Faltsch Wagoni — "Zum Glück — Lustvolle Betrachtungen — kein Ratgeber"

Samstag

23.

November 2019

20 Uhr

Gerade noch mal gut gegan­gen. Gottseidank, könn­te man sagen, aber Faltsch Wagoni sagen lie­ber: zum Glück.

Glück, das ist ein­fach eine gute Gesundheit und ein schlech­tes Gedächtnis (Hemingway). Nicht schlecht. Vergessen wir ein­fach mal, was uns gera­de die Stimmung ver­miest und las­sen uns von den sati­ri­schen Geistesblitzen à la Faltsch Wagoni beglü­cken. 

Erfahren wer­den wir aller­dings nicht wie wir glück­lich wer­den, son­dern bes­ten­falls, dass wir es schon sind — und viel­leicht gar nicht wis­sen.

Jeder ist sei­nes Glückes Schmied (Volksmund). Wenn die­ser Satz stim­men wür­de, müss­ten wir dann nicht alle ver­dammt unglück­lich sein? Denn das mit dem Schmieden ist so eine Sache. Anstatt mal alle Viere gera­de sein zu las­sen, schmie­den wir wie beses­sen drauf­los, obwohl das mehr scha­det als nützt. Denn in Zeiten des Zuviel braucht es zum Glück eigent­lich fast nichts. Je weni­ger, des­to leich­ter tut es sich. 

Zum Glück gehö­ren bei Faltsch Wagoni immer zwei: 2 Zahnbürsten, 2 Koffer, 2 Instrumente, 2 Stimmen, 2 Paar Hosen, 2 Köpfe, bzw. Sturköpfe, 2 musi­ka­li­sche und wort­star­ke Stunden vol­ler Fantasie — und für das Publikum die Chance im Überlebenskampf inne­zu­hal­ten und sich dem Glück des Denkvergnügens hin­zu­ge­ben.

Mehr zu Faltsch Wagoni fin­det man auf deren Internet-Seite und bei Wikipedia.

15,00 €

Foto: Edelmann

35 Jahre 'theatre du pain' — eine Jubiläumsgala

Samstag

30.

November 2019

20 Uhr

1984 grün­de­te sich das 'thea­t­re du pain' in PADERBORN. Was liegt näher, als die 35-Jahr-Feier dort zu bege­hen, wo alles begann? In Paderborn. Und was liegt näher, als die­se Feier dort zu fei­ern, wo sie hin­ge­hört? Ins Amalthea-Theater.

Also kom­men sie: Mateng Pollkläsener, Hans König und Wolfgang Suchner. Philosophischer Dada, Gleichzeitigkeit von Sentimentalität, Spießigkeit, auf­ge­löst von einem sich bahn­bre­chen­dem Anarchismus macht die drei vom thea­t­re du pain zu exqui­si­ten Abbildern des ver­stör­ten Abendländers.

Es erwar­tet das Publikum eine per­fekt getim­te Mischung von skur­ril instru­men­tier­ter und fein arran­gier­ter Popmusik, irr­wit­zi­gen Trilogien, die klin­gen, als hät­ten sich Monty Pythons, David Lynch und Immanuel Kant zum Frühstück getrof­fen, sowie spek­ta­ku­lä­ren Stunts und Action auf der Bühne und im Publikum.

Mehr über das 'thea­t­re du pain' erfährt man auf deren Internet-Seite und bei Wikipedia.

15,00 €

Martin Valenske / Henning Ruwe — "Unfreiwillig komisch"

Samstag

7.

Dezember 2019

20 Uhr

Zum zwei­ten Mal im Amalthea. Die durch ihre Mitarbeit und die Auftritte in der berühm­ten Distel in Berlin bekann­ten Kabarettisten Martin Valenske und Henning Ruwe begeis­ter­ten vor eini­gen Monaten die Paderborner mit ihrem 'Kabarett zur Lage der Nation". Jetzt prä­sen­tie­ren sie ihr neu­es Programm mit dem Titel "Unfreiwillig komisch". Und nach ihrem ers­ten Auftritt in der Jühengasse wer­den die bei­den Kabarettisten auch dies­mal wie­der alle zusam­men immer­hin zwan­zig Finger in diver­se Wunden legen und tod­ernst 'unfrei­wil­lig komisch' sein. Beste Unterhaltung ist garan­tiert!

