Herbst steht wei­ter unten.

Lothar Jahn — "Zwischen Liebe und Zorn" — Rockmusik in der DDR

Samstag

26.

September 2020

20 Uhr

ZWISCHEN LIEBE UND ZORN
Rockmusik in der DDR

Erst ver­bo­ten, dann miss­trau­isch beäugt, schließ­lich staat­lich geför­dert und kon­trol­liert wur­den die Rockbands in der DDR. Unter die­sem Druck ent­wi­ckel­ten sie aber einen ganz eige­nen Stil: Melancholische Rocksongs mit poe­ti­schen, deutsch­spra­chi­gen Texten, in deren Zentrum die Sehnsucht nach Freiheit stand. Dies bele­gen Klassiker wie „Albatros“ (Karat), „Nach Süden“ (Lift), „Perlenfischer“ (Puhdys), „Als ich wie ein Vogel war“ (Renft) und allen vor­an der Welthit „Am Fenster“ (City). Lieder wie Karats „Über sie­ben Brücken“ hiel­ten die Hoffnung wach, auch dunk­le Jahre zu über­ste­hen…

Mit Worten, Geschichten & Musik — von und mit Dr. Lothar Jahn, Musikwissenschaftler, Kulturmanager, Vortragsreisender und Musiker aus Hofgeismar, der sich in sei­nen Klangreisen mit gro­ßem Erfolg mit den musi­ka­li­schen Wegbegleitern sei­nes Lebens von den Beatles über Pink Floyd und David Bowie bis hin zu Mike Oldfield und Ougenweide aus­ein­an­der­setzt. Diesmal erfüllt er sich einen lang geheg­ten Traum: sich ganz dem Ostrock hin­zu­ge­ben.

3-Ziegen-Bild
Amalthea on Tour

Das Amalthea-Team ist die­ses Mal unter­wegs und hat das Theater gleich mit ein­ge­packt. Die Rockmusik wird Ihnen des­halb prä­sen­tiert im schö­nen Wasungen in Thüringen und zwar im Weyenhof, im alten Fabriksaal in der Schulgasse 2 in 98634 Wasungen.
Openstreetmap weist Ihnen den Weg.

18,00 €

Erwin Grosche — "Wie aus heiterem Himmel — Gedankenblitze und poetische Niederschläge"

Samstag

10.

Oktober 2020

20 Uhr

Kenner der Szene hal­ten Erwin Grosche für den unge­wöhn­lichs­ten Kabarettisten Deutschlands: „Was für ein merk­wür­di­ges klei­nes Männchen. Wie von einem ande­ren Planeten. Diese weit auf­ge­ris­se­nen Augen, die­ser leicht irre Blick, und dazu haut er auch noch auf die Trommel. Was ist das? Ein in die Jahre gekom­me­nes Grasssches Oskarchen? Oder ein Onkel von Karlson vom Dach?.
In sei­nem per­fek­ten Schneideranzug könn­te er auch ein Nachfahre eines vor­neh­men Varieté-Liliputaners sein. Oder ein spa­ni­scher Hofnarr aus einem Gemälde von Velazquez. Jetzt macht er den Mund auf. Merkwürdige Wörter pur­zeln her­aus. Vielleicht ist der son­der­ba­re klei­ne Mann ein Gesandter aus dem dada­is­ti­schen Jenseits?“
Wer Erwin Grosche auf der Bühne erlebt, reibt sich ver­wun­dert die Augen. Da sitzt ein gut geklei­de­ter Mann in den bes­ten Jahren an einem schwar­zen Kinderklavier und spricht über Gott und die Welt. Er spielt auch Akkordeon. Ein klei­nes rotes. Und sing sehr poe­ti­sche Lieder vom Glück, vom Alter und von Hausstaubmilden. Erwin Grosche kann man nicht beschrei­ben. Er ver­rückt sein Publikum und bringt es auf schie­fe Bahnen. Seine Bühnentexte nennt Grosche Stücke. Es sind raf­fi­niert kom­po­nier­te Expeditionen in eine Welt, die immer ein wenig schräg zum Alltäglichen liegt. Oft kom­men sie als Beinahelieder mit mini­mao­is­ti­scher Instrumentalbegleitung daher, manch­mal als phi­lo­so­phi­sche Betrachtungen, die zwi­schen Albernheit und Tiefsinn tau­meln. Wer ihn nicht gese­hen hat, ver­passt viel­leicht das absur­des­te Innere-Welten-Abenteuer sei­nes Kleinkunstfanlebens. Denn ob Erwin Grosche wie­der­kommt und nicht ein­fach auf einem ande­ren Planeten ver­schwin­det, ist nicht gewiss.
Mehr zu Erwin Grosche fin­det man auf sei­ner Internet-Seite und bei Wikipedia.

