Die Geschenkidee für alle Gelegenheiten:
Ein Gutschein für eine Vorstellung im Amalthea Theater!

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Nachfolgend unsere nächsten Termine.

Karten können Sie über das Paderborner Ticket-Center (Marienplatz 2a, 33098 Paderborn, Tel. 05251 29975-0) zzgl. Gebühr im Vorverkauf erwerben sowie an der Amalthea-Abendkasse, die ca. 30 min vor einer Vorstellung öffnet.

Reservierungswünsche nehmen wir per E-Mail an info@amalthea-theater.de oder per Anrufbeantworter am Kartentelefon (Tel. 05251 22424) entgegen. Wir rufen nur zurück, wenn eine Reservierung nicht (mehr) möglich ist. Bitte holen Sie Ihre reservierten Karten bis 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn ab oder informieren Sie uns, falls Sie diese nicht mehr benötigen!

Bestellte Karten bitte unbedingt bis spätestens 19.45 Uhr an der Kasse abholen.
Wichtiger Hinweis: Bei vielen Veranstaltungen übersteigt die Nachfrage unser Angebot an Karten. Immer wieder müssen wir deshalb leider Interessenten absagen. Ärgerlich ist, wenn am Veranstaltungstag dann bestellte Karten nicht abgeholt werden, die wir an abgewiesene Interessenten hätten vergeben können. Wir werden künftig nicht abgeholte Karten ab 19:45 an der Abendkasse frei verkaufen. Wir bitten Sie um Verständnis.

Sommerpause im Amalthea

Wir gönnen Ihnen und uns eine
kleine Pause und beginnen unsere
19. Spielzeit am
05. September 2015 – wie gewohnt
um 20.00 Uhr

(pro:c-dur) Kabarett Konzert LIVE

Sa. 05. September 2015 || 20 Uhr
15 €

Junge Wilde oder alte Meister? Jacket oder Jeans? Klavier oder Les Paul?

Timm Beckmann und Tobias Janssen sind [ pro c-dur] und mögen das Wörtchen „oder“ offenbar gar nicht und ersetzen es ganz einfach durch „und“.

Der gemeinsame Nenner von Klassik und Rock ist Sound, der Spaß daran und Können am Instrument. Das alles bringen [ pro c-dur] spielerisch leicht auf die Bühne, dazu Witz, Wortakrobatik und Interaktion mit dem Publikum.

Ein magisches Cross-Over musikalischer Stile und Epochen – ein wunderbarer Abend also für Musikliebhaber mit Humor, Kabarettfans mit Rockerseele und Operngänger ohne Scheuklappen.

Die beiden studierten Musiker werfen in ihrem Bühnenprogramm Klassik und Rock in einen Topf, durchqueren die Musikgeschichte mit gefährlichem Halbwissen und spielen dem Besu-cher fröhlich ein E für ein U vor (und umgekehrt…), ohne auf irgendwelche Konventionen Rücksicht zu nehmen. Sie rocken und philosophieren, sie klassiken und parodieren, am Flügel, mit E-Gitarre und dem ganzen Charme großer kleiner Jungs.

Sebastian Krämer "Lieder wider besseres Wissen"

Do. 10. September 2015 || 20 Uhr
15 €

Romantische Studien im Selbstversuch – ein Gegenprogramm zu Einsicht und Vernunft

Bitte einsteigen und Bügel schließen! Das deutsche Chanson nimmt Fahrt auf. Da wird Selbsterfahrung zur Achterbahn und die Realität zum Autoscooter.

Nun ist der Krämer komplett durchgedreht. Baut um seine fassungslosen Zeitgenossen ein musikalisches Mondstudio und allerhand gedankliche Nebelmaschinen, die munter vor sich hin paffen. Das Schicksal umfror uns mit fahler Noblesse … Verse von seltener Opulenz taumeln als französischer Walzer auf einem harmonischen Vulkan daher, ein Danse Macabre nebst Kreuzreim: die formvollendete Einladung zu einer Runde im Hell Express. Serviert mit Coolness und Grandezza, als wäre der Teufel hinter diesem Mann am Klavier her, und wahrscheinlich ist er das auch. Spitzbübisch, aber tiefenlastig gräbt sich Krämers Klavierspiel in die Seele, während seine Stimme nonchalant mit dem Verstand spazieren geht.

