Coronaschutzverordnung

Stand: ab dem 9. Juli 2021

Die Inzidenz im Kreis Paderborn ist aktu­ell (Stand 7.7.21) sta­bil unter 10, das heißt es gilt "Inzidenzstufe 0". Damit ist Theaterbetrieb wie­der mög­lich unter fol­gen­den Voraussetzungen:

  • Sie hin­ter­las­sen Ihre Kontaktdaten (per App oder auf Papier) und wir erstel­len einen Sitzplan.
  • Sie tra­gen eine medi­zi­ni­sche Maske im Theater, auch wäh­rend der Vorstellung (§5(3)).
  • Außerhalb des Theaters, zum Beispiel im Hof, wird emp­foh­len ein Abstand von 1,5 Metern ein­zu­hal­ten (§4(1)).
  • Gastronomie, also unse­re belieb­ten Weine, kön­nen wir lei­der nur im Freien anbie­ten da die Einhaltung des Mindestabstands in der Lounge nicht mög­lich ist.
  • Der Künstler hat ein tages­ak­tu­el­les nega­ti­ves Testergebnis (§13(5)).

Darüber hin­aus sor­gen zwei Filter für rei­ne Luft für Publikum und Aktive, ein wei­te­rer steht in unse­rer Lounge; für Frischluft sorgt ein klei­ner Ventilator.

Unter die­sen Voraussetzungen pla­nen wir im Oktober 2021 wie­der mit unse­rem Programm fort­zu­fah­ren. Es ist noch nicht voll­stän­dig, aber auf die fol­gen­den Künstler dür­fen Sie sich schon freu­en:

Sarah Hakenberg — Wieder da! — Vorpremiere

Freitag 8.

und

Samstag 9.

Oktober 2021

20 Uhr

Es gibt Zeiten, in denen uns das Lachen nur noch im Halse ste­cken bleibt, in denen der letz­te Witz erzählt ist und alle fröh­li­chen Melodien die­ser Welt ver­klun­gen sind. Aber die­se Zeiten sind ja zum Glück noch nicht ange­bro­chen! Und des­halb hat die mit dem "Deutschen Kabarettpreis" aus­ge­zeich­ne­te Liedermacherin wie­der ein­mal eine Menge neu­er mit­rei­ßen­der Schmählieder, raf­fi­nier­ter Protestsongs und unver­fro­re­ner Ohrwürmer geschrie­ben: Über unpo­li­ti­sche CDU-Wähler bei­spiels­wei­se, über scha­den­fro­he Vermieter, unent­spann­te Eltern und über ame­ri­ka­ni­sche Präsidenten. Sarah Hakenberg haut ver­gnügt in die Tasten, schrummt ihre Ukulele und erzählt dabei glei­cher­ma­ßen von Abgründen, die in unse­rem Inneren schlum­mern und vom gro­ßen Wirrwarr da drau­ßen. Besser wird die Welt dadurch auch nicht, aber zumin­dest bes­ser erträg­lich. Freut euch auf einen Abend vol­ler intel­li­gen­ter Bosheiten, fröh­li­chem Charme und unwi­der­steh­li­cher Dreistigkeit!

Die Premiere ist am 22. Oktober 2021 in München im Lustspielhaus; die Vorpremiere natür­lich bei uns.

Zur Vorfreude lohnt ein Blick auf ihre Internetseite.

18,00 €

Sarah Hakenberg

Erwin Grosche — Warmduscher Vol. 4

Freitag 29.

und

Samstag 30.

Oktober 2021

20 Uhr

Das Beste (und die Nudeln)

Erwin Grosche hat die Glanzstücke und Lieblingsszenen aus über vier­zig Jahren Kabarettgeschichte aus­ge­packt. Das ulti­ma­ti­ve Best-of!

„Man nen­ne mir einen, der auch nur annä­hernd in der Lage wäre, die Seelenlage von Gerste, Hafer, Weizen und Roggen eurhyth­misch so prä­zi­se dar­zu­stel­len wie er. Es lebe Paderborn!”, so jubel­te ein Kritiker über Erwin Grosche.

Der Paderborner Kleinkünstler über­rascht mit jedem neu­en Programm sein Publikum. Vom Alleralltäglichsten bis zum Ungeheuren, ja Ungeheuerlichen der Existenz ist es in Grosches Warmduscherreport Vol.4 oft nur ein ganz klei­ner Schritt. Aus ver­blüf­fen­den Assoziationen, Albernheiten, skur­ri­ler Poesie unter einer dicken Ladung ost­west­fä­li­schen Dadas bas­telt er mit stau­nen­den Augen eine Welt zusam­men, die nach den Gesetzen einer kind­haft-unbe­küm­mer­ten Logik funk­tio­niert.

