Die Geschenkidee für alle Gelegenheiten:
Ein Gutschein für eine Vorstellung im Amalthea Theater!

**********

Nachfolgend unsere nächsten Termine.

Karten können Sie über das Paderborner Ticket-Center (Marienplatz 2a, 33098 Paderborn, Tel. 05251 29975-0) zzgl. Gebühr im Vorverkauf erwerben sowie an der Amalthea-Abendkasse, die ca. 30 min vor einer Vorstellung öffnet.

Reservierungswünsche nehmen wir per E-Mail an info@amalthea-theater.de oder per Anrufbeantworter am Kartentelefon (Tel. 05251 22424) entgegen. Wir rufen nur zurück, wenn eine Reservierung nicht (mehr) möglich ist. Bitte holen Sie Ihre reservierten Karten bis 15 Minuten vor Vorstellungsbeginn ab oder informieren Sie uns, falls Sie diese nicht mehr benötigen!

Bestellte Karten bitte unbedingt bis spätestens 19.45 Uhr an der Kasse abholen.
Wichtiger Hinweis: Bei vielen Veranstaltungen übersteigt die Nachfrage unser Angebot an Karten. Immer wieder müssen wir deshalb leider Interessenten absagen. Ärgerlich ist, wenn am Veranstaltungstag dann bestellte Karten nicht abgeholt werden, die wir an abgewiesene Interessenten hätten vergeben können. Wir werden künftig nicht abgeholte Karten ab 19:45 an der Abendkasse frei verkaufen. Wir bitten Sie um Verständnis.

Erwin Grosche "Der Abstandhalter"

Sa. 10. Dezember 2016 || 20 Uhr

15 €

Annäherungen an Menschen, Tiere und Dinge. Das literarische Kleinkunstprogramm von Erwin Grosche

Foto: Dirk Bogdanski

„Oh wie schön ist Paderborn.“ In seinem neuen Kleinkunstprogramm „Der Abstandhalter“ schärft Erwin Grosche wieder, mit seiner ganz eigenen Art, unseren Blick für die kleinen Begebenheiten des Daseins. Von einer anrührenden Ästhetik sind die Bilder, die der Paderborner Kulturpreisträger in seinem neuen Programm „Der Abstandhalter“ entwickelt. Grosche steht einzig da mit seiner Kleinkunst. Seit mehr als 40 Jahren lehrt der Paderborner sein Publikum das Staunen über alltäglichste Dinge. Er spielt dabei zarte Töne auf einem kleinen Kinderklavier, singt zum Akkordeon oder brummt zur Maultrommel. Der Paderborner ist der Schöpfung auf der Spur und schafft sich seinen eigenen Kosmos. Auszeichnungen bekam er schon reichlich, den Deutschen Kleinkunstpreis nahm er gleich zwei Mal entgegen. Er ist der beständige Geheimtipp derer, die bereit sind, sich verzaubern zu lassen. Das ist höchst unterhaltsam, überraschend, tiefgängig und macht glücklich.

„An der Haltestelle auf meinem Nachhauseweg merke ich, dass viele meiner, durch so manchen Welttrubel „ver-rückten“ Gedanken im Hirn wieder an ihren richtigen oder an einen wohltuend-neuen Platz gerückt sind. Ich fühle mich gedanklich aufgeräumt. Und bin glücklich! Grosche sei Dank!“ (Von Mark Seebürger. Düsseldorf)

Theater Colombina „knusper, knusper Knispe...

Mo. 19. Dezember 2016 || 15.00  Uhr
7,50 €


Knusper, knusper, Knispe – wer knabbert an meiner Kiste? Zwei Clowninnen spielen Märchen der Gebrüder Grimm und nehmen das Publikum mit auf eine Reise voller Überraschungen und Wunder. Ein Riesenspaß für Kinder und die ganze Familie.
Christiane Stauffer und Tanja-Marie Streller sind Edda und Flitze, die ihre Märchenkiste zum Ofen, zum Hexenhaus, zum Brunnen, zur Kutsche verwandeln. Im Amalthea-Theater spielen die wunderbaren Clowninnen die Märchen von Aschenputtel und Schneewittchen.
Wagemutig begeben sie sich in die Abenteuer und schlüpfen tollkühn in die verschiedenen Rollen, manchmal auch gleichzeitig. …dass da mal keine durcheinander kommt!!Begleitet von wunderschönen Requisiten und zarter bis verspielter Musik.
Für Kinder ab vier Jahren, für die ganze Familie, und natürlich auch für jung gebliebene Erwachsene!