Konfrontierten uns – ganz im Geiste der Aufklärung – Krämers „Tüpfelhyänen“ noch mit den Möglichkeiten menschlichen Denkens und Handelns, führen die aktuellen Songs unter Einsatz allerhand chromatischer Finessen geradewegs in die schwadenumwobenen Abgründe einer romantischen Weltsicht. Es ist die Hingabe ans wissentlich Falsche, das Pathos des Irrens, dem Krämer sich neuerdings verschrieben hat. Zwar mit gekreuzten Fingern hinterm Rücken, aber dennoch rettungslos. Ironie ist Teil des Problems, sie zieht die arme Seele nur noch tiefer hinein ins Verderben.

Apropos Liebe: die bleibt uns hier keineswegs erspart. Ebenso unvollständig jedoch wäre das romantische Themenfeld ohne einen Hund im Güllebad, den Niedergang der DVD und ihm vorauseilende nostalgische Gefühle, ein höllisches Fahrgeschäft mit Spätfolgen, Alpo den Waldgeist und – eine verträumte Armbanduhr. Spätestens seit Krämer den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Chanson (2009) und den Deutschen Kabarettpreis (2012) in der Tasche hat, sieht er von der Beschäftigung mit aktuellen Aufregern konsequent ab. Übrigens glaubt er, daß Wahrheit im Lied nur als matt durchscheinende, nicht als vorgeführte, zu gewinnen sei. Vielleicht gibt es sogar Wahrheiten, die er gar nicht kennt: das unterscheidet ihn von einem Kabarettisten. Sich Zustimmung durch die Artikulation bedenkenlos teilbarer Richtigkeiten zu sichern, ist Krämers Sache nicht. Sein Schaffen bleibt konkurrenzlos, weil vergleichbare Projekte keinem zweiten Liedermacher zu empfehlen wären: Lieder wider besseres Wissen.

Duo Barth/Roemer "Groove Chansons"

Sa. 19. September 2015 || 20 Uhr
15 €

Groove Chansons

Was ist das denn jetzt wieder?
Und dann auch noch auf Deutsch?

Wenn man die Musik des Kölner Duos Barth | Roemer erklären möchte, beschreibt man am einfachsten die Charaktere selbst: etwas extravagant, einzigartig, unterhaltsam und wohlklingend. Eine Sammlung von bluesigen, jazzigen, souligen Liedern und wunderschönen Balladen.

Sie, Barth, eine exzellente Sängerin, die sich mit eigenen, deutschen Texten kreuz und quer durch’s Leben singt. Was davon authentisch ist, überlässt sie ihrem Publikum.

Er, Roemer, studierte Jazz-Gitarre in Hilversum/NL. Er ersetzt mit Leichtigkeit und akustischer Gitarre eine Band, er begleitet, soliert, groovt.

Ein Muss für Freunde akustischer Musik und jazzigem Gesang.

Manfred Maurenbrecher "Rotes Tuch"

Sa. 03. Oktober 2015 || 20 Uhr
15 €

Wie alle seine anderen Platten auch, ist Rotes Tuch nicht einfach ein weiteres Maurenbrecher-Album und schon gar kein zweites no go, der Vorgänger, der mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden war. Das neue Album ist im besten Sinne als experimentell zu bezeichnen. Narrative Stücke, die ihre Magie in Atmosphäre und Text stecken, wechseln sich mit Liedern im klassischen Sinn ab, die Maurenbrecher jedoch angriffslustig mit ihrer einfacheren Existenz hadern lässt. Maurenbrecher zeigt sich (und das sollte man trotz der vielen Lorbeeren für seine Worte nie vergessen) als virtuoser Mann am Klavier, dem seine langjährige Band wieder ein kräftig knirschendes Parkett zimmert. Natürlich ist man allein schon wegen der ausgetüftelten inhaltlichen Beschäftigung mit Themen wie der Ukraine-Krise, prekären Arbeitsverhältnissen oder gewaltbereiten Jungs aus gutem Elternhause versucht, das Album als klug oder intelligent zu bezeichnen, liefert es damit jedoch nur einer anzunehmenden elitären Langeweile aus. Sein Impuls kommt viel eher aus der Hüfte, aus einer Bewegung heraus, die kein Selbstzweck ist, sondern eben die Aufmerksamkeit des Stiers will. Denn ja, “das Leben ist ein rotes Tuch” – oder kann, zumindest im Falle des Herrn Maurenbrecher, gar nichts anderes sein.

