Sommerpause im Amalthea

Amalthea gönnt Ihnen und sich eine Sommerpause.

Die Pause nut­zen wir um uns aus­gie­big mit dem Theater zu beschäf­ti­gen und das nächs­te Jahr zu pla­nen. Lassen Sie sich über­ra­schen.

Natürlich kön­nen Sie wei­ter­hin Reservierungen per E‑Mail oder tele­fo­nisch vor­neh­men.

Nachfolgend unsere Termine für das 2. Halbjahr 2022:

Markus Kiefer — Ich bin nicht die Leander

Samstag

17.

September 2022

20 Uhr

Ausgerechnet an der Raststätte Stuckenbrock trifft ein klei­ner Malocher mit sei­nem Kollegen auf die gro­ße Zarah Leander.
Bei einer Portion Pommes erteilt sie ihnen den schick­sal­haf­ten Auftrag:

„Kinder, geht hin­aus in die Welt und singt mei­ne Lieder!“

Gesagt, getan.

Eine Phantasiereise beginnt, die die Freunde vom Schrottplatz Gelsenkirchen nach Castrop Rauxel — Den Haag — Paris — New York führt.
Und noch ande­re über­ra­schen­de Kurven ent­hält.
Es ist eine skur­ri­le, schrill — absur­de Geschichte

… in die man bei Youtube hin­ein­hö­ren kann.
Über Markus Kiefer erfährt man mehr auf sei­ner Homepage.

18,00 €

Kiefer - Ich bin nicht die Leander

Martin Valenske / Henning Ruwe — "Unfreiwillig komisch"

Freitag

23.

September 2022

20 Uhr

Es gibt nur wenig gute Gründe (Bürgerkrieg, Bundesliga, Besuch des chi­ne­sisch-ita­lie­ni­schen Onkels), das Programm »Unfreiwillig komisch« der trost­preis­ge­krön­ten Kabarettisten Henning Ruwe und Martin Valenske zu ver­pas­sen: Hochpolitisch, höchst gemein und höchs­tens zwi­schen den Zeilen ver­söhn­lich bie­ten sie mit ihrem Programm allem poli­ti­schen Versagen der heu­ti­gen Zeit die Stirn. Manchmal unfrei­wil­lig, aber immer sehr komisch, wüh­len sich die zwei jun­gen Kabarettisten der Berliner Distel durch all die Themen, um die sich die gro­ße Koalition über­ra­schen­der­wei­se immer erst kurz vor der Wahl küm­mer­te.

In Zeiten des Mietenwahnsinns tes­ten sie die letz­ten bezahl­ba­ren Brücken Berlins, dia­gnos­ti­zie­ren dem Gesundheitssektor Kapitalismus im Endstadium und las­sen sich trotz neu­er Ernährungstrends nicht die Butter vom Brot neh­men. Mit viel bit­ter­bö­sem Witz und sym­pa­thi­scher Lockerheit bewei­sen die Kabarettisten in ihrem drit­ten gemein­sa­men Programm, dass poli­ti­sche Satire wohl noch eine gan­ze Weile gebraucht wird. »Unfreiwillig komisch« — tages­ak­tu­ell und höchst unter­halt­sam. Ein Muss für alle Freunde des ech­ten poli­ti­schen Kabaretts.

Texte: Henning Ruwe, Martin Valenske
Regie: Sebastian Wirnitzer

Hineinschnuppern kann man auf der Internet-Seite von Martin Valenske.

18,00 €

Erwin Grosche und Wendelin Haverkamp

Freitag

14.

und

Samstag

15.

Oktober 2022

20 Uhr

“Und ich mach dum­mes Zeug”: Hommage an Hanns Dieter Hüsch im Amalthea

Schon manch wort­wit­zi­gen, bis­si­gen und musi­ka­li­schen Abend haben die bei­den Kabarettisten Erwin Grosche und Wendelin Haverkamp gemein­sam auf der Bühne bestrit­ten. Jetzt haben wir und Sie wie­der die Chance, bei­de live im Amalthea-Theater.