Philipp Scharrenberg „Germanistik ist heilbar“

Sa. 07. Januar 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Vorpremiere

Poetry und Wie-Kabarett

Foto: Pierre Jarawan

Ich weiß. Hier sollte eigentlich ein Text stehen mit Phrasen wie „strapaziert die Lachmuskeln“ und „lässt kein Auge trocken“. Ein Text, der von mir in der dritten Person spricht und ganz subtil möglichst viele Preise einbaut, um zu beschreiben, wie der Deutschsprachige Poetry Slam Champion 2009 und 2016 sowie Deutsche Kabarettmeister 2013/14 Philipp Scharrenberg (kurz Scharri) reimend, sprachverspielt und philoso-frisch die Folgeschäden seines Daseins als nerdiger Germanist aufarbeitet. Und der in einer derart verdichteten Zusammenfassung gipfelt, dass man allein schon deshalb hingehen muss, weil man sich nicht vorstellen kann, wie er das Buch vor dem Aussterben bewahrt, mit Hörspielen die wahre Natur der Welt ergründet und seine Zuschauer (Euch) ins interaktive Elfenreich entführt – und das alles in einem einzigen Programm, hach nee. Kurz gesagt, ein Text, der alle Register zieht, um Euch die Fragezeichen der Neugier ins Gehirn zu stanzen. Aber darauf fallt Ihr bestimmt nicht rein.

Für alle, die unbedingt einen Text nach dem üblichen Schema brauchen, bitte schön: Philipp Scharrenberg, seit Jahren Showbiz-Consultant im B2C-(Bühne-to-Crowd)-Bereich und Senkrechtstarter an der Wort Street, schnürt Ihnen ein lukratives Sprachspielpaket! Sichern Sie sich alle Vorteile eines einzigartigen Mixes aus slammigen Gedichten, Songs, Raps und Kurzgeschichten mit hohem Scharriholder-Value!

Alle anderen lassen sich besser überraschen. Ich weiß, es ist schwer, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, und noch schwerer, keine zu haben. Aber probieren wir es doch mal. Physiker sagen, dass der Vorgang des Betrachtens das Objekt der Betrachtung verändert. Also: kommt einfach vorbei, dann wird es richtig gut – ein Abend, der abgeht wie Schrödingers Katze!

Vocal Recall „Dieser Keks wird kein weicher sein“

Fr. 20. Januar 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Die einzige Boygroup mit Frau analysiert schonungslos die Top Ten der letzten

300 Jahre. Liebevoll werden die größten Charterfolge der Geschichte von unnötigem inhaltlichen Ballast befreit und mit Satzgesang neu vermischt. Die ungewöhnliche Konstellation mit nur zwei Sängern und einer Sängerin sowie die Ergänzung der Klavierbegleitung durch Grooves und Samples grenzt den Stil von Vocal Recall von vielen Ensembles der Kleinkunst- und A Cappella-Szene ab.

Seit 2010 stehen sie zusammen auf der Bühne, waren Finalisten vieler Wettbewerbe (u.a. „Tuttlinger Krähe“, „Stuttgarter Besen“, „Reinheimer Satirelöwe“), haben einige Preise gewonnen (u.a. den Schweiger Kleinkunstpreis „Der Querdenker“, den Rostocker Kabarettpreis „Koggenzieher“). 2012 gewannen sie die Kabarettbundesliga und wurden „Deutscher Kabarettmeister 2012“.

hinter Vocal Recall stecken:

Alice Köfer ist Jazzsängerin, Schauspielerin und Gesangs-Dozentin an der Universität Potsdam. Neben Engagements im Friedrichstadt-Palast arbeitete sie mit Pigor & Eichhorn und dem Andrej Hermlin Swing and Dance Orchestra zusammen.