Bernd Lafrenz "Macbeth"

Sa. 17. Oktober 2015 || 20 Uhr
15 €

MACBETH – frei komisch nach Shakespeare

Mit seinem völlig verrückten Shakespeare-Programmen zählt das umwerfende Komikertalent Bernd Lafrenz aus Freiburg zu den Highlights der europäischen Festivalszene. Nach ‘Hamlet’, ‘Othello’, ‘Romeo und Julia’, ‘König Lear’ und dem ‘Sturm’ kommt er nun wieder mit ‘Macbeth’ zu uns und bringt dieses Werk auf den Punkt: als Einmannshow, verfremdet, federleicht interpretiert, komödiantisch – aber niemals denunzierend.

Keine teuren Materialschlachten und Statistenhorden – als Verwandlungskünstler im Geschwindigkeitsrausch bewältigt Bernd Lafrenz alle Haupt- und Nebenrollen im Alleingang, reißt die hehren Helden der klassischen Vorlage mit lausbübischer Spielfreude und schier unerschöpflichem Einfallsreichtum vom ehernen Sockel, stutzt sie auf ein menschliches Maß zurecht, so dass sie dem Zuschauer in ihrer ganzen Tragikomik näher rücken. Mit schauspielerischem Können, fantasievollen Regieeinfällen und viel Situationskomik verstrickt er die Zuschauer zwei Stunden lang unwiderstehlich in sein virtuos-humoreskes Spiel.

Für alle, die jetzt immer noch nicht wissen, was dieser Herr Lafrenz eigentlich macht: er spielt Shakespeare solo – gaaanz viele Rollen, gaaanz allein und gaaanz komisch.

Hubertus Roesch "Ein Abend über Bob Dylan"

Sa. 24. Oktober 2015 || 20 Uhr
15 €

Hubertus Rösch reflektiert an diesem musikalischen Abend das Leben und Schaffen Bob Dylans auf seine Weise. Der Sänger und Songschreiber Robert Allen Zimmermann den es aus Dulut, Minnesota nach New York zog und der die Musikgeschichte über Jahrzehnte beeinflusste wie kein anderer. Hubertus Rösch präsentiert einen eindrucksvollen Einblick in die unterschiedlichen Epochen Dylans und interpretiert den Folk- und Rockmusiker, sein Leben seine Songs. Angefangen aus den frühen Jahren „Blowin`in the wind“ und „The times they are a changing“ sowie „Like a rolling stone“ spielt Hubertus Rösch Lieder wie „Oh sister“ und „Going, Going, Gone“ oder auch „Is your love in vain“ bis hin zu „This dream of you“.

Colin Wilkie "Bangter Rites"