Hineinschnuppern kann man auf der Internet-Seite von Martin Valenske.

15,00 €

Bernd Gieseking — "Ab dafür! — Der satirische Jahresrückblick"

Samstag

14.

Dezember 2019

20 Uhr

Ab dafür!

Der satirische Jahresrückblick von und mit Bernd Gieseking

Ab dafür! Bis heu­te bedeu­tet das jähr­lich: Satire und Komik, Kommentar und Nonsens über den all­täg­li­chen Wahnsinn des ver­gan­ge­nen Jahres. Eine rasan­te Achterbahnfahrt durch Peinlichkeiten und Höhepunkte der letz­ten 12 Monate. Ein Jahresrückblick von A bis Z, über die Zeit zwi­schen Januar und Dezember, frech, schnell, sau­ber, komisch!

Das Nebeneinander der gro­ßen Ereignisse und der pri­va­ten Sicht, das Formulieren des Großen-Ganzen in wit­zi­ge Geschichten, das Überspitzen oder auch nur mal das süf­fi­san­te Zitieren machen das Programm „Ab dafür!“ ein­zig­ar­tig.

Politik, Gesellschaft und Kultur, die elek­tro­ni­schen Medien und die Tagespresse geben immer wie­der Stichworte für Sprachwitz und Komik, für gro­tes­ke Logik und ver­spiel­ten Unsinn. Gereimt, geschüt­telt und gerührt.

Seit mitt­ler­wei­le 25 Jahren prä­sen­tiert Bernd Gieseking sei­nen jähr­li­chen sati­ri­schen Rückblick „Ab dafür!“. Gieseking war einer der Ersten über­haupt in Deutschland, die die­se Form, die­se Mischung aus Chronik und Kommentar, mit schrä­gen Sichtweisen und über­ra­schen­den Pointen auf die Kabarett-Bühnen brach­te.

Mehr zu Bernd Gieseking fin­det sich auf sei­ner Internet-Präsenz und bei Wikipedia.

15,00 €

Mantelband — "Songs vom Rande des Abgrunds"

Sonntag

22.

Dezember 2019

20 Uhr

Und wie­der heißt es: Fröhliche Weihnachten mit der Legende MANTELBAND. Ralph Mantel am Flügel, Michael Driesner mit allem, was gezupft und ges­lapt wer­den kann, und last but not least die 'alte Krähe' Peter Schopohl, der mit volu­mi­gem Timbre für eine aus­drucks­star­ke Gesangsperformance und musi­ka­li­sche Gefühlsausbrüche sorgt. 'Songs vom Rande des Abgrunds' heißt das Programm, mit Musik von Tom Waits uns ande­ren Größen der Rockmusik.

15,00 €

Sebastian Krämer und Timo Brunke — "Zackebuh — Schauerballaden"

Freitag

10.

Januar 2020

20 Uhr

Schauer ist rar gewor­den auf deut­schen Bühnen. Comedians und Kabarettisten bemü­hen sich aus­schließ­lich um Affizierung des Zwerchfells, allen­falls mag es ihnen noch um den Hals zu tun sein, in dem einem das Lachen ste­cken bleibt bei all­zu bit­te­ren Späßen. Doch kaum einer bringt das Herz zum Rasen oder beherrscht noch die Kunst, daß es uns kalt den Rücken hin­un­ter läuft …

Brunke und Krämer, Liederdichter und Sprachkomponisten ganz eige­nen Ranges, sind ange­sichts einer all­zu gleich­för­mi­gen Kleinkunstlandschaft schnell auf ein­an­der auf­merk­sam gewor­den. Dass sie die Kräfte ihrer Sprachmagie an einem Abend bün­deln, geschieht zu sel­te­nen, aber denk­wür­di­gen Gelegenheiten.

Was die­sen Herrn nicht alles an Bildmacht, Detailfülle, Reim, Metrum, Diktion, musi­ka­li­schem Ausdruck und Stimmgewalt zu Gebote steht, um in aller Genüßlichkeit und nur vor dem geis­ti­gen Auge des Zuschauers Szenarien zu ent­fal­ten, die schon ver­ges­se­ne Kammern der Seele auf­schlie­ßen. Dazu bedarf es moder­ner Schauerballaden aus eige­ner Hexenküche, die nicht mehr von Fürsten, gol­de­nen Bechern und Seehavarien berich­ten, son­dern einem Grauen, das in iPods, Mietsgaragen, Kleiderschränken, Fahrgeschäften und Grundschulklassenzimmern auf uns war­tet.