Hanns Dieter Hüsch wäre in die­sem Jahr 95 Jahre alt gewor­den, ein guter Anlass an den gro­ßen Poeten zu erin­nern. Grosche und Haverkamp waren Bewunderer des unver­ges­se­nen Hanns Dieter Hüsch, dem sie auch freund­schaft­lich ver­bun­den waren. Was lag also näher, ihrem gro­ßen Kollegen einen gemein­sa­men Abend zu wid­men.

„Und ich mach dum­mes Zeug“ heißt nicht nur eine Liedzeile von Hüsch, son­dern ist auch Motto für die­ses Programm. Es gibt Originalstücke von Hüsch, umar­ran­giert auf Grosche und Haverkamp, und es gibt Werke der bei­den, die eine Wahlverwandtschaft mit Hüsch ahnen las­sen. In jedem Fall ein­ma­lig und höchst unter­halt­sam.

18,00 €

Boogilicious

Freitag

21.

Oktober 2022

20 Uhr

***Boogie Woogie and Blues at its best***

Eeco Rijken Rapp (Piano und Gesang) star­te­te mit der “Kunst der schwar­zen und wei­ßen Tasten” im Alter von 6 Jahren und stu­dier­te zunächst klas­si­sche Klaviermusik. Sein heu­ti­ges Klavierspiel lässt an die legen­dä­ren Pianoheroen der 40er Jahre erin­nern. Eeco beherrscht vie­le unter­schied­li­che Piano- Stile, vom tra­di­tio­nel­len Boogie Woogie, Blues und Swing, bis zum vir­tuo­sen Stride-Piano — er gar­niert sei­ne Darbietung gern auch mit einem guten Priese Jazz. Er zählt zu den bes­ten Boogie Woogie Pianisten in Europa.

David Herzel (Schlagzeug) ist seit vie­len Jahren ein Könner in Sachen tra­di­tio­nel­ler Musik, spiel­te welt­weit und gewann vor eini­gen Jahren sogar den Kreativ-Preis Deutschlands. Er war auf Tour mit Formationen und Musikern wie Gottfried Böttger, Paul Kuhn, Abi Wallenstein, Junior Watson, Klaus Doldinger und vie­len mehr.

Die zwei ver­eint ihre Liebe zum klas­si­schen Jazz: Albert Ammons, Pete Johnson, Armstrong, Waller, Oscar Peterson, Duke Ellington, Louis Bellson, Buddy Rich und Art Blakey sind ihre Favoriten. Swing und Boogie-Jazz ers­ter Güte ist ange­sagt.

"Ihr Konzertprogramm ist über­aus abwechs­lungs­reich und reicht vom klas­si­schen Boogie Woogie, über erdi­gen Blues bis hin zum Rock' n Roll, New Orleans- und Old Time Jazz — von Scott Joplin, über Fats Waller, Abert Ammons bis hin zu Oscar Peterson. Den Zuschauer erwar­tet ein span­nen­der und unter­halt­sa­mer Abend, der quer durch die Anfänge der Geschichte des Jazz führt."

Web: boo​gie​li​cious​.de

18,00 €

Boogielicious

Volkmar Staub — Ausreden

Samstag

29.

Oktober 2022

20 Uhr

Nach dem Programm »Lacht kaputt, was Euch kaputt macht« ist »Ausreden« die Fortsetzung des Lachfurors gegen die Dummheit und gegen die Machenschaften der Mächtigen.
Seitensprünge wer­den zu Geschäftsreisen, Lobbyismus wird zum harm­lo­sen Gedankenaustausch und Schokoladenmissbrauch wird zur Power-Diät. Ausreden sind all­ge­gen­wär­tig. Privat wie poli­tisch. Tagespolitisch immer aktu­ell, aber auch etwas tie­fer schür­fend, schaut Staub in Politik, Wirtschaft und gesell­schaft­li­chem Alltag den Vollpfosten und ‑pfös­tin­nen auf die Pfo(s)ten und reflek­tiert den Stillstand der lau­fen­den Ereignisse. Dabei streift er auch die Ironiederlagen sei­ner alt­lin­ken Generation.