18,00 €

Markus Kiefer — Ich bin nicht die Leander

Samstag

17.

Oktober 2020

20 Uhr

Ausgerechnet an der Raststätte Stuckenbrock trifft ein klei­ner Malocher mit sei­nem Kollegen auf die gro­ße Zarah Leander.
Bei einer Portion Pommes erteilt sie ihnen den schick­sal­haf­ten Auftrag:

„Kinder, geht hin­aus in die Welt und singt mei­ne Lieder!“

Gesagt, getan.

Eine Phantasiereise beginnt, die die Freunde vom Schrottplatz Gelsenkirchen nach Castrop Rauxel — Den Haag — Paris — New York führt.
Und noch ande­re über­ra­schen­de Kurven ent­hält.
Es ist eine skur­ri­le, schrill — absur­de Geschichte

… in die man bei Youtube hin­ein­hö­ren kann.
Über Markus Kiefer erfährt man mehr auf sei­ner Homepage.

18,00 €

Amalathea

Diesmal fin­den Sie uns im
FORUM St. LIBORIUS, Grube 3 (neben der GAU-Kirche)

Kiefer - Ich bin nicht die Leander

Fee Badenius — SOLO

Freitag

23.

Oktober 2020

20 Uhr

Nach 10 Jahren auf der Bühne mit Liedern und Texten ist es Zeit, Bilanz zu zie­hen.
Fee Badenius ́ ers­ter Solo-Abend ist aber kein Best-Of, kei­ne blo­ße Aneinanderreihung von bekann­ten Liedern, viel­mehr ist es ein musi­ka­li­sches Poesiealbum. Bekannte Nummern ste­hen hier gleich­wer­tig neben sel­ten gespiel­ten Raritäten, die nicht auf CD auf­ge­nom­men oder nur sel­ten live gespielt wur­den. Dazu erzählt Fee Badenius in ihrer unnach­ahm­lich sym­pa­thi­schen Art Geschichten über die Lieder hin­aus, Erlebnisse vom Tour-Alltag durch ein skur­ri­les Deutschland, vom Leben im Ruhrgebiet und von der Entstehung ihrer Musik.

Ein Abend, der lus­tig und poe­tisch, musi­ka­lisch und sprach­ver­liebt zugleich in die Gedankenwelt der Liedermacherin Fee Badenius ein­führt und an dem selbst lang­jäh­ri­ge Fans noch Neues ent­de­cken kön­nen.

Ihre Homepage: https://​www​.fee​ba​de​ni​us​.de

18,00 €

Kabarett Radau — "Ich bin der Finck — leicht gedrosselt"

Samstag

28.