Nun hat Erwin Grosche noch ein­mal die Glanzstücke und Lieblingsszenen aus fast fünf­zig Jahren Kabarettgeschichte aus­ge­packt. Der ers­te Eindruck, die Peter Sloterdijk Entspannungstasche, die Omis mit den neu­en Gummistiefeln, die NIVEA-Huldigungen, das Lob des Altseins und die Frage „ob man dem Glück noch viel näher sein kann“ wer­den nicht feh­len. Neue Stücke wird es auch geben und ganz sicher auf­ge­führt wird dies­mal auch das Loblied der Nudeln. „Gucken Sie sich die­sen Mann an, solan­ge es geht. Wer weiß. Er ist ein ech­ter Abenteurer der inne­ren Welten. Eines Tages könn­te er in ihnen ver­schwin­den und nicht wie­der­kom­men.“

Erwin Grosche: https://​erwing​ro​sche​.de/

und sein NEUES TROSTLIED: "Wenn ich mir was wün­schen dürf­te" auf Youtube.

18,00 €

Erwin Grosche - Warmduscher Vol. 4

Manfred Maurenbrecher — Solo

Freitag

5.

November 2021

20 Uhr

Zurück in die Zukunft!

Er hock­te vor dem Klavier, gewun­de­ner Rücken, den Kopf seit­wärts zu uns gedreht, und sei­ne Hände schlu­gen von schräg unten auf die Tasten ein. Eine Bogenbewegung, ein Krakenkampf. Er kroch in die­ses hei­li­ge Instrument, als wäre er allein mit ihm, als hät­ten wir hier nichts zu suchen, und er hat­te so wenig Respekt vor ihm wie Johnny Rotten vor dem Papst. Es sah mör­de­risch aus. So erin­ner­te sich Herwig Mitteregger von der Band Spliff an sei­ne ers­te Begegnung mit Manfred Maurenbrecher Anfang der Achtziger, die wenig spä­ter in einem Plattenvertrag mit der CBS mün­de­te. Die Wochenzeitung Die Zeit froh­lock­te sogleich: …wohl die ein­zi­ge wirk­lich gro­ße Entdeckung der geho­be­nen deut­schen Unterhaltungsmusik, Abteilung Liedermacher. Maurenbrecher war anders, jemand der musi­ziert …als müs­se er die Töne von den Tasten rei­ßen… Wie kein ande­rer hier­zu­lan­de schafft Manfred Maurenbrecher Platz zwi­schen den Zeilen, schrei­ben die Nürnberger Nachrichten auch noch Ende der Achtziger. Eine Hit-Single ist mit ihm jedoch nicht zu machen. Maurenbrecher erweist sich als Album-Künstler. Die Musik und die Texte, aus denen Maurenbrecher's Platten sind, kom­men von den Straßen, in denen er lebt, sind den Parties abge­schaut, auf denen er immer der schlaue und amü­sier­te Außenseiter sein wird, schreibt sein dama­li­ger Manager Jim Rakete: Ein rascher Erfolg wür­de ihn zum Mittelpunkt einer sol­chen Party machen. Nachdem ich ihn eini­ge Jahre ken­ne, wage ich zu pro­phe­zei­en: Das wird er ver­hin­dern.

Rakete behält recht. Maurenbrecher wird zum Geheimtip auf Lebenszeit (FAZ, 1992) und tauscht den gro­ßen Ruhm für ein Leben vol­ler Würdigungen, ech­ten Kultcharakter und ein­ge­schwo­re­ne Fans ein. 1991 gewinnt er den Deutschen Kleinkunstpreis zusam­men mit Richard Wester, 1998 den Liederpreis des Südwestfunks. Konstantin Wecker zieht den Hut: Unprätentiös und ver­spon­nen, musi­ka­lisch von bewun­derns­wer­ter Schlichtheit, die ihm hier­zu­lan­de kei­ner nach­macht. 2002 gewinnt er den Deutschen Kabarett-Preis als Mitglied der Lesebühne Mittwochsfazit (zusam­men mit Horst Evers und Bov Bjerg). 2005 folgt der Preis der Deutschen Schallplattenkritik und 2009 der Liederpreis der Liederbestenliste.

Als 2010 dann das 30jährige Bühnenjubiläum ansteht, machen sich sei­ne Fans an ein außer­ge­wöhn­li­ches Geschenk: 3 CDs mit 62 Cover-Versionen sei­ner Lieder. Reinhard Mey ist dabei, Hannes Wader, fast die gesam­te Berliner Lesebühnenszene, Klee, Purple Schulz, Opern- und Chansonsänger, Rocker, Popper, das gan­ze Spektrum. Macht man sich die Mühe, die CDs tat­säch­lich in vol­ler Länge durch­zu­hö­ren, stellt man fest, dass Manfred Maurenbrecher eine Menge guter Songs geschrie­ben hat, sowohl text­lich, wie auch kom­po­si­to­risch, staunt dazu der Tagesspiegel.

Doch das ist kein Ende: die Alben no go (2013), Rotes Tuch (2015) und flüch­tig (2017) gewin­nen alle­samt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und sor­gen für neue Schwärmereien. Das Lied Kiewer Runde erhält zudem den Liederpreis der Liederbestenliste.

„solo“ ist ein Abend mit Liedern der aktu­ells­ten CD "INNERES AUSLAND", Hochaktuellem und Liedern/Anekdoten aus ‚mei­nen Achtzigern‘.

Manfred Maurenbrechers Homepage: https://​mau​ren​bre​cher​.com/

18,00 €

Manfred Maurenbrecher