Das poli­ti­sche Kabarettprogramm »Ausreden« ist klu­ge Unterhaltung und anste­ckend lächer­lich.
Die Lage ist hoff­nungs­los, aber nicht ernst.

Volkmar Staub will sich aber auch sel­ber mal aus­re­den. Vor Euch. Unsägliches sag­bar machen und über Unredliches reden bedeu­tet eine Satzsuche im Wörtersee. Ob als Song, Gedicht oder sati­ri­scher Lauftext.

Der »Wortspielphilosoph unter den deut­schen Kabarettisten« (Frankfurter Rundschau) setzt sich ab gegen die gan­ze Massen-Satierhaltung und Satierquälerei im Fernsehen, wo jeder Gag die Mittel hei­ligt und fragt sich: Ist die­se Welt denn zu fas­sen? Und wenn, dann mit Worten?
Sagts und lächelt gewin­nend mit ver­lo­re­nen Sätzen.
Hochaktuell, sub­ver­siv und alters­bö­se!

Volkar Staubs Homepage: http://​www​.volk​mar​-staub​.de/

18,00 €

Stefan und Hans Werner Otto — Mrozeks ‚Striptease‘ und ‚Kalt ist es hier!‘

Freitag

4.

November 2022

20 Uhr

Es gibt Namen, die im Bereich der Bühne für Qualität ste­hen.

Zum einen ist der des pol­ni­schen Dramatikers Slawomir Mrozek so einer, zum ande­ren sind es die der Brüder Stefan und Hans Werner Otto aus der frei­en Schauspielszene Wuppertals. Stefan und Hans Werner Otto sind in Paderborns Theaterszene kei­ne unbe­kann­ten Namen. Vor vie­len Jahren gas­tier­ten Stefan Otto und Dirk Michael Häger über­aus erfolg­reich im Amalthea mit Josef Haders Stück ‚Indien‘ unter der Regie von Hans Werner Otto. Nun kom­men sie wie­der nach Paderborn, wie­der ins Amalthea in die Jühengasse. Mit zwei Einaktern.

Zunächst gibt es Mrozeks ‚Striptease‘, in dem Stück tref­fen zwei Herren in einem Raum auf­ein­an­der. Sie haben kei­ne Ahnung, wo sie sind. Auch nicht, wer oder was sie über­haupt dazu gebracht hat, hier­her zu kom­men. Die Tür steht noch offen. Sollten sie nicht schnell wie­der hin­aus­ge­hen? Darüber muss man erst mal reden. Aber gründ­lich. Das Thema erin­nert an Jean Paul Sartres ‚Geschlossene Gesellschaft‘. 1944 geschrie­ben wäh­rend der Besetzung von Paris durch die deut­sche Wehrmacht. Dieser poli­ti­sche Hintergrund weist Parallelen auf: Als Mrozek den ‚Striptease‘ zu Papier brach­te, ächz­te Polen nach der Niederschlagung des 1961er Aufstands unter der Pression des Kommunismus.

Die zwei Herren sind Stefan und Hans Werner Otto, den Kontrabass spielt Barbara Jansen (Mitarbeit: Bénédict Billiet).

Unter dem Titel ‚Kalt ist es hier!‘ erhält Mrozeks Einakter qua­si eine Fortsetzung, die sich die bei­den Herren selbst aus­ge­dacht zu haben schei­nen. Zuerst bleibt noch alles völ­lig im Dunklen. Aber dann? Mit Hans Werner und Stefan Otto, die die­se Fortsetzung geschrie­ben haben, und Barbara Jansen (Violine/Kontrabass).

18,00 €

Otto

Rainer Hustedt und Glenn Pedro Buchholtz

Samstag

26.