Sa. 31. Oktober 2015 || 20 Uhr
15 €

Da ist er wieder, der Brite aus dem Schwabenland und meldet sich 15 Jahre nach “Empty Chairs” endlich mit einem neuen Album zurück. 
Bedächtig, ruhig und altersmilde möchte man vermuten, eben genau so, wie man sich einen 76-jährigen “Folk”-Sänger vorstellt. Doch das wiederum wäre nicht der Wilkie, den man von der Konzertbühne kennt: humorvoll, spitzzüngig und schlagfertig. 
Als klassischen Folk-Barden hat er sich ohnehin nie gesehen und die offene und experimentier- freudige Haltung, mit der er bisher jede seiner Studioproduktionen angegangen ist, bestätigt dies. 
So beginnt sein neues Werk auch gleich mit einem treibendem Percussion-Rhythmus, dazu eine raue Akustik- und eine bluesige E-Gitarre, die über allem zu schweben scheint. Der ideale Back- ground, um von “snake-tongued politicians” und “greedy bankers” zu singen und schließlich den Bogen zum Songtitel Old Trophies Gather Dust zu spannen, denn auch an den bösen Buben geht die Zeit nicht spurlos vorbei und so bleibt letzlich kaum etwas übrig vom Glanz vergangener Tage. 
Weiter geht es mit Is Susanna There?, der Geschichte eines “Beinahe-Wiedersehens” und dessen verpassten Gelegenheiten – locker erzählt zu Countrygroove und swingendem Akkordeon. 
Beim nächsten Lied hören wir dann zum ersten Mal den nachdenklichen und melancholischen Wilkie, dem hier mit With Kafka On The Shore eine wunderschöne musikalische Widmung für den Japanischen Schriftsteller Haruki Murakami gelungen ist – sparsam instrumentiert, nur mit Piano und Cello (Jörg Suckow). 
Vincent van Gogh ist seit jeher eine Schlüsselfigur in Colin Wilkies Texten und tritt auf dieser CD gleich drei mal in Erscheinung. Einmal bei Carved In Stone, einer tollen uptempo-Nummer, mit Johannes Epremian an der Fiddle, dann bei Nature Speaks With A Thousand Voices (Gitarren-Duett mit Klaus Weiland) und in The Night Cafe, wo Julian Dawson (Blues Harp) und Biber Herrmann (Gitarren) die düstere und aufgeladene Stimmung des gleichnamigen Gemäldes hervorragend treffen. 
Auf Never-Neverland ist Wilkie dann wieder der heimliche Schelm, der vergnügt beobachtet wie in Peter Pans Märchenwelt so manches aus den Fugen gerät. 
Ebenso humorvoll nähert er sich dem Thema “Popstars und Showbusiness” im Titel One-Hit Wonderland und setzt gleich noch eins drauf, wenn er Me And Nikki in einer Reggae- Version zum besten gibt, so als hätte er nie etwas anderes gemacht. 
Weitere Höhepunkte des Albums sind Sometimes Between The Past, wo Klaus Weiland ein weiteres Mal an der Gitarre brilliert und die Geschichte der Seefahrerin Armada Annie, bei der Shirley Hart einen ihrer viel zu seltenen Gastauftritte hat. 
Zu den sanften Klavierklängen von Central Ferry No.2 schließlich endet dieses Colin Wilkie Album, das der Meister selbst für sein stärkstes seit 15 Jahren hält, …ja, der Mann hat Humor!

Nils Heinrich "Mach doch'n Foto davon!"

So. 08. November 2015 || 20 Uhr
15 €

Unverschämte Geschichten und infizierendes Liedgut von twitternden Mädchen empfohlen

Nils Heinrich, der tiefenentspannte Satiriker unter den Kabarettisten, präsentiert hier sein bisher frechstes Programm. Sein Land ist Zwischendeutschland, eine Nation zwischen allen Stühlen, zwischen Doppelmoral und Sozialneid, zwischen Gesundheitsgläubigkeit, Medienwahn, Verschwörungstheorien und sattem Bürgertum. In seinen Geschichten steigert er die Normalität zur Farce und sorgt für Unordnung in der Welt der festgefahrenen Gedanken und Meinungen.

Er ist bissig und boshaft, ohne zynisch zu sein – ein freundlich lässiger Provokateur, der die größten Gemeinheiten mit leisem Lächeln serviert. Dabei verschont er weder narzisstische Social Network-Fans noch Bad Harzburg. Mit flapsig intelligentem Humor erobert Nils Heinrich die Bühne und das Publikum.

Dazu singt und klampft er mit schöner Beiläufigkeit seine klug ausgedachten, musikalischen Beiträge: rhythmisch rufend und rappend ist er auch hier der charmante Rebell gegen die neudeutschdoofe Betroffenheitsbefindlichkeit. Dass er bei aller Frechheit so entspannt bleibt, liegt an seiner Vergangenheit. Er stammt aus einem gut verschlossenen Menschenhabitat.


Katharina Witerzens "Katharinas Schaubude"

Fr. 13. November 2015 || 20 Uhr
15 €

Jeder Mensch hat seinen Vogel

Katharinas Vogel sitzt als schillernder Anstecker auf ihrem Kopf. Eine bulgarische Tracht hängt an einem Bügel, ein Bilderrahmen wartet an einen Tisch gelehnt auf seinen Einsatz, zwei bestrumpfte Beine lauern im Halbdunkel, eine Monstermaske grinst dem Publikum aus einer Kiste entgegen – der Secondhandshop von Katharina Witerzens heißt Schaubude.