Dieter Behrens ist promovierter Biologe mit klassischer Musikausbildung. Er war als Dichter auf Poetry Slams aktiv und ist Mitglied des Monteverdi-Chors Hamburg.

Bernhard Leube studierte klassischen Gesang an der Musikhochschule Leipzig. Er war bisher in über 40 Rollen auf vielen Opernbühnen zu sehen.

Martin Rosengarten ist Pianist, Komponist und Arrangeur. Er arbeitete u.a. mit Martina Brandl, Tim Fischer und Eckart von Hirschhausen zusammen.

Axel Pätz „Realipätztheorie“

Vorpremiere

Sa. 11. Februar 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Realipätztheorie

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie. Doch auf die Sehnsucht nach der allumfassenden Weltformel stößt man an allen Ecken und Kanten. Klaffen doch Realität und Wirklichkeit immer mehr auseinander. Und das Leben ist ein Mühsal, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die den Alltag erleichtern. Die meisten Menschen können sich mittlerweile unter Phantasie doch überhaupt nichts mehr vorstellen.

In seinem vierten Soloprogramm Realipätztheorie stellt sich Tastenkabarettist Axel Pätz wieder den drängenden Fragen unserer Zeit und seziert die Mysterien des Alltags. Mit schneidendem Witz und intelligenten Chansons – feinsinnig, böse, satirisch. Axel Pätz treibt im Kleinen wie im Großen die Erkenntnislust auf die Spitze des Eisbergs: Ist Schubladendenken der Garant für Weltordnung? Sollte man als Klettverschluss eine feste Bindung eingehen? Ist und bleibt die nachhaltigste Erfindung der Menschheit ausgerechnet das Provisorium? Und ist die ehemalige Geliebte, nachdem man sie im Garten vergraben hat, eine Unkraut – Ex? Grau, also, ist Pätz‘ Theorie?

Nein! Grausam, teurer Freund! Und es wäre sträflich, den Hochgenuss seiner skurrilen und deswegen klugen Weltsichten zu versäumen.

Axel Pätz avancierte in den letzten Jahren zu einem führenden Vertreter der deutschsprachigen Musikkabarett-Szene. Seine Live-Auftritte mit unverwechselbarer Wort- und Tastenkraft und bösem Witz sind mitreißend unterhaltsam. Mit klaren Worten und viel Musik schildert er einfallsreich, höchst sprachgewandt und immer überspitzt den absurden Alltag. Er wurde mit Kabarett- und Kleinkunstpreisen überhäuft und etablierte sich in TV-Sendungen wie „Satire-Gipfel”, „Schlachthof” und „Mitternachtsspitzen”.

Markus Veith "Ein jeder Narr tut was er will"

Fr. 17. Februar 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Ein Wilhelm-Busch-Programm

Das Publikum besucht den Maler, Dichter, Philosophen und Humoristen in seiner Werkstatt. Busch, der nicht als ‚netter‘ Mensch gilt, vielmehr als schrulliger, lebenslang lediger Einsiedler, ist zunächst nicht begeistert davon, dass ihm jemand über die Schulter schaut, doch indem er in seiner humorvoll gereimten, gleichzeitig bissigen Gewitztheit über die Menschen, insbesondere Künstler, übers Malen und Dichten referiert, kommt er immer mehr ins Plaudern und bietet seinem Publikum mit seinen Geschichten um den ‚verhinderten Dichter Balduin Bählamm‘ und den ‚Maler Klecksel‘ durchaus einen comicartigen Einblick in die Arbeit und das Leben des großen Humoristen Wilhelm Busch.

In seinem Ein-Personen-Stück “Ein jeder Narr tut was er will”, einer Zeile aus Buschs spätem Gedicht “Der Nöckergreis”, erweckt Markus Veith den verhinderten Dichter Balduin Bählamm und den gescheiterten Maler Kuno Klecksel zum Leben. Dabei wechselt er ständig seine Position zwischen Schreibpult, Staffelei und Liegestuhl. Veith plaudert mit seinem Publikum über Malerei und Dichtkunst. Bei Pfeifen- und Schnupftabak, Bier, Wein und härteren Getränken philosophiert Veith/Busch  über die so selten gewährte Anerkennung des Künstlers, und Veith ist Schelm genug, seinem Busch höchst aktuelle Facetten ‚anzuhängen’. Mit wechselnden Jacken und Kopfbedeckungen springt Veith von Person zu Person, mischt die mit eigenen Versen verbundenen Busch-Zitate munter durch, ohne den Faden zu verlieren