Anschnallen und Bügel schlie­ßen, das wird ein rasan­ter Ritt!

15,00 €

Frank Grischek — "Hauptsache, wir sind zusammen."

Samstag

18.

Januar 2020

20 Uhr

„Hauptsache, wir sind zusam­men.“

Nie gab es einen bes­se­ren Zeitpunkt für ein neu­es, fri­sches und hoch­wer­ti­ges Akkordeonprogramm. Grischek, „der hin­rei­ßend belei­dig­te Akkordeonkünstler“ (Dieter Hildebrandt), nimmt sich die­ser Herausforderung in Zeiten gro­ßer Orientierungslosigkeit, neu­en Alt-Koalitionen und kul­tu­rel­ler Ödnis ver­ant­wor­tungs­voll an und ist zugleich ein „Vollprofi dar­in, sich für sei­ne schlech­te Laune vom Publikum fei­ern zu las­sen“ (Hamburger Morgenpost).

Mit ein­wand­frei unter­hal­ten­der Mimik und wen­di­gem Sprachwitz erzählt Grischek selbst­si­cher vom Leben inmit­ten einer Gesellschaft, in der 80 Millionen Menschen Musik hören und 3,1 Millionen sel­ber musi­zie­ren und hat im Selbstversuch aus­ge­rech­net: etwa 73% der Deutschen wis­sen vom Akkordeon kaum mehr, als dass es welt­weit das Instrument mit den meis­ten Falten ist, 2 Millionen Gestrige hal­ten Akkordeon und Musikantenstadl für untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den und über 13% der Jugendlichen wis­sen nicht ein­mal, dass es sich bei einem Akkordeon um ein Musikinstrument und nicht etwa um einen Heizkörper han­delt.

Fernab von „volks­tüm­li­cher“ Tradition bie­tet Grischek einen vir­tuo­sen und gleich­zei­tig unter­halt­sa­men Akkordeonabend, ist zuhau­se im argen­ti­ni­schen Tango, fran­zö­si­scher Musette, in der Klassik wie im Folk, mit Eigenkompositionen aber auch Bekanntem und bringt auto­bio­gra­fi­sche und gesell­schaft­lich rele­van­te Themen höchst­ver­gnüg­lich zur Sprache, die die Welt ver­än­dern könn­ten.

Zumindest für Akkordeonisten.

15,00 €

Bastian Semm — "Cash — a singer of songs"

Samstag

8.

Februar 2020

20 Uhr

CASH – a sin­ger of songs” ist eine gut ein­ein­halb­stün­di­ge Hommage an Johnny Cash. Sehr inti­me, eigen­stän­di­ge und per­sön­li­che Interpretationen sei­ner Lieder wer­den mit Auszügen aus sei­ner Autobiografie ver­knüpft, und geben dem Zuschauer einen tie­fen Blick in die Seele des “Man in Black”. Es han­delt sich bei die­sem Programm nicht um eine Cover- oder Tribut-Show. Diese musi­ka­li­sche Lesung in Kooperation mit dem EDEL-Verlag Hamburg und HarperCollins New York eröff­net ganz per­sön­li­che Einblicke in das Leben und Wirken Johnny Cashs ohne dabei Gefahr zu lau­fen, in Imitation zu ver­fal­len.

„Bastian Semm gibt einen gelun­ge­nen und tief­ge­hen­den Eindruck in das Leben und die Musik Johnny Cashs. Es gelingt ihm, ein Gefühl zu ver­mit­teln, das Cash den Zuhörern sei­nes letz­ten Albums gewünscht hat­te: Das Gefühl, bei ihm in sei­nem Wohnzimmer zu sit­zen.“ (Rhein-Neckar-Zeitung)

Bastian Semm (Gesang/Gitarre) stu­dier­te Schauspiel an der Leipziger Hochschule und war fest am Theater Basel enga­giert. 2009 wur­de er für sei­ne Darstellung des PEER GYNT bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel mit dem Rosenthal-Nachwuchspreis aus­ge­zeich­net. In DER MANN DER DIE WELT ASS und als John Lennon in LENNONFREE ASBIRD war er im Theater Heidelberg zu sehen. Im Sommer 2011 spiel­te er den HAMLET bei den Festspielen in Bad Hersfeld und gewann für sei­ne Darstellung den Hersfeldpreis. 2012 konn­te man ihne als Romeo in ROMEO UND JULIA bei den Luisenburg-Festspielen erle­ben.