Witerzens selbst ist auf der Bühne mal Prinzessin Perla, dann wieder Ching-Chang-Fu oder Madame Juliette. Wenn sie eine Maske trägt, verschmilzt sie mit der Person, die sie verkörpert: So wird sie etwa zu Julia Pastrana, der einst als „hässlichste Frau der Welt“ titulierten Artistin. Sie schlüpft in immer neue Rollen, nimmt ihre Gäste mit auf eine leise, zarte Reise in die Zirkusvergangenheit. Die Clownfrau ist Harlekin und Bajazzo – sie ist lustig, traurig, macht nachdenklich.

Ein staunendes Kind entdeckt die Glitzerwelt und lässt das Publikum teilhaben an den Erinnerungen an damals, an das fahrende Volk, an Manegen mit dem Geruch nach Raubtieren, Leder, Sägespänen.

Ob Physical Theater, Buffon, Pantomime oder Maskenspiel – Katharina Witerzens beherrscht viele Facetten des mimischen Theaters. Das erste abendfüllende Soloprogramm der 36-jährigen sanften Clownin aus Celle entstand unter der Regie des Roncalliclowns „Pello“. Ihr Vorbild und Lehrer hatte sie unter seinen Fittichen – jetzt fliegt sie allein. Jeder Mensch hat seinen Vogel.

Kabarett Radau "Das Beste ist das Schönste"

Fr. 20. November 2015 || 20 Uhr
Sa. 21. November 2015 || 20 Uhr

15 €

Das Jubiläumsprogramm zum Dreißigjährigen

Seit dreißig Jahren stehen Eckhard Radau und Bernd Düring gemeinsam auf der Bühne. Zwölf Programme sind in dieser Zeit erstanden. Das ist für beide ein Anlass, einmal zurückzuschauen, Maß zu nehmen und die alten und neueren Schätzchen zu heben. So haben die beiden Paderborner Künstler ein Programm zusammengestellt, das noch einmal die besten und skurrilsten Nummern und Songs enthält. Daneben plaudern Radau und Düring über ihre gemeinsamen Erlebnisse vor, auf und hinter der Bühne. Bernd Düring präsentiert sich wieder als einfühlsamer Musiker am Klavier, der zwischen Jazz und Schlager, Ballade und Blues sein Können zeigt. Eckhard Radau lässt die unterschiedlichsten Typen auf der Bühne erscheinen: den Seemann Kuttel Daddeldu, den mit sich selbst kämpfenden Hobbykoch und Kenner der ostwestfälischen Befindlichkeiten, den Schützenbruder, den Gentleman im Frack, den amourösen Chansonnier und den mal schnoddrigen, mal gewitzten Erzähler. Kurz: Zwei Stunden große Kleinkunst.

Frank Grischek "Der kann das"

Fr. 27. November 2015 || 20 Uhr
15 €

Die komisch ernsthafte Liebeserklärung eines Miesepeters an ein verkanntes Instrument

Bargeldloser Zahlungsverkehr, die Klimakatastrophe und die folglich menschenleeren Fußgängerzonen führen bei Straßenmusikern immer häufiger zu leeren Hüten. Und so hat sich Grischek, dieser „hinreißend beleidigte Akkordeonkünstler“ (Dieter Hildebrandt), dazu entschlossen, es künftig zumindest warm und trocken haben zu wollen.

Er schultert seine Borsini Superstar, betritt die Kleinkunst-Bühne, und spielt Musette, Tango, Klassik und Folk auf dem Akkordeon so facettenreich, emotional und virtuos, dass nicht nur seine wunderbare Musik, sondern auch seine schlechte Laune, sein staubtrockener Humor und seine stoische Miene höchstes Vergnügen bereiten, wenn er von seinen leidvollen Erfahrungen als Akkordeonist im Alltag berichtet: Ob mit übergroßem Instrument als Sechsjähriger im Gruppenunterricht, als Teenager in Schülerbands mit krass uncooler Quetschkommode, als zwanzigjähriger Single ohne Berufsaussicht auf der Strasse oder ergrauter Familienvater mit belächeltem Jammerbalg – schon früh entschloss sich Grischek beruflich niemals etwas mit Akkordeon machen zu wollen, und das ist ihm bravourös misslungen.

Frank Grischeks zweites Soloprogramm ist die komisch ernsthafte Liebeserklärung eines Miesepeters an ein verkanntes Instrument mit herzzerreissend schöner Musik auf dem Akkordeon.