Frank Grischek und Ralf Lübke "Das Konzert"

Sa. 18. März 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Es gibt neue Hoffnung für alle, die virtuose und handgemachte Musik lieben:

Die beiden Musiker Frank Grischek und Ralf Lübke haben ein gemeinsames Bühnenprogramm erarbeitet. Nur sorgfältigst ausgewählte Songs und Instrumentals haben es in das Programm geschafft.

Ralf Lübke, der schon als Komponist und Gitarrist der Band „Rosenstolz“ für Schlagzeilen sorgte, schafft es mit einzigartigem Gesang das Publikum aus dem Alltag herauszureißen und tief zu berühren.

Frank Grischek, bekannt von zahlreichen Auftritten mit Henning Venske und Jochen Busse und als Solokabarettist, spielt dazu so hochemotional Akkordeon, dass man wünschte, der Abend würde nie vorbeigehen.

Zwei Stunden lang zeigen uns die beiden Vollblutmusiker wie sie Songs, ob von den Beatles, Billy Bragg oder R.E.M., völlig neu erklingen lassen und wie man Eigenkompositionen so arrangiert, als hätte es diese mitreissend schöne Musik längst geben müssen.

Zwei Gesangsstimmen, Akkordeon und Gitarre – mehr braucht es nicht für einen wundervollen und höchst unterhaltsamen Konzertabend.

Und dass die beiden nicht nur seit Jahren exzellente Musiker sind sondern auch mit Sprache zu unterhalten wissen – das sollte man bei einem Besuch ihrer Vorstellung selbst herausfinden. Grischek/Lübke,  „Das Konzert“.  Ein Geheimtipp? Nicht mehr lange….

Friedrich Raad und das Theater der Dämmerung "Hermann Hesse - Siddhartha"

Sa. 25. März 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Hermann Hesses Siddhartha – eine indische Dichtung erzählt die Lebensgeschichte des Brahmanensohnes Siddhartha und spielt in Indien zur Zeit Gotam Buddhas. Wohl im 5.Jahrhundert v. Chr.

Der junge Siddhartha sucht seine Vollendung, weltüberwindende Wunschlosigkeit. Vom Wissen seines Vaters und der Priester enttäuscht, verläßt er mit seinem Freunde Govinda die Heimat, um bei den Samanas im Walde die strengste Askese zu erlernen. Doch der lebensfeindliche Zwang asketischer Kasteiungen erweist sich als schmerzvoll und unfruchtbar.

Weiterziehend gelangen die beiden Freunde zu Gotama Buddha und lernen die neue Lehre Buddhas von der Überwindung allen Leidens kennen. Govinda findet in ihr, in Mönchtum und Jüngerschaft, volles Genüge, während Siddhartha den Meister verläßt. Siddhartha spürt, daß Bewußtsein nicht durch Lehren überlieferbar ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.

So erlebt Siddhartha eine Umkehrung seiner Existenz. Statt wie bisher aus dem Leben heraus, läßt er sich jetzt ins Lebens hineinfallen. Die Schönheit der sinnlichen Erfahrung der Welt geht ihm beglückend auf.

Die Kurtisane Kamala lehrt ihn die Liebe, der Kaufmann Kamaswami die Geschäfte, und Siddhartha geht seinen Weg “zu sich selbst” bis zu Ende, bis seine egozentrisch, genießerisch und süchtig gewordene Seele vom Lebensekel ergriffen wird.

Mit dem Vorsatz, den Tod zu suchen, geht er erneut in die Wälder, trifft aber hier auf den Fährmann Vasudeva, bei dem er nun lebt und in einfachem Leben, in der liebenden Sorge um seinen verzogenen Sohn, schließlich die ersehnte Erfüllung findet.

Durchlebte Askese, durchlebte Sinnlichkeit führen bei Siddhartha schließlich zu Menschlichkeit und Herzöffnung.