15,00 €

Kabarett Radau — "Ich bin der Finck — leicht gedrosselt"

Freitag, 28. und Samstag, 29.

Februar 2020

20 Uhr

Werner Finck – Kabarettist unterm Hakenkreuz

Werner Finck war Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller. Er mach­te poli­ti­sches Kabarett, als ande­re längst nur noch „Kabarett“ mach­ten. In den Jahren 1929 bis 1935 war er der Conférencier und spä­ter Leiter der berühm­ten Berliner Katakombe, bis die­se auf Anordnung Goebbels geschlos­sen wird. Nach Gefängnis und Internierung im KZ Esterwegen trat er bis 1939 in zahl­rei­chen Berliner Kabaretts auf und ließ sich den Mund nicht ver­bie­ten. Das führt schließ­lich auf Anordnung Goebbels zum Ausschluss aus der Reichskulturkammer und zum Auftrittsverbot. Finck über­lebt als Soldat Krieg und Gewaltherrschaft, da vie­le Vorgesetzte ihn schüt­zen. Der Theaterkritiker Friedrich Luft schrieb über Werner Finck:

„Er hat­te kein Programm, auf eine Ideologie war er nie ein­ge­schwo­ren. Aber sein Witz und sei­ne Lust am Widerspruch und am Widerstand zuck­ten, sobald er das Gefühl hat­te, man wol­le sei­ne Freiheit beschnei­den.

15,00 €

Ulrich Zehfuß — "Dünnes Eis"

Freitag

13.

März 2020

20 Uhr

Präzise Beobachtungen von den Bruchstellen des Lebens

Ob Zehfuß über die Unmöglichkeit der Liebe, über Ludwigshafen am Rhein, über den Spargelanbau oder die betäu­ben­de Wirkung all­täg­li­cher Routine singt – immer ist sein Mittel die exak­te Beobachtung, die im Zuhörer prä­zi­se Bilder ent­ste­hen las­sen. Zehfuß ver­misst die Wirklichkeit von den Fixpunkten erin­ner­ter Orte und Zustände aus, so dass der Zuhörer wie in einem Planetarium die Sternbilder der eige­nen Erfahrungen vor Augen hat. Der Albumtitel „Dünnes Eis“ spielt dar­auf an, dass es in vie­len Liedern um die Brüche geht, die im Leben zuta­ge tre­ten, das Ambivalente, das Vorläufige, das fas­zi­nie­rend Gefährliche. Es geht um den Bruch, über den Leonard Cohen in sei­nem berühm­ten Song singt: "There's a crack in ever­ything. That's how the light gets in."

Zehfuß‘ musi­ka­li­scher Ansatz dient dem Erzählen sei­ner Geschichten. Im Zentrum steht die erzäh­len­de Stimme, die, pas­send zu den Liedern, das Brüchige ris­kiert und gera­de dadurch ihre emo­tio­na­le Intensität gewinnt. Auch die von Mathias Kiefer ein­ge­rich­te­ten Arrangements sind so ange­legt, dass sie die erzähl­ten Geschichten unter­stüt­zen, eben­so zurück­hal­tend wie auf den Punkt umge­setzt von Matthias Debus, Bass, Sebastian Henzl, Keyboards und Benjamin Scheufler, Schlagzeug und Perkussion. Als wei­te­rer Gast bringt der Bremer Marco Trochelmann mit der Fujara, einer slo­wa­ki­schen Bassflöte, eine außer­ge­wöhn­li­che Note in den Gesamtklang ein.

So ent­steht mit weni­gen, bewusst ein­ge­setz­ten Mitteln im Titelstück „Dünnes Eis“ im Zuhörer das erschre­cken­de und auf­re­gen­de Gefühl, über einen gera­de zuge­fro­re­nen Waldsee zu gehen, über dün­nes Eis. Die Allgemeingültigkeit und Übertragbarkeit sei­ner Aussage gewinnt es gera­de aus der Konzentration auf eine kon­kre­te Situation.