November 2020

20 Uhr

Werner Finck – Kabarettist unterm Hakenkreuz

Werner Finck war Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller. Er mach­te poli­ti­sches Kabarett, als ande­re längst nur noch „Kabarett“ mach­ten. In den Jahren 1929 bis 1935 war er der Conférencier und spä­ter Leiter der berühm­ten Berliner Katakombe, bis die­se auf Anordnung Goebbels geschlos­sen wird. Nach Gefängnis und Internierung im KZ Esterwegen trat er bis 1939 in zahl­rei­chen Berliner Kabaretts auf und ließ sich den Mund nicht ver­bie­ten. Das führt schließ­lich auf Anordnung Goebbels zum Ausschluss aus der Reichskulturkammer und zum Auftrittsverbot. Finck über­lebt als Soldat Krieg und Gewaltherrschaft, da vie­le Vorgesetzte ihn schüt­zen. Der Theaterkritiker Friedrich Luft schrieb über Werner Finck:

„Er hat­te kein Programm, auf eine Ideologie war er nie ein­ge­schwo­ren. Aber sein Witz und sei­ne Lust am Widerspruch und am Widerstand zuck­ten, sobald er das Gefühl hat­te, man wol­le sei­ne Freiheit beschnei­den.

Hineinhören in das Kabarett Radau kön­nen Sie auf sei­ner Homepage.

Amalathea

Diesmal fin­den Sie uns im
FORUM St. LIBORIUS, Grube 3 (neben der GAU-Kirche)

18,00 €

Thorsten Wadowski & The Holzweg Band — Lieder von Irrungen und Wirrungen

Samstag

5.

Dezember 2020

20 Uhr

Holzwege — wohin füh­ren sie uns? Den bes­ten Ruf haben sie nicht, aber auch sie müs­sen gegan­gen wer­den. Wo kämen wir sonst hin? Jeder Tischler weiß: Holz arbei­tet, es ist stän­dig in Bewegung, es lebt qua­si wei­ter. Vielleicht sind Holzwege des­halb oft so unbe­re­chen­bar. Da ver­na­geln die Brettern, wel­che die Welt bedeu­ten könn­ten, schnell mal so man­chen Horizont. Aber wie über­all, gibt es auch hier ver­steck­te Perlen am Wegesrand zu ent­de­cken. Besonders Holzwege füh­ren zu Liedern, die sonst nie­mand geschrie­ben hät­te.

Thorsten Wadowskis Leben ist ein Labyrinth von Holzwegen. Auf dem Weg Nach Süden lan­det er in Cuxhaven, wo er den Himmel im Teich sucht, aber nur Fragen fin­det sowie eine Magersüchtige Blondine. Diese stellt sei­ne Impulskontrolle auf eine har­te Probe. Obwohl er Keiner Fliege was zulei­de tun könn­te, begibt er sich Schnell zum Entspannungskurs. Vom Heimweh über­mannt träumt er von Jordanien und bleibt der fes­ten Überzeugung: Männer wer­den immer bes­ser — wenigs­tens im Juli. Ob das auch so bleibt, Wenn nichts mehr ist?

Thorsten Wadowski prä­sen­tiert Songs aus sei­ner neu­en CD 'Holzweg'. Unterstützt von sei­ner The Holzweg Band — die bedin­gungs­los bereit ist, auf den meis­ten sei­ner Abwege auf ihn zu war­ten — singt er von sei­nen Holzwegerfahrungen, die uns allen eine Mahnung sein könn­ten. Der gera­de Weg führt zwar schnel­ler zum Ziel, aber das Leben schreib ande­re Lieder.

Thorsten Wadowski & The Holzweg Band
El Scheffe: Thorsten Wadowski – Gitarren, Ukulelen, Worte
Fleery Georg: Jörg Fler – Gitare, Bass
Lisa-Linde Lichtgestalt – Schlagwerk
Azubi: Kai Richardsen (lässt sich aber oft krank­schrei­ben)
Civil Heinz: Heinz Flottmann

Amalathea

Diesmal fin­den Sie uns im
FORUM St. LIBORIUS, Grube 3 (neben der GAU-Kirche)

18,00 €

Thorsten Wadowski - & The Holzweg Band - Lieder von Irrungen und Wirrungen