Jan Jahn "Kein schöner Land"

Fr. 31. März 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Kabarett mit positiver Grundaussage? Klingt auf den ersten Blick machbar. Wie einen Schneeball knusprig anzubraten, beispielsweise.

Jan Jahn, traumatisiertes Erziehungsprodukt der 68er, wagt es trotzdem. Wer als Kind bei Länderspielen immer nur „BRD, BRD“ rufen durfte, der kennt sich eh mit der Außenseiterrolle aus. Und kann ruhig mal auf die Regeln pfeifen. Indem er das im Kabarett bisher eigentlich Undenkbare sagt: „Ich finde dieses Land gar nicht sooo schlecht…“ Auch auf die Gefahr hin, dass seine Gitarre von empörten Anhängern der FKF (Fundamentalistische Kabarett Fraktion) zum Schlaginstrument umfunktionieren wird.

Püriertes Schnitzel ist natürlich leichter verdaulich. Schließlich gibt es hierzulande vermaiste Landschaften, Sozialneid – und den Musikantenstadl (der sich übrigens, wie eine hinterhältige Grippewelle, durch die ganze Veranstaltung zieht). Nur: Sind „die da oben” wirklich an allem schuld? Es muss doch Wege geben, wie wir es selber in die Hand nehmen können, dass dieses Land lebens- und liebenswerter wird!

Jan Jahn hat sie gesucht – aber leider keine Patentlösung gefunden. Dafür allerdings jede Menge verflixt witzige Geschichten und mitreißende Lieder. Über den freundlichen Umgang miteinander. Über LOHAS, Smartphones, die wortgetreue Anwendung des Grundgesetzes – und besonders über das eigene Scheitern beim Selbstversuch.

Doch wie sagte einst Winston Churchill? „Erfolg ist die Fähigkeit, von Niederlage zu Niederlage zu gehen – ohne seinen Enthusiasmus zu verlieren!“ Das kriegt Jan Jahn hin (besonders den Teil mit den Niederlagen). Und ringt selbst den haarsträubendsten Irrsinnigkeiten unverdrossen „Die gute Nachricht“ ab.

„Kein schöner Land?“ ist ein liebevoll verpacktes, rasant lustiges und leidenschaftlich vorgetragenes Plädoyer für mehr Einmischung und Zivilcourage – ohne ausgelutschte Männer/Frauen-Witze und fieses Politiker-Bashing. Also für alle, die mal Lust auf etwas anderes Kabarett haben – in einem Land mit, pardon, aber ja: Potential!

Carolin Karnuth "Soloprogramm"

Fr. 07. April 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Foto: Tim Ilskens

Caroline Karnuth, Schauspielerin, Sängerin und Songwriterin, präsentiert als Premiere im Amalthea-Theater ihr SOLOPROGRAMM. Sie überzeugt mit frechen Texten und leidenschaftlichem Gesang. Carolin Karnuth fühlt sich keinem Genre verpflichtet. Eigene deutsche Lieder treffen auf trockenen Humor und Standup Comedy. Eckhard Wiemann wird Carolin Karnuth am Klavier begleiten, Regie führt Julia Kunert (die Regisseurin von “Herzchaos”).

Fee Badenius „FEEderleicht“

Fr. 05. Mai 2017 // 20:00 Uhr.                                                                                      15. Euro