November 2022

20 Uhr

„Ode an das Leben“ Die schönsten Gedichte des chilenischen Lyrikers Pablo Neruda

Gesprochen und gespielt von Rainer Hustedt (Stadttheater Gießen) und musi­ka­lisch unter­stützt von

Glenn Pedro Buchholtz

Das Leben des Nobelpreisträgers Pablo Neruda ist geprägt von der Suche nach Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Sein poe­ti­sches Werk ist Ausdruck für die Bedürfnisse und Wünsche des klei­nen Mannes. Neben den berühm­ten Liebesgedichten wird es an die­sem Morgen auch humor­vol­le Momente geben, und da Neruda nicht nur die Liebe, son­dern auch gutes Essen und guten Wein moch­te, gibt es auch davon eine Kleinigkeit zum Probieren.

Der Nobelpreisträger Pablo Neruda wur­de am 12. Juli 1904 in Chile gebo­ren, war Professor, Diplomat, Konsul, kom­mu­nis­ti­scher Senator in Chile, starb kurz nach dem Militärputsch gegen die Allende-Regierung am 29.9.1973 in Santiago de Chile.

In einer thea­tra­len Live- Performance wird Rainer Hustedt Gedichte des chi­le­ni­schen Dichters spre­chen, der in Chile gebo­re­ne Glenn Pedro Buchholtz wird musi­ka­lisch unter­stüt­zen und das ein oder ande­re Gedicht im Original spre­chen.

Über Pablo Neruda bei Wikipedia

18,00 €

Roger Stein — Alles vor dem Aber … ist egal

Samstag

18.

Februar 2023

20 Uhr

Mit lei­den­schaft­li­chen Liedern und Texten zeigt Roger Stein einen Abend lang,
dass alles vor dem Wort „Aber“ egal ist.
Ganz schön frech, ganz schön bös’, ganz schön schön!

Mit kraft­vol­ler Vielseitigkeit, Selbstironie und Charme, rauscht Roger Stein mul­ti-instru­men­tal und reim­ge­la­den durch sein drit­tes Soloprogramm. „Alles vor dem Aber ist egal“ steckt vol­ler Sehnsucht und Humor, ist poe­tisch und bil­der­reich zugleich.

Roger Stein kri­ti­siert, koket­tiert und übt Gesellschaftskritik aus der Hüfte – unauf­ge­setzt und leicht, aber trotz­dem auf den Punkt. Stein ist kein vor­der­grün­di­ger Revoluzzer. Sein Schalk äußert sich nie durch gro­ße Gesten, ist jedoch immer da, wenn er zum Beispiel in dem Song „Gesichter aus gar nichts“ die neo­li­be­ra­le McKinsey-Unternehmensberater ins Visier nimmt, die Krawatten aus Gleichgültigkeit tra­gen, wäh­rend ihre Verantwortung mit Lotuseffekt ver­se­hen ist.

Mit Liedern wie „Worauf willst du war­ten“ erin­nert uns der char­man­te Entertainer dar­an, im Leben nicht die Bequemlichkeit sie­gen zu las­sen und uns in klei­nen Wartehäusern gemüt­lich ein­zu­rich­ten, son­dern dem Glück ent­ge­gen­zu­ge­hen. Und das schrägs­te „Hochzeitslied“ der Gegenwart zeigt, dass es eben auch nur die klei­nen und gro­ßen Fragen des Lebens sind, die ihn beschäf­ti­gen.

Roger Stein ist Sänger, Songwriter, Pianist und Erzähler zugleich – aber vor allem ist er Poet mit Schalk im Nacken, schafft er es doch, Schmerz und Melancholie in Wärme und Leichtigkeit zu hül­len und damit der Tragik die Kälte zu neh­men: Denn jede Tragik hat ihren eige­nen Humor.

Seine Fans schät­zen ihn als wort­ge­wand­ten Entertainer, der auch den Dialog mit dem Publikum nicht scheut und sein Gegenüber durch Schlagfertigkeit ver­blüfft. Der Wechsel von Humor und Ernsthaftigkeit kommt stets uner­war­tet, rasant und doch leicht­fü­ßig. Ein Abend voll Energie, Kraft und Romantik.

Sein Youtube-Kanal

18,00 €

Roger Stein