Haverkamp und Grosche "Und ich mach dummes Zeug"

Fr. 04. Dezember 2015 || 20 Uhr
Sa. 05. Dezember 2015 || 20 Uhr
15 Euro

Wendelin Haverkamp und Erwin Grosche haben Hüsch im Sinn

Die beiden kennen und mögen sich seit Jahrzehnten und haben schon oft Abende gemeinsam bestritten. Ob Düsseldorf, Aachen oder Harsewinkel, es fehlte einfach noch Paderborn, und so unterschiedlich sie auf der Bühne auch manchmal wirken mögen, so gut passen gerade die Unterschiede zusammen.

Gemeinsam ist Erwin Grosche und Wendelin Haverkamp seit langer Zeit die Bewunderung für ihren großen Kollegen Hanns Dieter Hüsch, dem beide freundschaftlich verbunden waren. Seit langem wollten sie ihm einen gemeinsamen Abend widmen, und sein 10. Todestag wird nun Anlass für eine echte Paderborn-Premiere.

„Und ich mach dummes Zeug“, heißt nicht nur eine Liedzeile von Hüsch, sondern ist auch Motto für das Programm, das Haverkamp und Grosche am Freitag, dem 04. Dezember und am Samstag, dem 05. Dezember im Paderborner Amalthea Theater auf die Bretter bringen. Es gibt Originalstücke von Hüsch, umarrangiert auf Grosche und Haverkamp, es gibt Dialoge aus dem damaligen Liveprogramm „Hüsch&Haverkamp“, in denen Grosche in die Rolle Hüschs schlüpft, und es gibt Werke der beiden, die eine Wahlverwandtschaft mit Hüsch ahnen lassen.

Mit viel Komik und Witz, mal nachdenklich und bissig, von musikalisch bis wortversessen, in jedem Fall aber höchst unterhaltsam. Der Kabarettexperte empfiehlt: Unbedingt hingehen!

Bernd Gieseking "Ab dafür!"

Do. 17. Dezember 2015 || 20 Uhr
15 €

Der satirische Jahresrückblick von und mit Bernd Gieseking

Ab dafür! Bis heute bedeutet das jährlich: Satire und Komik, Kommentar und Nonsens über den alltäglichen Wahnsinn des vergangenen Jahres. Eine rasante Achterbahnfahrt durch Peinlichkeiten und Höhepunkte der letzten 12 Monate. Ein Jahresrückblick von A bis Z, über die Zeit zwischen Januar und Dezember, frech, schnell, sauber, komisch! Das Nebeneinander der großen Ereignisse und der privaten Sicht, das Formulieren des Großen-Ganzen in witzige Geschichten, das Überspitzen oder auch nur mal das süffisante Zitieren machen das Programm „Ab dafür!“ einzigartig. Politik, Gesellschaft und Kultur, die elektronischen Medien und die Tagespresse geben immer wieder Stichworte für Sprachwitz und Komik, für groteske Logik und verspielten Unsinn. Gereimt, geschüttelt und gerührt.
Seit mittlerweile über 20 Jahren präsentiert Bernd Gieseking seinen jährlichen satirischen Rückblick „Ab dafür!“. Gieseking war einer der Ersten überhaupt in Deutschland, die diese Form, diese Mischung aus Chronik und Kommentar, mit schrägen Sichtweisen und überraschenden Pointen auf die Kabarett-Bühnen brachte. Auf Anregung des Caricatura-Gründers Achim Frenz, dem heutigen Direktor des gleichnamigen Museums in Frankfurt, präsentierte er seinen ersten Jahresrückblick während einer Caricatura-Ausstellung 1994 in der Documenta-Halle. Damit war Bernd Gieseking der Erste, der den Bühnen einen jährlichen Rückblick anbot. Zwei Jahre später startete Urban Priol mit seinem “Tilt!”. Dann kamen weitere Kabarettisten hinzu. 10 Jahre später wurden “Rückblicke” zum Boom. Seit vier Jahren ergänzt Bernd Gieseking sein Programm um Textbeiträge des großartigen Kolumnisten Hans Zippert. Der ehemalige Chefredakteur der Titanic wurde zweimal mit dem Henri-Nannen-Preis in der Sparte Humor ausgezeichnet. Seine Kolumne „Zippert zapppt“ erscheint täglich auf der Titelseite der „Welt“.