Foto: Martina Drignat

Fee Badenius (*1986) lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Kleinkunstpreise, u.a. der Meißner Drossel, der Sulzbacher Salzmühle und des Obernburger Mühlsteins. Sie hat bereits in mehreren TV-Formaten mitgewirkt, darunter NUHR ab 18Nightwash und Ladies Night. Das Video ihres Auftritts bei NUHR ab 18 erreichte bei Facebook mehr als 11 Mio. Aufrufe. Fee Badenius ist insofern eine Rarität in der Kabarett-und Kleinkunstlandschaft, als dass sie auf die üblichen bewährten Mittel des beißenden Spotts, der verächtlichen Ironie und der lärmenden Aggression verzichtet. Sie ist im Gegenteil von einer so ganz und gar unangestrengten, liebenswerten Natürlichkeit und Zimmertemperatur, dass man sie sofort mag und sich in dem, was sie vorträgt, bereitwillig gespiegelt findet. Aber Achtung: Nachdem sie mit ein paar subtilen, sprachlich erstklassigen, aber inhaltlich einigermaßen harmlos-heiteren Liedern das volle Einverständnis des Publikums gewonnen hat, zwingt sie es ebenso milde, aber bestimmt, sich selbst zu betrachten – und schon ist jeder ideologische Widerstand zwecklos und das Wohlbefinden nachhaltig gestört. Sie sieht mit dem Herzen, ohne kitschig oder belanglos zu werden, erhebt sich, wo sie kritisch wird, nicht über ihr Publikum und grenzt sich doch freundlich, aber bestimmt ab, wo es nötig ist – von ihrer Freundin ebenso wie von militanten Vegetariern und allem ideologisch Verbohrten. Bei Fee Badenius, und das ist selten, klappt beides, Wort und Musik: Ihr fallen originelle, durchaus außergewöhnliche Texte ein, die sie mit Tonfolgen versieht, deren Abfolge man nicht schon ahnt, bevor sie tatsächlich erklingen. Wunderschön begleitet werden ihre Lieder von Johannes Still an Piano und Akkordeon, Jochen Reichert am Kontrabass und Christoph Helm an Schlagzeug und Percussion. Ein Ohrenschmaus, der lange nachhallt und Ohren und Herzen erfüllt.

Erwin Grosche "Der Abstandhalter"

Fr. 12. Mai 2017 || 20.00  Uhr

Sa. 13. Mai 2017 || 20.00  Uhr

15 €

Annäherungen an Menschen, Tiere und Dinge. Das literarische Kleinkunstprogramm von Erwin Grosche

Foto: Dirk Bogdanski

„Oh wie schön ist Paderborn.“ In seinem neuen Kleinkunstprogramm „Der Abstandhalter“ schärft Erwin Grosche wieder, mit seiner ganz eigenen Art, unseren Blick für die kleinen Begebenheiten des Daseins. Von einer anrührenden Ästhetik sind die Bilder, die der Paderborner Kulturpreisträger in seinem neuen Programm „Der Abstandhalter“ entwickelt. Grosche steht einzig da mit seiner Kleinkunst. Seit mehr als 40 Jahren lehrt der Paderborner sein Publikum das Staunen über alltäglichste Dinge. Er spielt dabei zarte Töne auf einem kleinen Kinderklavier, singt zum Akkordeon oder brummt zur Maultrommel. Der Paderborner ist der Schöpfung auf der Spur und schafft sich seinen eigenen Kosmos. Auszeichnungen bekam er schon reichlich, den Deutschen Kleinkunstpreis nahm er gleich zwei Mal entgegen. Er ist der beständige Geheimtipp derer, die bereit sind, sich verzaubern zu lassen. Das ist höchst unterhaltsam, überraschend, tiefgängig und macht glücklich.

Rudi Rhode „Rio Reiser - Zwischen den Welten"

Sa. 20. Mai 2017 || 20.00  Uhr
15 €

Zwischen den Welten ist kein Cover-Programm, sondern eine theatermusikalische Reise durch Rio Reisers Leben. Es ist die Skizze eines großen deutschen Musikers und eines wichtigen Stücks deutscher Zeitgeschichte, gezeichnet in Musik und szenischer Darstellung.

Die Führung durch das Leben Rio Reisers übernimmt der Musiker und Schauspieler Rudi Rhode, der in Reisers Rolle schlüpft und durch seine authentische Verkörperung und mit viel Charisma den legendären Ton Steine Scherben-Frontmann zurück ins Leben ruft. In schauspielerischen Szenen zeigt er eindringlich die Zerrissenheit Rio Reisers zwischen Kunst und Kommerz, Poesie und Politik, Revolte und Rückzug ins Private – zeitlebens ein unermüdlicher Wanderer zwischen den Welten.

Szenische Darstellung, Hits und unbekanntere Juwelen wechseln sich in Zwischen den Welten ab und zeichnen das politische und lyrische Werk Rio Reisers in einer sich verändernden gesellschaftlichen Musiklandschaft nach – vom Agit-Rock der Scherben zur Inthronisierung Rios als „König von Deutschland“.