15,00 €

Bernd Lafrenz — "Hamlet — frei-komisch nach Shakespeare"

Samstag

21.

März 2020

20 Uhr

Was dem Goethe sein Gründgens ist dem Shakespeare sein Lafrenz – zumin­dest für den Freund der gepfleg­ten Kleinkunst. Denn statt den Theatertempel sucht Bernd Lafrenz die Intimität der Kabarettbühne für sei­ne frei­geis­ti­gen Adaptionen der Shakespeare-Klassiker. Heute steht übri­gens „Hamlet“ auf dem Spielplan.
Rache und Intrige – nor­ma­ler­wei­se ist der Stoff, aus dem Shakespeares „Hamlet“ ist, ein gefun­de­nes Fressen für die Boulevardpresse: Ein Bruder- und Vatermord, den der Sohn und Thronfolger süh­nen soll und der schließ­lich nach aller­hand Ränke und Klingenkreuzen selbst sein Leben ver­liert. Garniert ist das Ganze natür­lich noch mit Freundschaft und Liebe – die Handlung des Bühnenklassikers mit dem berühm­ten Zitat von Sein oder Nichtsein ist jedem Theaterfreund bekannt.
„Der Rest ist Schweigen“, könn­te man nun den Prinzen zitie­rend schlie­ßen, wenn die „Hamlet“-Aufführung nicht etwas ganz Besonderes wäre: Bernd Lafrenz spielt Hamlet. Und den Geist des ermor­de­ten Vaters auch. Darüber hin­aus den Mörder Claudius. Und den Freund Laertes. Und natür­lich auch die Mutter Gertrude und die gelieb­te Ophelia. Nicht zu ver­ges­sen: Regie führt er natür­lich auch.
Man könn­te mei­nen, dass Bernd Lafrenz einen Lieblingscharakter hat. Aber wenn, rückt er damit nicht her­aus. Der immo­bi­le Prinz, der sein Königreich gegen ein Pferd tau­schen möch­te, der pfif­fi­ge Hofnarr Yorick, die ver­zwei­fel­te Ophelia, der alters­schwa­che Geist – sämt­li­che Rollen gibt er mit der glei­cher Intensität und Hingabe.
Heute also „Hamlet“ – natür­lich ohne Gewähr, dass auch jedes Wort so bei Shakespeare steht! Hier ist das Spiel wich­ti­ger als Kulisse und Requisite; und viel­leicht kann Lafrenz genau des­we­gen mit vie­len ein­ge­streu­ten Pointen und frei­en Assoziationen sei­nen Helden ein Leben ein­hau­chen, des­sen Vitalität eine gro­ße Bühne fast zwangs­läu­fig schul­dig blei­ben muss.

15,00 €

"Jürgen Rau und Richard Rossbach — Rock Tales"

Samstag

28.

März 2020

20 Uhr

Ein unter­halt­sa­mer Mix aus span­nen­den, amü­san­ten Rock‑u. Pop-Storys, Live-Hits & Multimedia. Zwei sym­pa­thi­sche Musiker mit einem Abend vol­ler Anekdoten und legen­dä­rer Melodien — auf vie­len Instrumenten.

Der eine war vie­le Jahre in hohen Positionen bei Schallplatten-Konzernen, traf gro­ße Stars. Jetzt prä­sen­tiert er sei­ne Lieblings-Geschichten aus dem Backstage-Bereich — zusam­men mit sei­nem Produzenten, per Leinwand & Livemusik. Anekdoten nach Noten!

Jürgen Rau arbei­te­te vie­le Jahre in ver­ant­wort­li­chen Positionen bei gro­ßen Schallplatten- Konzernen, für Megastars & Newcomer. Kein Wunder, dass er dabei viel Erzählenswertes erlebt hat. Jetzt prä­sen­tiert er sei­ne Lieblings-Anekdoten nach Noten aus dem Backstage-Bereich. Der Hamburger, ein wan­deln­des Musik-Lexikon, plau­dert aus dem Nähkästchen des Rock'n'Roll und erzählt amü­san­te Hintergrund-Geschichten von sei­nen Begegnungen mit den Größen des Musikbusiness…

…und dazu mit­ten­drin und zwi­schen­durch immer alle legen­dä­ren Welt-Hits! — Live natür­lich! Stets nahe am Original, ohne zu kopie­ren, und mit dem nöti­gen Respekt vor den gro­ßen Kompositionen und dem Anspruch an sich selbst. „the best of the best“, und vom Besten soll man ja bekannt­lich nie genug krie­gen!

Musikalisch ein­ge­rahmt wird das char­man­te Spektakel vom musi­ka­li­schen Tausendsassa und Produzenten Richard Rossbach - der stu­dier­te Multi-Instrumentalist und Studio-Inhaber ist schon fast selbst eine
leben­de Legende. Und bleibt — trotz allem — stolz auf sei­nen ers­ten Echo!

Im Zeitraffer strom­ern die Beiden lau­nig durch die Musikgeschichte: mit augen­zwin­kern­dem Humor und gro­ßer Spielfreude ent­steht bei ihren Auftritten oft eine fan­tas­ti­sche Mitsing- Atmosphäre. Natürlich kön­nen sich die Zuhörer aber auch zurück­leh­nen und genie­ßen. Rock Tales, kom­bi­niert mit Videoprojektionen und zum Teil noch nie gezeig­ten Fotos, im Wechsel mit groß­ar­ti­ger Live-Musik und ech­tem Rock'n'Pop-Feeling: die größ­ten Hits und bes­ten Songs der bes­ten Bands und Künstler. — Für Fans und Musik-inter­es­sier­te, die ein­mal hin­ter die Kulissen des Rock- und Pop-Business bli­cken möch­ten!

Der Kulturmanager und Musik-Journalist Jürgen Rau ist Autor meh­re­rer Bücher über Musik. In sei­nem beweg­ten Rock'n'Roll-Leben traf er gro­ße Legenden und arbei­te­te mit vie­len Top-Stars – von eini­gen soll hier die Rede sein. — Für die jün­ge­ren Musikfans ein tie­fer Geschichts-Unterricht in Sachen Rock- und Pop. Und die Reiferen unter uns erhal­ten Antworten auf vie­le unge­stell­te Fragen! Mindestens!

So gese­hen, ist es auch eine span­nen­de Reise durch die Rock-History! Oder wie John Lennon sag­te: “A splendid time is gua­ran­te­ed for all!“

Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen. Außer einem Konzert-Besuch!

15,00 €

Carolin Karnuth — "Endstation: Pralles Leben"

Samstag

4.

April 2020

20 Uhr

Die tem­pe­ra­ment­vol­le Performerin mit ira­nisch-ser­bi­schen Wurzeln begeis­tert mit ihren fre­chen Texten und lei­den­schaft­li­cher Bühnenpräsenz.

Warmherzig, ein­fühl­sam und char­mant inter­pre­tiert sie Eigenes und aus­ge­such­te Cover. Mit gewohnt tro­cke­nem Humor und einer gro­ßen Portion Selbstironie unter­nimmt Carolin Karnuth in ihren Liedern eine wit­zi­ge und nach­denk­li­che Reise durch Stationen ihres bun­ten Lebens. Alltagssorgen um den Bestand bei Aldi Süd und lau­te Nachbarn wech­seln sich ab mit nach­denk­li­chen Sehnsuchtsfantasien über das Leben, Cowboys und Astro TV.

Komponist Eckhard Wiemann an den schwarz-wei­ßen Tasten fin­det für jedes Lied das pas­sen­de Genre. Regie führt Julia Kunert, wel­che schon mit ihrer Inszenierung von Karnuths zwei­ten Soloprogramm „Herzchaos“ begeis­ter­te.

15,00 €

Matthias Kunz und Rhaban Straumann — "Milchmädchenrechnung"

Freitag und Samstag

24. und 25.

April 2020

20 Uhr

«Auch wenn sie sich unab­läs­sig zwi­schen Deutschland und der Schweiz bewe­gen, der Humor ist Britisch.» (Stuttgarter Nachrichten)

Die zwei alten Freunde Ruedi & Heinz geben ein wun­der­ba­res Bühnenpaar. Kürzlich sind sie umge­zo­gen, vom Daheim ins Heim. Der gries­grä­mi­ge Heinz und der unge­bro­chen lebens­fro­he Ruedi haben an Eigenständigkeit ver­lo­ren und an men­ta­ler Freiheit gewon­nen. Sie rech­nen nicht mehr mit viel und damit rech­nen sie lust­voll ab, nicht nur mit dem Dschungel des Gesundheitssystems und den eige­nen Gebrechen. Für die Schweizer Version von «Waldorf & Statler» trägt der Fachkräftemangel mit Witold einen Namen.

Lustvoll weh­ren sich Ruedi und Heinz gegen Alltagstrott und Langeweile. Plötzlich machen selt­sa­me Ahnungen zumin­dest Heinz einen Strich durch die Rechnung. Bestärkt durch das Tageshoroskop ver­folgt er einen heim­li­chen Plan. Nur wie kann er Ruedi dazu bewe­gen, sich auf das, wor­an er nicht glau­ben will, vor­zu­be­rei­ten? Ruedi lässt sich nicht beein­dru­cken. Ständig ist er mit sei­nem Rollator auf Achse. Bis sich die Abenteuerlust sogar auf Heinz über­trägt und es für die kon­ge­nia­le Schicksalsgemeinsschaft kein Halten mehr gibt. «Milchbüechlirächnig» mün­det in ein kaba­ret­tis­ti­sches, aber­wit­zi­ges Roadmovie in dem sich Raum und Zeit auf­lö­sen.

Die Ruedi & Heinz zuge­schrie­be­ne Mischung aus «Muppet Show» und «Warten auf Godot», schwar­zem Humor und Existentialität pfle­gen Strohmann-Kauz wei­ter. Ihr Spiel ist ein unver­fro­re­nes Wechseln zwi­schen Humor und Ernsthaftigkeit, lust­voll, wit­zig, intel­li­gent. Das Publikum darf pen­deln zwi­schen zu Tränen gerührt und Tränen gelacht. Das Satireduo ver­packt sein jüngs­tes Theaterkabarett in eine schö­ne Geschichte. Darin ein­ge­floch­ten wer­den gros­se Altersthemen und gros­se, alte Themen, zwi­schen­zei­li­ge Gesellschaftskritik und kri­ti­scher Zeitgeist. Ruedi und Heinz genies­sen ihre schier gren­zen­los fre­che Narrenfreiheit.

15,00 €

Erwin Grosche und Wendelin Haverkamp — "Und ich mach dummes Zeug"

Freitag und Samstag

15. und 16.

Mai 2020

20 Uhr

Die bei­den ken­nen und mögen sich seit Jahrzehnten und haben schon oft Abende gemein­sam bestrit­ten. Ob Düsseldorf, Aachen oder Harsewinkel, es fehl­te ein­fach noch Paderborn, und so unter­schied­lich sie auf der Bühne auch manch­mal wir­ken mögen, so gut pas­sen gera­de die Unterschiede zusam­men.

Gemeinsam ist Erwin Grosche und Wendelin Haverkamp seit lan­ger Zeit die Bewunderung für ihren gro­ßen Kollegen Hanns Dieter Hüsch, dem bei­de freund­schaft­lich ver­bun­den waren. Seit lan­gem woll­ten sie ihm einen gemein­sa­men Abend wid­men, und sein 10. Todestag war Anlass für eine ech­te Paderborn-Premiere.

„Und ich mach dum­mes Zeug“, heißt nicht nur eine Liedzeile von Hüsch, son­dern ist auch Motto für das Programm, das Haverkamp und Grosche am Freitag, dem 15. Mai und am Samstag, dem 16. Mai zum zwei­ten Mal im Paderborner Amalthea Theater auf die Bretter brin­gen. Es gibt Originalstücke von Hüsch, umar­ran­giert auf Grosche und Haverkamp, es gibt Dialoge aus dem dama­li­gen Liveprogramm „Hüsch&Haverkamp“, in denen Grosche in die Rolle Hüschs schlüpft, und es gibt Werke der bei­den, die eine Wahlverwandtschaft mit Hüsch ahnen las­sen.

Mit viel Komik und Witz, mal nach­denk­lich und bis­sig, von musi­ka­lisch bis wort­ver­ses­sen, in jedem Fall aber höchst unter­halt­sam. Der Kabarettexperte emp­fiehlt: Unbedingt hin­ge­hen!

15,00 €